Ellie und ich

Ellie und ich

Freitag, 25. Mai 2018

Datenschutzerklärung in einfacher Sprache - und lustig gemacht

Bei Fatzebuch gefunden und so gut gefunden, dass ich das hier einfach mal weitergebe:

https://ditze.net/datenschutzerklaerung/

Andreas W. Ditze

Datenschutzerklärung

Jede gute Website braucht eine Datenschutzerklärung? Ok, dann machen Sie sich auf etwas gefasst.

Präambel

Artikel 12 der EU-Datenschutzgrundverordnung (kurz: DSGVO) fordert, dass ich Ihnen „in präziser, transparenter, verständlicher und leicht zugänglicher Form [und] in einer klaren und einfachen Sprache“ erkläre, was hier auf dieser Webseite geschieht. Da ich dabei nicht davon ausgehen darf, dass Sie fünf Jahre Informatik, Jura oder Raketeningenieurwesen studiert haben, soll ich hier also Klartext schreiben. Das mache ich doch gerne.

§1 Hosting

Diese Website wird offiziell gehostet von „meiner“ Firma. Diese Firma hat das Hosting ausgelagert an einen großen europäischen Hosting-Anbieter. Ich privat habe mit meiner eigenen Firma für diese Domain [ditze.net] (noch) keinen schriftlichen Auftragsverarbeitungsvertrag geschlossen, ich habe mir aber im Innenverhältnis mündlich versichert, dass ich (geschäftlich) meine (privaten) Hosting-Daten immer sehr gewissenhaft behandeln werde.

§2 Google Analytics und sonstiges Tracking

Diese Website nutzt Google Analytics und auch die Standard-Wordpress-Statistiken. Oh Mein Gott! Ihre Zugriffe auf diese Website werden sicherlich auch in den USA gespeichert. Und es kommt noch schlimmer: auch mit Google habe ich noch keinen Auftragsverarbeitungsvertrag geschlossen. Wieso? Der Google-Standard-AV-Vertrag hat 18 Seiten, muss in doppelter Ausfertigung nach Irland geschickt werden und legt mir nahe, meine sonstigen Anmerkungen zum Vertrag postalisch nach London zu senden. Hier können Sie den Vertrag mal nachlesen. Und es kommt noch besser: würde ich die Buchstaben der Datenschutzgrundverordnung wörtlich auslegen, z.B. Artikel 28 Abs. 3 (h), müsste ich persönlich meine Auftragsverarbeiter gelegentlich besuchen und überprüfen, ob die das alles richtig machen. Also ganz praktisch: ich fahre zum Google Rechenzentrum, klingele an der Pforte und sage dann: „Hallo, hier ist Ihr Auftraggeber, der Ditze aus Mellnau. Ich wollte mal gucken, ob Sie auch wirklich alles richtig machen.“ Alles klar?!

§3 Weitere Plugins

Sie haben noch nicht genug? Ok, dann weiter. Diese Website nutzt ein paar Plugins. Diese Plugins machen allerhand: ein paar beschleunigen die Website, ein anderes sorgt für schöne Optik, Fußnoten, Social Sharing Buttons, E-Mailalerts, Fotogalerie oder besonders schöne Sitemaps, die dazu führen, dass Sie diese Website überhaupt finden konnten. Wie dem auch sei: nahezu jedes dieser Plugins sendet am langen Ende Ihre IP-Adresse an die Server, die benötigt werden, damit Sie hier eine hübsche Website sehen können. Habe ich mit jedem dieser Plugin-Anbieter einen Auftragsverarbeitungsvertrag? Na, was meinen Sie? Ich verrate es Ihnen: Nein! Und warum? Weil auch das völliger Quatsch ist. Oder wollen Sie mir jetzt ernsthaft nahelegen, ich solle auf meiner privaten, von mir selbst bezahlten und völlig werbefrei gehaltenen Webseite, die ich in meiner Freizeit mit viel Liebe bestücke, nun wirklich losgehen und zu jedem Plugin was ich hier nutzen will einen umfangreichen Auftragsverarbeitungsvertrag abschließen? Ich sage Ihnen was: wenn Sie nicht wollen, das meine Website Ihre IP-Adresse weitergibt, dann kommen Sie doch einfach nicht hier her.

§4 Kontaktaufnahme

Nun zur Kontaktaufnahme: Falls Sie mir eine E-Mail senden, müssen Sie damit leben, dass ich Daten von Ihnen erhalte. Ich sehe dann Ihre E-Mailadresse, eventuell auch Ihre IP-Adresse und wenn ich mir richtig Mühe gebe und den X-Header Ihrer E-Mail händisch auswerte, kann ich eventuell sogar sehen, wie der Computer heißt, von dem aus Sie die Nachricht geschrieben haben. Das ist keine Zauberei oder Hackerkunst, sondern ein Internet-Standard. Wer den lesen kann, kommt an diese Daten. Das ist technisch bedingt – und schon seit vielen Jahren so. Falls Sie mir ungefragt Ihre Daten zusenden, dürfen Sie davon ausgehen, dass ich Ihre E-Mail genauso gut oder schlecht behüte wie alle meine übrigen E-Mails auch. Sollten Sie sich irgendwann mal überlegen, dass ich die von Ihnen ungefragt zugesandte E-Mail löschen soll, dürfen Sie mich höflich darum bitten – versprechen tue ich aber nichts. Auch hier gilt: wenn Sie damit nicht leben können, senden Sie mir bitte keine E-Mail zu.

