Kurzfristig ergab sich ein Treffen mit lieben Bekannten, die ich seit einem Jahr nicht gesehen und gesprochen hatte. Da die Unterkunft der Jungs kein Essen anbot wegen des Vor-Feiertages, organisierte ich schnell eine Alternative. Dann fuhr ich zur Pension und begrüßte den Oldie der Truppe, der sich bereiterklärt hatte, auf mich zu warten.
Was für ein Bild: die Kreidler neben dem großen Flaggschiff!
Dann trafen die anderen ein. Sie hatten noch Getränke für später besorgt, denn die Gaststättenbar war auch geschlossen. Die Begrüßung fiel herzlich aus. Dann ging es los, ich vorne weg. Ich hatte ihnen zwar angeboten, dass ich CRümel stehen lasse und bei einem mitfahre, aber sie wollten nicht: ich sollte voran fahren! Die drei Kilometer bis zum Futtertrog waren ein Erlebnis! Das Motörchen vom CRümel war nicht hörbar für mich ...
Kulinarisch beim Restaurant "Helena" in Abbenrode gut versorgt, zog sich der Abend noch lange hin.
Die Abfahrt vor dem Restaurant sah sicher lustig aus: die kleine Kreidler vorneweg, und im Schlepptau die VN's, die Indian, und die Zett vom Zettfahrer als Schlußlicht.
Auf der Rückfahrt zur Pension hupte es plötzlich laut und häufig hinter mir. Meine Hecktasche hatte sich selbständig gemacht! Ich hatte wohl den Rundum-Reißverschluß von der Bodenplatte nicht richtig zugemacht. Dem Inhalt (Digicam, Handy) war nichts passiert - ein Glück! Und es war auch keiner über die Tasche drüber gefahren.
Onkel Uwe packt nur noch schnell die Getränke aus, dann hockten wir uns in den Windschatten vor die Pension. Und klönten bis weit nach Mitternacht. Viele Themen wurden bequatscht, und viel und herzlich gelacht! Das war mal wieder ein toller Treff gewesen.
Auf der Rückfahrt nach Hause setzte ein feiner Regen ein, der mir die Sicht nahm. Streulicht, ihr kennt das. Zum Glück für mich waren kaum andere Verkehrsteilnehmer unterwegs. Die waren wohl auf den Mai-Tanzfeiern! Eine kleine Baustelle umfuhr ich einfach über den Fußweg - wo kein Kläger ...
Das war ein schöner Abend gewesen. Das Süd-Chapter der Grenzadler Thüringen ist eine echt nette Truppe, die mich noch nicht vergessen hat. Auch wenn ich nicht mehr bei den Vulcis bin.
Himmelfahrt. Treffen-Zeit. Wir Leute von den Motorradfreunden Wasserleben richten jedes Jahr um diese Zeit ein viertägiges Treffen aus. Dieses Jahr hatten wir einen neuen Platz, den Sportplatz. Mit Duschen, festen WC's, einem großen Zelt (Leihgabe Sportverein) und rustikalen Sitzmöglichkeiten. Ein Mitglied unserer Truppe hatte extra für diesen Anlaß eine Feuerwanne geschweißt:
Dieses Jahr kamen viele hundert Menschen und feierten mit uns. Dreieinhalb Tage lang. Das Orgateam, zu dem ich auch gehöre, war also stark gefordert: Würstchen und Steaks grillen, Pommes frittieren, Krautsalat raspeln, Knobiquark manschen, Zwiebeln schneiden und braten, Getränke ausschenken, Duschhaus 3x am Tag säubern, hunderte Liter Kaffee kochen, Frühstück bauen u.v.m.
Ich für meinen Teil habe jetzt erstmal lange Zeit keine Meinung mehr auf Fleisch. Wenn man sieben Stunden am Stück am Grill steht und brät, vergeht einem wirklich das Interesse an Fleischlichem!
Der Pool rollt an! Die Kinder waren aus dem Häuschen vor Freude. Der eine und andere Erwachsene nutzte später ebenfalls die Gelegenheit. In voller Montur. Trocknet ja schnell wieder ...
Viele Gäste blieben länger als sie geplant hatten. Ihnen gefiel der Platz, die Sanitärmöglichkeiten, das Getränke- und das Essenangebot ebenfalls.
Ich schlief zuhause, weil ich da am besten schlafen konnte - und reiste tags drauf erst mit CRümel und die nächsten Tage mit Ellie an.
Es blieb nicht viel Zeit, sich mit den Gästen zu unterhalten. Ich hoffe, dass sie das nicht übel nahmen.
Eine starke Erfahrung war es, Sonntag morgen um 7 Uhr auf dem Motorrad zu sitzen, todmüde - zu müde zum Autofahren! - und über die B79 bis nach Hessen zu fahren. Traumhafte frische Morgenluft die einen wacher macht als das langweilige Hinkutschieren mit dem Auto, Mohnblumen knallrot am Wegrand und kein erwähnenswerter PKW Verkehr. In Hessen schlug ich mich durch die Baustelle, indem ich über den Fußweg fuhr.
Die Hitze am Sonntag war übel. Es war der Aufräumtag. HölleHölleHölle! Selbst gegen 15 Uhr war es noch unerträglich. Als so gut wie alles aufgeräumt war, machte ich so schnell ich konnte, um nach Hause ins Kühle zu kommen.
Die nächsten zwei Tage hatte ich noch Erholungsurlaub. Und, hey, das war auch nötig!
Gestern nach 19 Uhr folgte dann eine Abendrunde, die ich genießen konnte!
In den Dörfern war kein Mensch auf der Straße. Nur einige Dorfkatzen lungerten im Schatten herum. Kaum ein anderes Fahrzeug war außer mir unterwegs. Oberhalb von Groß Vahlberg hopste wieder der Rehbock über die Straße. Dem bin ich da schon mehrfach begegnet. Dieses Mal hätte ihn fast ein PKW erwischt. Beim letzten Mal sah ich gerade noch seinen Kopf, der aus dem Kornfeld ragte. Und ich bremste ab - was gut war, denn das dusslige Viech querte gleich darauf die Straße.
Auf meiner Abendrunde gestern zählte ich viele Feldhasen, deren Ohren in der untergehenden Sonne leuchteten.
Ellie zu fahren ist wieder gewohnter. Am Gasgriff gedreht, passiert auch wirklich etwas. Als ich mich an das Gewicht der Maschine gewöhnt hatte, konnte ich die Kurven auch wieder flüssiger nehmen. Ellie muß ich drücken. CRümel kann ich mit einem Vorschieben meiner Schulter lenken!
Ellie hat jetzt über 76.000 Kilometer runter. Ende Juni kommt die große Inspektion. Wird Zeit!