Ellie und ich

Ellie und ich

Mittwoch, 5. Juni 2013

4. Juni 2013 - kleine Abendrunde um den Elm

4.6.

Wetter endlich frühsommerlich gut, und ich machte mich um 17.30 Uhr mit Ellie auf den Weg. Kleine Abendrunde war angedacht. Diesmal wollte ich mich um den Elm wagen. Unbekannte kleine Straßen und Dörfer erleben.

Zunächst ging zur LEO-Tankstelle. Feierabendchaos mit sehr betagten Blechdosen-Fahrern, wo ich zusah, da wegzukommen. Der eine Fahrer war so tadderig, der zitterte sogar beim Sitzen. Sein Beifahrer war noch klapperiger, was ich an der Sitzhaltung erahnen konnte. Ich möchte solchen Personen nicht auf der Straße begegnen ... manche wissen eben nicht, wann es genug ist ...

Ich fuhr über die bekannte Landstraße nach Sickte. Weiter ging es im Feierabendverkehr mit Sonne und ungeduldigen Blechdosen Richtung Schöppenstedt. Ich winkte die Drängler vorbei, und genoß die Fahrt trotzdem.
Links von mir lag der Elm, und ich hörte andere Motorradfahrer dort längsjaulen. Auf Kurvenhatz, und zum Posen beim Tetzelstein. Nein danke, nichts für mich heute abend ...

Hinter Evessen bog ich links ab, nach Ampleben. Herrliche Hügellandschaft hinter mir, und nur noch ganz selten ein Auto auf der kleinen Straße. Niedliches Dörfchen mit alten Häusern. Gemütlich tuckerte ich durch den Ort und bog nach Sambleben ab.

Ich fuhr entspannt und saugte die unbekannte Gegend in mich auf. Im nächsten Örtchen mit Namen Sambleben machte ich eine "Augenpause" ...


Sambleben Ortseingang - Ich übe mal wieder parken ...



Kirche in Sambleben


Weingut in Sambleben







Weiter ging es - geradeaus, über den Hohberg nach Eitzum. Auch hier wieder - überall Fachwerk und meist sehr alte Häuslein, nett zurecht gemacht. Viel Felderwirtschaft - meist Raps - wo noch ein wenig gelb zu sehen war. Diese kleine Straße durch den Elmrand fuhr kaum ein Auto, dafür kamen mir öfter andere Motorradfahrer entgegen. Alles Sportler, die sicher ihre Abendrunden im Elm abfuhren. Die kleine Straße durch den Elmrand war nicht gut in Schuß, viele Riefen im Asphalt. Und zur Seite hin kippte der Belag unschön weg ... da hatte die Sanierung nicht viel gebracht.
Ich blieb gemütlich, und wenn ein Auto ankam, blinkte ich rechts und sie fuhren vorbei.

Mich führte es dann weiter nach Räbke. Am Freibad längs - hier waren nur ganz wenige Autos auf dem Parkplatz. Letztes Jahr war ich da noch häufiger zum Baden gewesen, aber seitdem meine Freundin westlich von Hildesheim lebt, bin ich gar nicht mehr in der Gegend unterwegs. 

Wieder eine kleine Augenpause, am Ortsausgang von Räbke...






Alte Häuser, kleine Gassen und Kopfsteinpflaster - Räbke Ostseite







Ellie blickt schon in die Ferne ... parken üben die zweite 

Es ging dann gemütlich über die Landstraße Richtung Frellstedt weiter. Ein grandioser Wolkenhimmel und ein herrliches Licht begleiteten mich. Ich genoß diese kleine ruhige Tour sehr, denn viel zu lange war das miese Wetter einem auf der Seele gelegen!