§5 Kommentare

Weiter im Text: Thema Blogposts. Sie können hier gerne einzelne Meldungen kommentieren. Aber erneut gilt auch hier: Sie müssen davon ausgehen, dass ein paar Daten über Sie erfasst werden. Die IP-Adresse, der Name und die Mailadresse. Immerhin: beim Namen und der Mailadresse können Sie mit Pseudonymen arbeiten – oder einfach lügen, das ist okay für mich. Bei der IP-Adresse wird es etwas schwieriger – aber hey, wenn die Ihnen zu privat ist, nutzen Sie doch TOR oder einen Proxy. Once again: Love it or leave it.

§6 Cookies

Sie wissen was ein Cookie ist? Nein? Ok, das können Sie hier nachlesen. Manche Menschen haben Angst vor Cookies, weil sie glauben, dass man damit herausbekommen kann, ob sie (diese Menschen mit der Angst) gestern Abend auf einer Porno-Seite waren oder sich insgeheim für satanistische Nazischergenmusik interessieren. Deswegen möchte kaum jemand, dass eine Website Cookies speichert. De facto ist es aber so, dass Websites ohne Cookies heute kaum noch funktionieren. Und so lange nur First-Party-Cookies eingesetzt werden, ist das mit dem Tracking der Nazi-Porno-Seiten nicht möglich. Diese Website nutzt bestimmt auch Cookies – allerdings nur die „guten“ First-Party-Cookies. Third-Party-Cookies habe ich zumindest nicht bewusst in diese Website integriert.

§7 Abmahnungen

Bevor Sie mich wegen eventuell fehlender, unvollständiger oder nicht ausreichend durchdrungener Aspekte der DSGVO abmahnen, berücksichtigen Sie bitte die Worte der zur Einführung der Verordnung zuständigen EU-Justizkommissarin Věra Jourová. Die sagte in einem Interview mit der ZEIT wörtlich: „Es geht [bei der DSGVO] um gesunden Menschenverstand und Verhältnismäßigkeit. Wenn Ihnen jemand eine E-Mail schreibt und Ihnen zugesteht, dass Sie seine Daten verwenden dürfen, dann ist doch klar, dass er Ihnen eine Einwilligung erteilt. Im Übrigen sanktionieren die Datenschutzbeauftragten nicht nur, sondern beraten auch. Meine Prognose ist, dass sich die Behörden auf die Anbieter konzentrieren, die den größten Schaden verursachen können, die die meisten Daten verarbeiten.“
Darüber hinaus verweise ich hier auch gerne auf eine Aussage des deutschen „Vaters“ der DSGVO, Jan Philipp Albrecht. Er schreibt in seinem Blog wörtlich: „Was hingegen nicht eintreten wird, ist dass […] die Aufsichtsbehörden und irgendwelche Abmahnanwälte plötzlich eine ganz andere Gangart gegenüber all den kleinen Unternehmen, Einzelunternehmern, Vereinen und Bloggern einlegen werden.“ Sie dürfen davon ausgehen, dass ich beiden Akteuren im Falle einer Abmahnung hiervon berichten werde.

§8 Schlussbestimmungen

Last but not least: Ich sehe mich als Teil der Hackerszene und habe eine positive Grundhaltung zum Thema Datenschutz. Auch deswegen habe ich schon vor Jahren mir meine eigene Homecloud gebaut, die Website auf TLS/SSL umgestellt, den Mailserver ins Intranet gehoben und ein paar Jahre später sogar eine eigene Haus-„KI“ programmiert. Das Thema liegt mir wirklich am Herzen. Wenn ich dann allerdings sehe, mit welcher handwerklichen Qualität die Datenschutzgrundverordnung in Deutschland ausgerollt wurde, komme ich als politisch interessierte Privatperson zu dem Schluss, dass ich nicht über jedes Stöckchen springen will und kann, was der Gesetzgeber mir hier hin hält. Wenn Sie gerne ordentliche Datenschutzerklärungen von mir lesen wollen, besuchen Sie bitte meine geschäftlichen Websites – dort läuft alles nach Vorschrift.
Copyleft: Wer diese Datenschutzbestimmung abwandeln, recyclen oder kopieren will, darf das gerne machen – auch ohne Quellenangabe und von mir aus auch kommerziell. Kommentare dazu gerne auf Twitter.

Dienstag, 22. Mai 2018

Zu Pfingsten, ach wie blöd ... alles wurde anders, und es wurde gut!

Der Zettfahrer und meine Wenigkeit hatten gebucht. Wie schon mehrfach: Neu Darchau. Er fuhr mit dem Motorrad, ich mit dem Auto und den Tieren. Ein verlängerter Himmelfahrtsurlaub.

