Ellie und ich

Ellie und ich

Mittwoch, 22. November 2017

Im Winter fahren

Es gibt uns noch, jawohl! Zeitmäßig und wettermäßig war es die letzten Wochen nicht so prall gelaufen.
Umso spontaner muß man sein, wenn sich dann eine Gelegenheit bietet.

Voilá - letzte Woche war es soweit. Tageslicht verabschiedet sich leider meist gegen Spätnachmittag. Also hieß es, sich schnell kältedicht einzumummeln und dann ging es los.

So dachte ich zumindest. Als ich Ellie starten wollte, ratterte es nur merkwürdig - und nix war mit Motorengeräusch. Ich baute also fluchend die Batterie aus, hängte sie an den ProCharger und siehe da: Batterie nur noch 50%. Das lange Herumstehen tat ihr nicht so gut.

Einen Tag später bekam ich eine weitere Chance. Das Wetter paßte, die Batterie ließ sich auch gut einpassen (nur einmal die fummelige Mutter im Motorraum verloren) - Zündung an und ... Motor lief.

Zuerst zum tanken, dann eine freundliche Hausrunde. Zur Vorsicht hatte ich zwei Sturmhauben übereinander gezogen. Das war auch nötig.

Es ging in Richtung Harz. Der hatte Hochnebel, und die Landschaft sah grandios aus.





Kreuz und quer, hin und her ging es. Die Heizgriffe auf erste Stufe, ließ sich die Fahrt gut bewältigen. Nur die Füße ... ich hatte mir neue Stiefel gegönnt. Die Damenversion meiner alten zerschranzten Alpine Stars. Leider ist das Leder doch zu dünn - ich bekam eiskalte Füße. Das verleidete mir die Tour und ich brach nach guten 150 Kilometern ab.

Am nächsten Tag fuhr ich noch einmal, diesmal mit meinen alten (Herrenmodell-) Stiefeln. Da hielt sich die Wärme doch länger drinnen.
Neu ist also nicht immer gut ... und gerade bei Frauen sollten die Hersteller doch wissen: Frauen gleich kalte Füße. (Fast) Immer!

Als Entschädigung bekam ich ein grandioses Himmelslicht zum Ende der Tour! Das Foto vom Brocken gibt das Schauspiel leider nur ansatzweise wider. Klickt mal auf das Bild und schaut es euch "in groß" an ... ich finde diese Pastelltöne einfach umwerfend!


Zuckerrübenfabrik Schladen - die Kampagne 2017 läuft!





Und das allerschönste war dieses hier: weil die Saisonmuschies ja nun kaum noch können (11-er) oder gar nicht mehr (10-er), waren wir fast allein auf der Straße ...



Nun sagt der Wetterbericht voraus, dass der "Novembersommer" kommt. Hach, was bin ich froh, ein Dauerkennzeichen mein eigen zu nennen. Bislang habe ich erst an die 9000 Kilometer gefahren in dieser Saison. Krankheit und Lustlosigkeit bis zur Jahreshälfte drückten auf die Fahrleistung.

Und Agathe, mein neues Fahrrad, wird auch häufig bemüht anstelle des motorisierten Zweirades. Der Fitness-Effekt ist schon gut zu spüren. Mein ramponiertes Knie bessert sich in großen kleinen Schritten, und mein Hexenschuß-Rücken lockert sich ebenfalls.

Jaja, älter werden ist nix für Feiglinge *Weisheitsmodus*

Fazit:
Winterfahren kann schön sein. Und ist es auch (wieder).