In Frellstedt gab es wenig zu sehen, ich fuhr links ab nach Süpplingen. Hinter mir heizten drei Mofajugendliche durch den Ort, und ein MZ-Fahrer mit einer orangefarbenen Maschine kam ebenfalls angequält. An der Bahnstrecke war die Schranke herunter, und so hatte ich Gelegenheit, die MZ zu begucken. Als es weiterging, winkte ich den Jugendlichen vorbei - er dankte, und rief mir zu: "Ich muß aber links ab!"
Auf meiner weiteren Strecke begegneten wir uns noch viermal, und jedesmal winkte er mir fröhlich zu.

Schöne Begegnung :-)!

Am Ortsausgang Süpplingen fand ich am Dach einer Scheune noch etwas für die Augen ...





Auch hier konnte ich wieder einmal parken üben - für das Foto stellte ich Ellie strategisch günstig, was beim Ausparken wieder einmal zu Schweißausbrüchen führte. Na, ich werde das sicher am Ende der Saison gelernt haben ;-).

Der darauf folgende kleine Ort Süpplingenburg bot mir eine erneute Begegnung mit dem MZ-Fahrer, zeigte einige überschwemmte Schunterwiesen, und war ansonsten nur Durchfahrtsmöglichkeit. Ich fuhr weiter über eine menschenleere Landstraße Richtung Groß Steinum, hatte links den Blick auf den Elm und rechter Hand zeigte sich der Heineberg beziehungsweise der Fuchsberg. Hier war ich letzte Saison schon einmal gefahren.

Da die Straßen leer waren, übte ich mal mit 30-40 km/h "wedeln" zwischen den weißen Strichen auf der Straße. Wie in der Fahrschule bei der Hütchenfahrt: der dritte Streifen wurde "weggekickt". Da mußte ich dann doch grinsen. Manche Fahrmängel begleiten einen länger, als man dachte!
Auch eine Gefahrbremsung plus Ausweichen übte ich mal wieder.

In Groß Steinum ging es ganz gemütlich über die frische Teerflickenstraße Richtung Schickelsheim.

Gegen 21 Uhr fuhr ich dann mit dem letzten Tageslicht wieder in Richtung Heimat. Um die Uhrzeit waren unglaublich viele Insekten unterwegs, und als ich Ellie in der Garage parkte, war mein Visier ein Fliegengrab. Von Ellie mal ganz abgesehen - aber da kümmere ich mich morgen drum!
Ellie hatte 80 km auf dem Streckenzähler. Ich war zwei Stunden unterwegs gewesen, und hatte trotz gemütlichem Fahrstil eine Menge gesehen.

Die Tour:

Die roten Pfeile bedeuten "Augenpause" / Fotostopp
Die mintgrüne Linie ist die Tourrunde - klickt auf das Bild, dann wird es deutlicher



Fazit:
Auch eine kleine Runde kann Fahrpraxis bringen. Ich bin zwar heute nie schneller als 80 km/h gefahren, und wenn es ging, auch deutlich langsamer - aber wen schert das. Wenn ich allein unterwegs bin, weiß ich vorher nie, wie ich drauf bin. Manchmal ist mir nach schnellerer Fahrt, aber oft ist es so wie heute: ich möchte genießen, ich möchte Augenpausen einlegen, und ich möchte Fahren üben. Jeder Kilometer zählt.

4 Kommentare:

  1. Ha..da hätten wir uns eigentlich begegnen müssen.. war gestern mit nem alten Bekannten (und dem seine orangene Harley) unterwegs :)
    Und in Eitzum haben wir geschmaust, ehe es über die Dörfer weiterging.

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  2. Eitzum bei Alfeld? Das ist aber weit weg :-)
    Da wären wir uns nicht begegnet - ich war Höhe Eilum ... naja, klingt ja auch so ähnlich - hihihi

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  3. Eitzum bei Schöppenstedt...(38170 Schöppenstedt/Eitzum).. genauergenommen: Watzumer Häusschen

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  4. Sehr schön, wie Du dein Mopped wie zufällig in das Motiv einarbeitest.Ich mag besonders den Blick in die Ferne.

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