Angekommen, eröffnete uns die Vermieterin, sie hätte unsere Wohnung leider weggeben müssen. Eine Frau mit ihrem behinderten Sohn wollte für drei Wochen dort sein. Ebenerdig untergebracht. Nun denn ... hat ja keiner was dafür gekonnt, aber das die Vermieterin uns vorab nicht anrief und fragte ob das ok wäre, fanden wir doch ziemlich dreist.

Da ich mit der Situation überfordert war, packten wir erstmal aus. Aber das tägliche durch-das-Wohnzimmer-des-Vermieterehepaares-traben hob unsere Laune nicht. Wir waren beide so gefrustet, dass wir vor Ort sämtliche Vermieter abklapperten und siehe da, drei schöne neue Alternativen fanden. Und günstiger waren die auch noch! Man wird sehen, wozu das noch gut ist.

In der Wendland-Region fand gerade die Kulturelle Landpartie statt. Das geht von Himmelfahrt bis Pfingstmontag. Eine Empfehlung, aber NUR in der Woche. Am Wochenende ist hier die Hölle los.



Überall in den Gärten fand man kleine Stationen mit besonderen Aktionen.









In diesem Zelt fand später eine Geistheilung statt. Da wurde die Aura gerade gerückt ...  teilweise waren die Angebote der einzelnen Stationen doch arg ... gewöhnungsbedürftig

Kräuter für die Geistheilung ...

Als ich dann noch an MagenDarm erkrankte, reichte es mir. Ich versuchte, so schnell wie möglich fahrfähig zu werden. Wir brachen den Urlaub ab. Als Frechheit empfand ich, dass die Vermieterin den gleichen Preis für die Wohnung verlangte. Obwohl dort definitiv nicht saubergemacht worden war. Das Bad hatte in den Ecken Staubmäuse und Haare, und die Toilette war mit Haaren besudelt. I was not amused.

Pfingstsonntag war allerbestes Wetter angesagt. Mir ging es dank heimatlicher Umgebung wieder gut (bessere Aura und so weiter ...) - und ich hing mich ans Telefon. Unterkunft ergattern. So spontan, und dann noch zu Pfingsten, eine fast aussichtslose Idee. Fast unmöglich, sozusagen.

Letztendlich hatte ich aber ein Schweineglück. Die Wildgans vom Arendsee Zießau (der aufmerksame Blogleser erinnert sich an meinen Aufenthalt dort) vermittelte mir eine Adresse, wo gerade eine Wohnung frei geworden wäre. Ein Anruf ergab: paßt. Wir dürfen auch für nur eine Nacht. Würde dann 5 Euro Aufschlag kosten.

Fünf - in Zahlen 5. Das ist ja gerade noch bezahlbar.

Der Zettfahrer war begeistert, ich ebenso. Ich rödelte die gelbe Ortlieb-Tasche auf, und um halb eins ging es los. Ich fuhr voraus - meine Wendland Route von neulich.





An dieser Wassermühle im Ort Jiggel (Link aus Wikipedia) entspannten wir uns. Es waren auch blaue Flattertiere zu sehen - in Fachkreisen Blaue Prachtlibelle genannt. Diese kleinen schillernden Kerlchen wirkten auf mich wie Wesen aus einem Disneyfilm. Tinkerbell und ihre Schwestern!

Langsam tastete ich mich voran ins Wendland, zu den vor kurzem noch einsamen und verschlafenen Straßen. Je dichter ich zu den Dörfern kam, umso höher wurde die Radfahrer-Menge. Und dann fuhren wir ahnungslos mitten hinein - in den Kulturellen Landpartie Wahnsinn vom Pfingstsonntag. So müssen sich Hunde fühlen, wenn sie auf den Weihnachtsmarkt geschleift werden. Massen, hunderttausende Touristen mit und ohne Auto, mit und ohne Fahrrad, mit und ohne Hirn und Toleranz. Eher ohne.
Fast wäre es zu einer Schlägerei gekommen - obwohl ich vorneweg fuhr und wirklich wirklich mit allem rechnete, im Schritttempo vorweg tuckerte bis Ellies Kühler böse rumorte ... wurden wir angefeindet, und nicht zu knapp. Ich kam mir vor wie der Castor-Transport. Feindbild Nr. 2 - Motorradfahrer. Dem Zettfahrer reichte das dann, und als ein Radfahrer sich mitten auf die Straße stellte und auch nicht wegging, bekam der eine Ansage, die sich gewaschen hatte.

Zwei Alternativ-Mädels halfen uns dann ganz lieb wieder auf den Weg, als ich einmal falsch abbog. Na immerhin, das ließ hoffen auf Freundlichkeit des Universums.

Trotzdem hoffte ich, dass dieses Chaos recht bald überstanden war. Höhe Lüchow war es dann soweit. Unterschiedlicher konnte eine Region nicht sein - vor und während der KLP. Pfingsten wird diese Region definitiv zum Widerstand gegen alles, was nett ist. Nämlich Ruhe, Beschauligkeit und Gemächlichkeit. Die gleiche Ansicht teilten übrigens später unsere diversen Tischnachbarn, die ebenfalls völlig entgeistert vor dem Pfingst-Chaos standen - und kapitulierten. Das wäre ja so wie damals, als die Grenzen endlich offen waren, meinte eine ältere Dame am nächsten Tag an unserem Tisch beim Fischer Kagel.

