Sonntag. Viel zu früh wach geworden, um halb sieben ... und weil mir nichts besseres einfiel, ging ich erstmal runter in die Garage - Ellie putzen. Schönster Sonnenschein. Kaum war ich nach einer Stunde fertig, zogen dicke Wolken auf, und es fing an zu nieseln.
Okay, Ellie war schick und sicher in der trockenen Garage.
Erstmal frühstücken ... gegen halb neun kam dann wieder Sonne raus. Kurz entschlossen wollte ich nun doch fahren. Erstmal nach Wolfenbüttel, zur Gemeinde. Es war kühl und windig. Da ich mich aber für die Tour in meine "Winterkombi" gekleidet hatte, ging es trotz T-Shirt gut mit dem Fahrtwind.
Die Ganzjahrhose von Polo (Cordura) paßt mir einfach besser im Bund. Außerdem ist die Büx hinten hoch geschnitten, und somit erspare ich mir den Nierengurt. Der drückte mich so, momentan mag ich das (Frauenkrambedingt) am Bauch gerade nicht haben ...
Die anfängliche Tour nach Wolfenbüttel zum "Warmwerden" mit dem Fahrgefühl lief dann auch gut. Da am heutigen Tag 15 Konfirmanden eingesegnet wurden, und die Kirche mit der Verwandtschaft gerammelt voll war, entschloß ich mich dann doch weiterzufahren ... war mir zuviel los da ...
So fuhr ich erst einmal die Hausrunde, nach Hornburg, und später weiter durch den Osten nach Vienenburg. Die Luft war klar, die Fernsicht überirdisch. Der Wind frischte auf, und brachte vom Harz Regenwolken. Ich konnte gut beobachten, dass ich genau in ein Regengebiet reinfuhr. Kurz vor Vienenburg dröppelte es schon, und ich bog vor der Autobahnunterführung links ab, in einen Feldweg rein.
Ellie sicher und trocken abgestellt, pirsche ich mich vorsichtig durchs Gebüsch und gucke mir das Wasser der Stimmecke an ...
Das Flüsschen "Stimmecke"
Böse giftige Pflanze Riesen-Bärenklau; gibt hässliche Verätzungen ...
SEHR böse Pflanze, NICHT ANGRABBELN !
SEHR böse Pflanze, NICHT ANGRABBELN !
Der Regenschauer dauerte aber nicht lange, die Sonne kam durch, und ich fuhr den Feldweg neugierig weiter hoch.
Rast unter einem Baum auf einer so genannten "Hofstelle"
Der Feldweg; nichts für hektische Bewegungen und überhaupt GAR NICHTS für allein reisende Ellie und Heike ... also vorsichtig umgedreht und zurück ... im Nachhinein auf der Karte geschaut, hätte ich bei Weiterfahrt den nächsten Ort Lochtum erreichen können; aber mir war nicht nach Straßenabenteuern mit Schlaglöchern und Rollsplit ...
Ich drehte also und tuckerte schweißübertrömt zurück auf die Straße nach Vienenburg.
An der Eisdiele waren sogar einige Motorräder. Ellie parkte ich ziemlich weit am Ende des Parkplatzes, weil viel Dosenblech den Weg versperrte.
Die anderen Biker - meist grauhaarige Mitsechziger - guckten, grüßten aber nicht. Nur einer knurrte in meine Richtung.
Hm - was denen wohl über die Laune gehagelt war? Ob es an den Maschinen lag? Fette Teile, die mir nach Gold Wing aussahen, aber außer Krach irgendwie nichts schönes zu bieten hatten ...
Ich genehmigte mir einen Latte Macciato. Warmes Getränk - wichtig für den Energiehaushalt bei mir.
Gemütlich ging es dann zurück, über Stötterlingen, Richtung Osterwiek. Das Wetter war genial. Was für ein klares Licht, Sonne, angenehmer Wind, beste 22° und kein Regen mehr. Meine Fotoaugen strahlten mit der Kamera um die Wette - soviele gute Motive, aber ich wollte nicht ständig anhalten. So speicherte ich mir die Ausblicke im Herzen. Eine Zeitlang genoß ich die volle Fahrt bei offenem Visier (und handelte mir gleich wieder eine Bindehautreizung ein, was ich zwei Tage später bemerkte ... ich sollte daraus wirklich mal lernen ...).
