Dieses Jahr kamen viele hundert Menschen und feierten mit uns. Dreieinhalb Tage lang. Das Orgateam, zu dem ich auch gehöre, war also stark gefordert: Würstchen und Steaks grillen, Pommes frittieren, Krautsalat raspeln, Knobiquark manschen, Zwiebeln schneiden und braten, Getränke ausschenken, Duschhaus 3x am Tag säubern, hunderte Liter Kaffee kochen, Frühstück bauen u.v.m.
Ich für meinen Teil habe jetzt erstmal lange Zeit keine Meinung mehr auf Fleisch. Wenn man sieben Stunden am Stück am Grill steht und brät, vergeht einem wirklich das Interesse an Fleischlichem!
Der Pool rollt an! Die Kinder waren aus dem Häuschen vor Freude. Der eine und andere Erwachsene nutzte später ebenfalls die Gelegenheit. In voller Montur. Trocknet ja schnell wieder ...
Viele Gäste blieben länger als sie geplant hatten. Ihnen gefiel der Platz, die Sanitärmöglichkeiten, das Getränke- und das Essenangebot ebenfalls.
Ich schlief zuhause, weil ich da am besten schlafen konnte - und reiste tags drauf erst mit CRümel und die nächsten Tage mit Ellie an.
Es blieb nicht viel Zeit, sich mit den Gästen zu unterhalten. Ich hoffe, dass sie das nicht übel nahmen.
Eine starke Erfahrung war es, Sonntag morgen um 7 Uhr auf dem Motorrad zu sitzen, todmüde - zu müde zum Autofahren! - und über die B79 bis nach Hessen zu fahren. Traumhafte frische Morgenluft die einen wacher macht als das langweilige Hinkutschieren mit dem Auto, Mohnblumen knallrot am Wegrand und kein erwähnenswerter PKW Verkehr. In Hessen schlug ich mich durch die Baustelle, indem ich über den Fußweg fuhr.
Die Hitze am Sonntag war übel. Es war der Aufräumtag. HölleHölleHölle! Selbst gegen 15 Uhr war es noch unerträglich. Als so gut wie alles aufgeräumt war, machte ich so schnell ich konnte, um nach Hause ins Kühle zu kommen.
Die nächsten zwei Tage hatte ich noch Erholungsurlaub. Und, hey, das war auch nötig!
Gestern nach 19 Uhr folgte dann eine Abendrunde, die ich genießen konnte!
In den Dörfern war kein Mensch auf der Straße. Nur einige Dorfkatzen lungerten im Schatten herum. Kaum ein anderes Fahrzeug war außer mir unterwegs. Oberhalb von Groß Vahlberg hopste wieder der Rehbock über die Straße. Dem bin ich da schon mehrfach begegnet. Dieses Mal hätte ihn fast ein PKW erwischt. Beim letzten Mal sah ich gerade noch seinen Kopf, der aus dem Kornfeld ragte. Und ich bremste ab - was gut war, denn das dusslige Viech querte gleich darauf die Straße.
Auf meiner Abendrunde gestern zählte ich viele Feldhasen, deren Ohren in der untergehenden Sonne leuchteten.
Ellie zu fahren ist wieder gewohnter. Am Gasgriff gedreht, passiert auch wirklich etwas. Als ich mich an das Gewicht der Maschine gewöhnt hatte, konnte ich die Kurven auch wieder flüssiger nehmen. Ellie muß ich drücken. CRümel kann ich mit einem Vorschieben meiner Schulter lenken!
Ellie hat jetzt über 76.000 Kilometer runter. Ende Juni kommt die große Inspektion. Wird Zeit!






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