Meterlange Robinienalleen ("falsche Akazien", oder auch Schein-Akazie) auf den letzten Kilometern vor dem Arendsee - zwischen Schmarsau bis Schrampe - entschädigten uns dann. Das duftete und sah überirdisch schön aus mit den hellen Blütenreihen und dem tanzenden Sonnenlicht. Der Wind war ziemlich aufgefrischt und warf mich hin und her. Dann kamen wir in Zießau am Arendsee an. Im Schlüsselsafe vor der Pension hing wie verabredet unser Wohnungsschlüssel, und das Hoftor war auch offen. Wir fuhren die Motorräder hinein und dann war - URLAUB. Zumindest Kurzurlaub.



Ferienwohnung Nr. 3




Das Spatzen-Schlafzimmer; es lärmten und flatterten Dutzende von ihnen auf dem Dach über dem Fenster herum; ich fand das wunderbar







Eine kühle und große Wohnung für uns. Ein ruhiger Innenhof. Hühnergegluckse, Hahnengeschrei. Spatzentschilpen. Ein Schwein grunzte und müffelte irgendwo. Die Gänse am Arendsee riefen heiser. Die Tauben im Taubenstall vom Nachbarn gurrten. Irgendwo lärmte der allgegenwärtig kläffende Köter.
Land - aber sowas von ländliches Land. Ein Traum. Zumindest für diejenigen, die sowas mögen. Also wir :-)


Da hinten im Bild - eine freie Badebucht. Gegenüber darf man nämlich bezahlen für dieses Vergnügen. Hier watet man zwar durch Schilf und Modder, aber wenn das überstanden ist - freies Planschen im See!


Wir ließen den Tag bei einem opulenten Abendessen in der Wildgans (doppelte Portion Arendsee Maränen für mich) ausklingen. Die Leute an unserem Tisch waren an fast allen Orten, die wir auch kannten und schon besucht hatten, gewesen. So ergab sich eine mehrstündige kurzweilige Zeit, in der wir Erinnerungen austauschten. Bald sehen wir sie wieder, zur romantischen Nacht im Kloster Drübeck nämlich!

Später gingen wir an den See. Abendstimmung auskosten, und Essen verdauen. Eins kann ich euch versprechen - MÜCKEN können die da am Arendsee. Solche riesigen agressiven Schwärme hatte ich vorher noch nie erlebt. Die müssen mutiert sein. Geruhsam Spazieren zum Sonnenuntergang ist hier absolut unmöglich, wenn Mückenzeit ist. Bis zum März mag das gehen - aber wenn es wärmer wird, laßt es am Abend lieber bleiben.
Es sei denn, ihr wollt im Sommer nach Finnland - dann könnt ihr hier sehr gut dafür trainieren!

In der Nacht schlief ich wie ein Stein, träumte aber die Matrix. Komische Zusammenstellung! Die eine Mücke im Zimmer, die ich beim Wegdösen gehört hatte, verewigte sich dann heimtückisch an meinem Hals. Vielleicht lag es an ihr, dass ich so ein abstruses Zeug herbei schlief.

Pfingstmontag

Ein reichhaltiges Frühstück mit vielen eigenen Produkten erwartete uns. Die selbstgemachte Marmelade war ein Traum. Ich bin sonst nicht für Süßkram morgens, aber die empfehle ich ohne Einschränkung! Die Eier von den eigenen Hühnern waren ebenfalls superlecker. Wir saßen später noch ganz lange mit der Pensionswirtin zusammen. Rena bot uns das Du an, welches wir sehr gern annahmen. Wir durften ohne Eile zusammenpacken - und sogar ein Spaziergang an den See war noch möglich. Das Wetter war zum Helden zeugen. Der Wind war heftig, und der See wartete mit hohen Wellen auf. Der grüne Modder war verschwunden, und das Wasser sah aus wie ich es von der Ostsee her kannte!

Dann packte uns noch einmal der Appetit und wir speisten bei Fischer Kagel einige Meter weiter frischgeräucherten Fisch. Wer am Arendsee ist, muß hier einfach Rast machen!

Auch hier hatten wir sehr nette Tischgefährten, mit denen wir uns prima unterhielten. Dann stellte sich noch heraus, dass sie aus dem kleinen Ort Grieben in der Nähe von Tangerhütte stammten. Dort hatte ich vor mehreren Jahren mal Station gemacht. Die Welt ist ein Dorf!

Gegen 15 Uhr erst starteten der Zettfahrer und ich zur Heimfahrt. Ich hatte die Rückfahrt nicht ausgearbeitet und wie üblich ließ ich mich davon sehr durcheinander bringen. Nur anhand der Karte und oft mit dem Mut der Unwissenheit befuhr ich kleine Feldwege und Zubringerstraßen. Teilweise waren die Wege nicht im richtigen Sinne Wege. Sie hießen einfach "Graben". Hier fuhren höchstens Radler, und Traktoren. Und nun auch wir.