Ich fuhr durch Osterwiek, wo gerade ein "Scheunenfest" im Gange war. Dutzende Menschen säumten die Brücke am Ortseingang, schlenderten trotz Straßenverkehr über die Bahn ... ich schlängelte mich im Schritttempo durch die Menschen ... sie starrten alle auf das Wasser, wo ich bunte Bälle auf dem Fluß wahrnahm. Wohl so eine Art "Entenrennen", vermutete ich mal. Erst wollte ich anhalten, aber dann entschloß ich mich doch auf die Weiterfahrt. Zu schönes Wetter, ich wollte Kilometer tuckern.
Meine Fahrtroute ging über Deersheim, an der alten Abtei vorbei, nach Hessen, und dann ein Stück die B79 längs, nach Mattierzoll.
Heute lief es gut, ich kam auf 90 - 100 km/h. Die Windböen waren aber nicht ohne, ich wollte kein Risiko eingehen. Mein Fahrstil war heute ebenfalls gut, ich war ruhig und entspannt. Es ist doch etwas anderes für mich, wenn ich allein unterwegs bin. So ein psychisches Ding. Ich behindere höchstens die Blechdosen, und DIE sind mir ehrlich gesagt wurscht gewesen ...
Bei Winningstedt fuhr ich rechts ab, und über sanfte Hügel und schöne Anfängerkurven ging es weiter. Über den Großen Bruch.
Dort pausierte ich - erstens drückte die Blase, und zweitens war es eine so tolle Fotogelegenheit ...
Kirschbaum-Allee; die heruntergewehten halbreifen Früchte machen die Fahrbahn glitschig und unberechenbar ...
Das Foto drückt am besten den Begriff "Freiheit" aus - auf einer Tour gemütlich beim Mopped stehen, und die Landschaft und die Gerüche in sich aufnehmen ...
Blick auf Gevensleben
Ich stand also da, trank aus meiner Tourenpulle Apfelschorle, ließ mir den Wind um die verzausten Haare wehen - und genoß den Nachmittag aus allen Knopflöchern.
Weiter ging es, in ein Örtchen namens Beierstedt.
Ein Stück die Dorfstraße hoch, fuhr ich dann Richtung Jerxheim. Hügellandschaft, schöne sanfte Kurven und wieder einmal ein umwerfender Rundumblick ins Gelände. Absolut fantastischer Tag, absolut gelungene Tour bis hierher! Um Jerxheim ging es dann herum, zurück über den Heeseberg und dann nach Ingeleben abgebogen. Auf einer Anhöhe eine erneute Augen-Herz- und Fotopause.
Weiter ging es, in ein Örtchen namens Beierstedt.
Ein Stück die Dorfstraße hoch, fuhr ich dann Richtung Jerxheim. Hügellandschaft, schöne sanfte Kurven und wieder einmal ein umwerfender Rundumblick ins Gelände. Absolut fantastischer Tag, absolut gelungene Tour bis hierher! Um Jerxheim ging es dann herum, zurück über den Heeseberg und dann nach Ingeleben abgebogen. Auf einer Anhöhe eine erneute Augen-Herz- und Fotopause.
Ellie guckt zum Elm, links im Bild Ingeleben
Elm am Horizont - und WAS für ein Wolkenhimmel ...
Blick zurück zum Harz; ui ui da über dem Brocken braut sich mal wieder was zusammen
Auch die kleine Landstraße nach Ingeleben, südlich am Elmrand gelegen, bot einiges an Kürvchen. Ich fuhr ein Stück weit auf der B82 weiter, bis nach Schöningen. Mir begegneten jetzt relativ viele andere Motorradfahrer, etliche Oldtimer-Maschinen darunter, die mit viel Gedröne und blauen Dunstwolken an mir vorbei preschten - ab in den Elm.
Nein danke - nichts für Ellie und mich heute ...
Wir fuhren über Esbeck, Kißleberfeld und Wolsdorf am Elm vorbei. Schöner Blick links, der Elm. Schöner Blick rechts, der Wachtberg. Ein Stück weiter dann Frellstedt, Süpplingen und Süpplingenburg, einen Schlenker nach Groß Steinum, und weiter über Rottorf nach Königslutter.
Weiter ging es über den Rieseberg nach Lauingen. Schöne Strecke, leider wird der hübsche Weg durch den Wald von vielen Idioten genommen, die sich den Weg zur B1 abkürzen und über die Straße kacheln, als wäre ihnen der Teufel im Genick.
Ich fuhr dann über Destedt und Hemkenrode nach Veltheim (Ohe).