Wir fuhren später ein Stück auf der B71, dann bog ich ab durch die Dörfer. Bundestraße fahren ist öde. Zum Glück war nicht soviel los. Die meisten Leute waren wohl noch irgendwo im Kaffee-Garten oder beim Baden.

Im Ort Beezendorf machte ich eine kurze Rast. Auf dem Weg dorthin durchfuhren wir wieder Robinien-Alleen.




Hier Idylle, und wenige Meter vorher viele verfallene Gebäude. Der Soli Aufbau-Ost ist nicht überall gleich gut verteilt worden ...


Dann fuhr ich wieder einen Teil der Route von vor drei Wochen. Sogar um Wolfsburg herum ging es relativ gemütlich zu. Vereinzelte Vollpfosten mit Mütze-schief-auf-dem-Kopf und VW-Angehörigen-Leasingwagen gab es zwar erneut, aber nicht so heftig viel wie in der Woche. Einige Motorradgruppen waren auch unterwegs. Was treibt die nur, dass sie fast nie allein unterwegs sind? Mir fehlt das Gruppengen. Der Zettfahrer ist gerade noch das, was ich schaffen kann. Aber mehr wie zwei ist mir einfach zu stressig!

Öfter höre ich die Frage, ob es nicht langweilig wäre, wenn man allein fährt. Also ich verstehe die Frage nicht ... man kann kreuz und quer fahren, anhalten, zurückfahren, nochmal anhalten, Fotos machen, Pausen einlegen oder auch wieder nicht ... Mitfahrer würden wahnsinng werden bei so einem Verhalten. Wenn ich zu zweit fahre, dann fühle ich mich immer irgendwie getrieben. Die beschauliche Ruhe, die ich beim allein fahren empfinde, ist nicht mehr da. Beim allein fahren bin ich nur für mich verantwortlich. Der Blick in den Rückspiegel ist höchstens dafür, dass ich die Verkehrssituation ansehe. Es finden auch ganz andere Gespräche mit Zaungästen statt, wenn ich mal pausiere. Andererseits ist zu zweit fahren auch ganz okay. Es hält einem jemand den Rücken frei, oder man teilt die Erlebnisse gleich miteinander. Mal so, mal so fahren. Damit kann ich gut umgehen!

Gegen 18 Uhr kamen wir wieder Zuhause vor der Garage an.


Hier mal die gesamte Rückroute. Kilometer ungefähr 130 vom Arendsee bis nach Zuhause.

Fazit:
Manchmal kommt es anders als man denkt - und manchmal kommt es dann sogar besser.

Zu guter Letzt mit Genehmigung von Rena - von mir für euch ein Flyer. Druckt ihn euch aus und nehmt ihn als Empfehlung in eure Pro-Quartiersliste mit auf.

Wir zahlten 6,50 Euro pro Person für ein reichhaltiges und liebevoll aufgebautes Frühstück (gab auch Obst, und das hatte gute Qualität!) und 24 Euro pro Person für die Wohnung. Kurzübernachtungsaufschlag 2,50 Euro pro Person. Entfällt bei zwei Übernachtungen. Handtücher waren da, die Betten sind okay - jedenfalls bei unserer Wohnung Nr. 3 war es so. Die Einrichtung ist rustikal und bodenständig. Im Hof darf geraucht werden, das Haus selber ist rauchfrei.
Das Bad war sauber, wenn auch ziemlich lütt. Wenn mal was wackelt oder Anlaß zum Korrigieren ist, sprecht Rena einfach drauf an. Sie ist bemüht, das man sich wohlfühlt und erfüllt wirklich fast jeden Wunsch. Wenn er denn machbar ist. 
Grillen kann man im Garten, Zelten wäre auch möglich gewesen.
Die ebenerdigen Wohnungen Nr. 7, 8 und 9 - im Flyer rechts oben zu sehen - erlauben auch Hundemitnahme. Wobei dort schon Katzen, Kaninchen und ein Graupapagei mitgewohnt hatten.


Durch Draufklicken wird der Flyer größer und die Daten besser lesbar!

 



Mittwoch, 9. Mai 2018

Datenrechtliches

Durch meine Blogger-Kollegen habe ich erfahren, dass es demnächst noch genauere Bestimmungen in bezug auf den Datenschutz gibt. Das es früher schon gewisse No-Go's gab, wußte ich. Bislang waren mir die Gefahren für Klagen recht egal. Aber nun bin ich doch etwas verunsichert. Ich habe meinen Blog so gut es geht geschützt. Er kann durch Suchmaschinen nicht gefunden werden, und andere Hürden sind auch noch eingestellt.
Aber wenn doch? Und ich auf einen mißgelaunten Paragraphen-Reiter treffe? Mal ehrlich - ständig mit Paragraphen arbeiten, KANN doch nur zu Frust und Persönlichkeitsstörungen führen. Wo bleibt da die Freiheit - wo das Grün eines Baumes - wo der Fahrtwind um die Nase - wo der Geruch von Kuhstall, oder die Sonne ... ständig dieses Bücher-wälzen und im Anzug herumlaufen. Nur den Staub der Dokumente und den Angstschweiß der Gegenparteien im Riechorgan ...

Die Kultur-Motorradreisenden haben es auf den PUNKT gebracht ...
https://www.motorrad-kulturreisen.com/news/schwieriges-thema-die-eu-dsgvo/

Die EU denkt sich ja generell viel aus. Man denke nur an die Vorschriften für gerade Salatgurken ... und was das Thema Glyphosat angeht, da krieg ich sofort die Wut, wenn ich lese, wie da herumgeeiert wird und doch nicht wirklich "Nix da, wech damit - Teufelszeug - die armen Bienen!!!" Vorschriften kommen.

Meine Mama sagte dazu: Viel hilft nicht immer viel, Kind.

Und Mama hat in vielen Dingen recht. Wären mehr echte Mamas an der Macht, würde die DDR-Muddi zum Beispiel nicht ständig die Türen aufhalten für ... aber lassen wir das. Ich schweife ab.

Im Erwägungsgrund 18 steht viel. Ich zitiere mal aus der Seite https://dsgvo-gesetz.de/erwaegungsgruende/nr-18/

Keine Anwendung auf den persönlichen oder familiären Bereich*


1Diese Verordnung gilt nicht für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten, die von einer natürlichen Person zur Ausübung ausschließlich persönlicher oder familiärer Tätigkeiten und somit ohne Bezug zu einer beruflichen oder wirtschaftlichen Tätigkeit vorgenommen wird. 2Als persönliche oder familiäre Tätigkeiten könnte auch das Führen eines Schriftverkehrs oder von Anschriftenverzeichnissen oder die Nutzung sozialer Netze und Online-Tätigkeiten im Rahmen solcher Tätigkeiten gelten. 3Diese Verordnung gilt jedoch für die Verantwortlichen oder Auftragsverarbeiter, die die Instrumente für die Verarbeitung personenbezogener Daten für solche persönlichen oder familiären Tätigkeiten bereitstellen.
* Dieser Titel ist eine inoffizielle Beschreibung des Erwägungsgrundes.

Soweit - so chaotisch. Bei Heise.de Online gibt es zu dem Thema noch weitere gute Infos.

Darf ich überhaupt noch zitieren, und fremde Links angeben?
Klar darf ich. Wenn ich darauf hinweise, was das Anklicken für Folgen hat.

Das tue ich in meinem neuen Impressum

Das ist nur zur Hälfte furztrocken (unterer Teil) - die andere Hälfte ist mit Humor gewürzt.

Ich schaue dann mal, wie es weitergeht.

Fazit:
Was nützen all die ganzen Bestimmungen, wenn die Großkunden sich einen feuchten Schmutz darum scheren.
Schaut mal, worauf die ganzen Apps, die ihr auf dem Handy installiert, alles Zugriff haben wollen ... wozu braucht zum Beispiel die App von Amazon MEINE Kontaktliste ... ja warum nur. Damit sie zu meinen Kontakten Kontakt knüpft. Damit sie Kohle machen kann. Mit meinen Freunden!
Ich habe die App übrigens nicht herunter geladen.

Und was die Blogger angeht - also die privaten - die teilen halt gerne ihre Gedanken, ihre Bilder und ihre Empfehlungen mit anderen. Also quasi wie ein Gespräch in einem Straßen-Café - man sitzt mit anderen zusammen, andere sitzen nebenan oder drumherum ... und hören auch mit, was man sagt. Niemand käme da auf die Idee, mich zu verknacken, weil ich mich über Tante Friedas klitschigen Apfelkuchen aufrege. Niemand kommt an meinen Tisch und stellt sich vor: Gestatten, Anwalt Miesmach, ich vertrete die Minderheit der "Pro-Klitsch-Kuchen" und gebe Ihnen jetzt eine Abmahnung.


Ich fand im Berufsschul-Unterricht die Gesetzeskunde schon wahnsinnig zäh, sie schmeckte mir nicht und zum Spielen oder Mitmenschen piesacken ging ich lieber nach draußen. Meine Meerschweinchen gehen mit so etwas viel klüger um. Wie? Das lest ihr im Impressum!
Das Impressum wird regelmäßig aktualisiert.

Montag, 7. Mai 2018

Teil 3: Die Elbe-Arendsee-Wendland-Tour: 22.4.2018 Arendsee, Wendland - und ein Fazit mit Bildern vom 6.5.18

Nach einer unruhig geschlafenen Nacht packte ich recht früh meine Siebensachen zusammen, verstaute alles und ging zum Wachwerden noch einmal an den Arendsee. Herrliche Ruhe so früh am Morgen. 7 Uhr, die Welt schlief noch ...





Bei der Rückkehr zur Unterkunft machte ich dieses Foto, welches dann später vom Betreiber der Facebook-Seite gleich als Profilfoto genommen wurde. Sieht ja auch sehr werbewirksam aus. Das Morgenlicht ließ das Dach richtig leuchten.