Obwohl das Rittergut für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist, konnte ich einige gute Bilder machen. Von außen sah es zumindest sehr idyllisch aus.
Der Hof mit den Wirtschaftsgebäuden wird von einer Tischlerei genutzt. Das Gelände ist sehr weitläufig und wer schöne Fotos im Detail machen möchte, kommt hier trotz Einschränkung voll auf seine Kosten!
Ein Weg führt um den Gutsgarten herum, den ich aber nicht nutzte. So gut eignen sich die Motorradstiefel dafür nicht. Ich trug heute das erste Mal meine neuen Daytona-Botten, und die waren doch recht steif und unbequem für längere Spaziergänge. Ich hoffe, das Leder wird noch etwas angenehmer.
Gegen 19 Uhr fuhren Ellie und ich dann wieder vor der Heimatgarage vor. Ein wirklich schöner Tourentag war zuende.
Die Tour:
Leider ist der Scan der Karte jedesmal wieder so mies, das ich sie lieber abfotografiere ... und in Originalgröße poste - sonst sieht man total nix!
Fazit:
Kreuz und quer gefahren, ganz viel Augenkino gehabt, und die innere Stimmung war allerbestens gewesen. Mal wieder eine Alleinfahrtour. Hat gut getan! Am Ende der Tour waren knapp 180 km auf dem Tageskilometerzähler.
Wow - angefangen hatte ich am 1.2. mit 16.469,8 km auf dem Kilometerzähler, und nun sind es schon 19.700irgendwas.
Ich taste mich so ran, an die Kilometerleistung und Fahrerfahrung der Saison 2013 :-).
Nein danke - nichts für Ellie und mich heute ...
Wir fuhren über Esbeck, Kißleberfeld und Wolsdorf am Elm vorbei. Schöner Blick links, der Elm. Schöner Blick rechts, der Wachtberg. Ein Stück weiter dann Frellstedt, Süpplingen und Süpplingenburg, einen Schlenker nach Groß Steinum, und weiter über Rottorf nach Königslutter.
Weiter ging es über den Rieseberg nach Lauingen. Schöne Strecke, leider wird der hübsche Weg durch den Wald von vielen Idioten genommen, die sich den Weg zur B1 abkürzen und über die Straße kacheln, als wäre ihnen der Teufel im Genick.
Ich fuhr dann über Destedt und Hemkenrode nach Veltheim (Ohe).
Ortseingang Veltheim
Rittergut Veltheim; in Privatbesitz
Ich pirschte mich mit der Kamera so weit heran, wie es vertretbar war, ohne die Privatsphäre der Bewohner zu verletzen ...
Ellie parkt derweil geduldig an den Wirtschaftsgebäuden vor dem hinteren Gutseingang
Vordereingang - Privat
Vordereingang - Privat
Obwohl das Rittergut für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist, konnte ich einige gute Bilder machen. Von außen sah es zumindest sehr idyllisch aus.
Der Hof mit den Wirtschaftsgebäuden wird von einer Tischlerei genutzt. Das Gelände ist sehr weitläufig und wer schöne Fotos im Detail machen möchte, kommt hier trotz Einschränkung voll auf seine Kosten!
Ein Weg führt um den Gutsgarten herum, den ich aber nicht nutzte. So gut eignen sich die Motorradstiefel dafür nicht. Ich trug heute das erste Mal meine neuen Daytona-Botten, und die waren doch recht steif und unbequem für längere Spaziergänge. Ich hoffe, das Leder wird noch etwas angenehmer.
Gegen 19 Uhr fuhren Ellie und ich dann wieder vor der Heimatgarage vor. Ein wirklich schöner Tourentag war zuende.
Die Tour:
Leider ist der Scan der Karte jedesmal wieder so mies, das ich sie lieber abfotografiere ... und in Originalgröße poste - sonst sieht man total nix!
Fazit:
Kreuz und quer gefahren, ganz viel Augenkino gehabt, und die innere Stimmung war allerbestens gewesen. Mal wieder eine Alleinfahrtour. Hat gut getan! Am Ende der Tour waren knapp 180 km auf dem Tageskilometerzähler.
Wow - angefangen hatte ich am 1.2. mit 16.469,8 km auf dem Kilometerzähler, und nun sind es schon 19.700irgendwas.
Ich taste mich so ran, an die Kilometerleistung und Fahrerfahrung der Saison 2013 :-).