Ich hatte kein Frühstück gebucht. Morgens versorge ich mich lieber selbst. Genug Proviant hatte ich mit gehabt. Der Zimmer-Kühlschrank hatte die Vorräte gut konserviert.


So saß ich da, mit Blick auf das Motorrad, und stärkte mich für die Weiterfahrt. Die Route für die Rückfahrt wurde nebenbei angeschaut, die Ortsnamen eingeprägt. Und doch fuhr ich dann später ganz ganz anders.

Beim Bezahlen des Zimmers versorgte ich mich auch mit Informationen über eine gute Rückfahrstrecke.

Um halb zehn fuhr ich dann ab. Die Luft war noch ziemlich kühl, und die Straßen fast leergefegt.


Kurz hinter Schrampe querte ich mal wieder die ehemalige Grenze.
 

Die Straßen blieben einsam. Grüne Alleen begleiteten meinen Weg.


Die kleinen Ortschaften, durch die ich fuhr, ließen Lust auf weitere Besuche aufkommen. Ein Dorfteich mit Freigängern auf der Straße - Enten und Gänsen - oder kleine Töpferstuben waren hier die Normalität, und überall blühte und grünte es. Ich komme wieder, denn diese Gegend schien wie geschaffen für das Blümchen-Pflücken.

Ich querte die B248 und fuhr direkt ins Wendland. Die Wege und Dörfer, die ich dort entdeckte, waren wirklich ein Traum. Die angedachte Route verwarf ich ziemlich schnell, und ließ mich in die grobe Rückrichtung treiben.







Schmale Sträßlein, und selten Ortshinweise. Ich orientierte mich an den Hinweistafeln für Radfahrer. Teilweise konnte ein Landkreisfremdling wirklich nur schwer erkennen, ob der Weg auch für Kraftfahrzeuge erlaubt war!






Das Wendland und seine Geschichte - achtet mal auf das Schild. Seht ihr das Atomzeichen?

Hier entdeckte ich auch folgendes - ein Wartehäuschen, was gleichzeitig Infomationsbude war.



Republik Freies Wendland - was es nicht alles gibt ...

Entwässerungskanäle gab es auch. Hinter dem Buschwerk pausierte ein Ehepaar mit Campingstühlen, Klapptisch und Picknick-Korb. Welch ein schöner Pausenplatz.



Mir begegneten sehr viele Radfahrer, mit und ohne E-Antrieb. Viele waren fröhlich, einige aber auch muffelig und mit dem Platz-da-hier-fahre-ich-Hausmeister-Gen - wohl weil ich ihrer Ansicht nach ihre stille Radlerwelt störte. Dabei ist Ellie so leise. Aber man sah auf diesen kleinen Straßen selten andere Fahrzeuge. Ich selbst sah nur drei andere Motorradfahrer. Mir war das recht. Die Wege waren wohl zu weit ab vom Schuß. Dabei hatten die wirklich schöne Kurven zu bieten.


Die alten Niedersachsenhäuser hatten ihre ganz eigene Faszination.



In der Region gab es auch diverse halbe Rundlings-Dörfer. Eines davon besuchte ich. Es war eine Sackgasse für motorisierte Fahrzeuge, und bis auf drei neugierige Hausfrauen und die beiden Dorfköter regte sich keine Nase. Dann kam Regung in die Szene: ein Schaf büxte aus und die drei Hausfrauen hatten ihre liebe Mühe, das Tier zurück in sein Stück Wiese zu treiben. Die beiden Hunde ließen sich derweilen von mir den Kopf kraulen und quittierten die Bemühungen der Frauen mit einem herzhaften Gähnen.



Ein halber Rundling ...




Nachdem ich durch meine faszinierte Herumgurkerei teilweise völlig die Orientierung verloren hatte, fuhr ich einfach in Richtung Bergen an der Dumme. Es ging durch ausgedehnte Waldstrecken.

Bis hier gut gemeistert. Zeit für eine Pause, einen großen Schluck aus der Wasserflasche und einen Biß in das Obst - und den Blick in die Karte: wo bin ich???


Dann wurden die Straßen auch schlechter - hier war der Aufbau Ost noch nicht angekommen. In den kleinen Ortschaften regierte Meister Kopfstein. Auch Flickwerk war normal. Und vereinzelt auch ziemlich verfallene Gebäude. Teilweise gab es nur die alten steinernen Hinweise:






Und immer wieder: Alleen


Und entlang der Landesgrenzen Hinweise



Hinter dieser Kurve geht es zurück in Richtung Bergen/Dumme - meidet diese Straße, es sei denn, ihr habt gute Reifen, gute Stoßdämpfer und keine Rückenprobleme ... weicht lieber auf die B71 und B248 aus; dieses Kopfsteinrelikt ist bei Regen lebensgefährlich
 
Der Harper Mühlenbach, in dessen Mitte bis 1989 der Grenzverlauf lag

Teilweise waren weitere Relikte aus der DDR-Zeit in den Dörfern zu finden - noch stehen die Außenmauern der Betongebäude. Die Fenster zerschlagen, wie überall ... und die Gebäude mehr oder weniger im Verfallszustand. Hier hausten jetzt andere Lebewesen - ich fand auf dem Weg Gewölle, also unverdaute Nahrungsreste von Eulen oder Greifvögeln. Beruhigend, wie sich die Natur zurückerobert, was der Mensch nicht mehr bewohnt.




In den grenznahen Dörfern fand ich auch solche Relikte:



Im Ort Gladdenstedt:













Ich fuhr über Ehra-Lessin nach Weyhausen/Wolfsburg, bog ab in Richtung Meine bei Gifhorn. Die Einflugschneise der Wolfsburg-Stämmigen war nicht schön zu fahren. Viele große Fahrzeuge, die sich nicht im geringsten um die Geschwindigkeitsschilder kümmerten und mich manchmal wirklich in Bedrängnis brauchten. Seitenabstände wurden nicht ausreichend eingehalten, sehr dicht wieder eingeschert und noch andere unschöne Fahrweisen. Von mir aus könnte da gern öfter kontrolliert werden, dort am VW-Versuchsgelände. Der Unterschied zum gemütlich lässigen Wendland und der PS-orientierten VW-Region konnte nicht drastischer sein.

Über kleinere Nebenwege kam ich dann in meine Heimatregion.

Diese schöne Rücktour-Strecke werde ich demnächst noch einmal fahren. Es gibt noch viel mehr von der Region zu entdecken.

Hier mal ein GROBER Überblick - an all die kleinen Straßen, die ich nebenbei so entdeckt hatte, wo ich dann umgedreht bin und noch einmal hingetuckert für ein Foto, an all diese kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern.
Oder will es nicht - sucht es euch aus ;-)



Empfehlen kann ich auf jeden Fall die Wendland-Region. Besonders die Rundlingsdörfer. Demnächst findet dort die Kulturelle Landpartie statt. 10.-21. Mai 2018
Die meisten Quartiere sind jetzt schon ausgebucht. Aber für einen Tagesbesucher dürfte das kein Problem sein.

Fazit:
Tourenempfehlung für das Wendland! Allerdings ist das nichts für Kurvenkratzer oder diejenigen, die gerne zügig unterwegs sind. 

Um mit der Bevölkerung in Kontakt zu kommen, braucht es Geduld. Die Wendländer sind ein eigenes Völkchen. Sehr grün ist es dort, nicht nur in der Landschaft. Sie sind rebellisch, die Bewohner. Wohl auch gezwungen dazu - wer hat schon gerne die Brennstäbe im Nachbardorf herumliegen. Das Atomklo der Nation sind wir nicht, las ich an eine Wand gesprüht. Wer die Rundlinge besucht, sollte diese andere Geschichte nicht verdrängen! Sie begegnet einem auf Schritt und Tritt in Form von Parolen, oder als Schablonen-Bilder auf Ortsschildern gesprüht.

Und häufig "Zutritt verboten - Privat!" Schilder bei den Grundstücken. Aber wer weiß, wie ich wäre, wenn mir dort tagtäglich neugierige Touristen im Garten herumlatschen, und mir naive Fragen in bezug auf "...waren Sie denn dabei beim letzten Castor-Protest?" stellen würden ... Das ist jetzt nicht ausgedacht von mir - ein Vorteil des Alleinreisenden. Man setzt sich an meinen Tisch, und spricht ungeniert untereinander weiter. Und dann war da noch der alte, schwerhörige Herr, der mich nach meinem Wohnort fragte - und dann mit der Geschichte kam: da war doch ein Pastor, der seine Frau ermordet hatte - aber der Indizienbeweis mit den Ameisen an seinem Stiefel wäre doch Humbug - wo es alle zehn Meter ein Ameisenvolk gebe ...

Pastor Geyer 
Die Geschichte ist 21 Jahre her, aber der alte Herr da bei mir am Tisch erzählte, als wäre das gestern gewesen ... kein Wunder, das ich mich daran nicht erinnere - da wohnte ich noch gar nicht dort in der Region.


Manchmal hätte ich gerne ein Diktiergerät dabei, um die skurilen Unterhaltungen später detaillierter wiedergeben zu können.


Die Cafés bieten im übrigen sehr genialen Kuchen ...

Buchweizen-Eierlikör-Torte im Rundlingsdorf Satemin; Tour vom 6.5.2018



Satemin - ein sehr großer und vollständig erhaltener Rundling; hier ist viel Betrieb. Rundlinge gibt es in den Ortschaften drumherum noch weitere - Satemin ist das größte und somit nicht mehr so verschlafen und lässig, wie ich es mag.

Ein Nachtrag zu Teil Zwei:



Hier bin ich auf einer 230 Kilometer Tour am 6.5. hingefahren. Extra für dieses Foto. Blogger halt ... ;-).

Nachtrag zu den Fotos: manchmal hat Ellie eine gelbe Packtasche, und manchmal nicht. Das liegt daran, dass ich die Fotos von der Tour vom 6.5. mit eingebunden habe. Ich war zu faul, nochmal mit dem selben Blogtitel/-Post zum gleichen Landkreis zu schreiben. So geht's ja auch!