Ellie und ich

Ellie und ich

Montag, 8. Februar 2016

Ein Besuch bei Obelix

Sonnabend, 6.2.2016

Saisonkennzeichler müssen geweint haben an diesem Wochenende.

Temperaturen bei 13 Grad, die ersten Frühlingsboten in den Gärten, dazu ein Wetterchen mit Sonne und seidenweicher Luft ... ach ja ...

Am Samstag tourte ich nach dem Einkauf (am Wochenende, ich hasse es ...) zur Entspannung eine Runde. Erstmal zum tanken.

Dann ging es gemütlich Richtung Harz. Bei den Motorradfreunden Iberg war Winterparty. Ich griff mir einen Kaffee und eine Schale heiße Suppe ab, lauschte den trägen Gesprächen und hing meinen Gedanken nach. Nach einer halben Stunde passierte auch nicht mehr, und ich wollte mein Tageslicht nicht weiter vertrödeln. Also weiter. Die Straßen waren sauber, kaum noch Rollsplit oder Ackerboden-Schmiere. Ich sah wieder viele Raubvögel, und vereinzelt ganze Horden von Rehwild, weit ab von der Straße mitten auf den Feldern.

Ich fuhr am Harzrand entlang, über Ilsenburg, am Kloster Drübeck vorbei, durch Wernigerode, verfuhr mich dort nur ein klein wenig, und es ging weiter Richtung Benzingerode und Heimburg. Auf der alten B6. Direkt neben der neuen Harzautobahn.

Ein kleiner Kolonnenweg lockte mich. Da ich in der falschen Richtung unterwegs war, fuhr ich rechts ran, wartete den geringen Reiseverkehr ab, und fuhr zurück. Ein Weilchen tuckerte ich über die Betonstreifen. Der Graben neben der Fahrspur gurgelte und gluckste prall gefüllt vor sich hin.
Erst fuhr ich vor einem schmalen Brückenübergang nach rechts ab.
P-Pause ...



Direkt in den Feldern, kein Touri, und vor uns braust der Verkehr über die Autobahn ...

Im Hintergrund gut zu erkennen: die Harzautobahn ...

Dann fuhr ich zurück. Ich wollte wissen, was über der Brücke war ... zwei Radfahrer begegneten mir. Da kein Durchfahrt verboten Schild zu sehen war und ich im Vorfeld auch einen PKW Fahrer gesehen hatte, war ich legal unterwegs. Trotzdem nahm ich Gas weg, und tuckerte langsam an ihnen vorbei. Sie quittierten das mit einem Lächeln.


Und dann begegnete ich Obelix. Beziehungsweise seinen Relikten.

Etwas steiniges, kantiges ragte aus der Erde.



Endzeitstimmung am Hinkelstein!
Cooles Werbefoto für X-Lite ;-)




 Hier mehr Informationen - entnommen aus Harzlife.de:

Die Menhire bei Benzingerode

Der Menhir bei Benzingerode
Von den Jahrtausenden nur wenig gebeugt steht der Menhir von Benzingerode unerschütterlich an seinem Platz.
Sie müssen nicht bis in die Bretagne reisen, um Relikte der steinzeitlichen Megalith-Kultur betrachten zu können. Es genügt ein Ausflug in die Harzregion, wo es zahlreiche Reste dieser Großsteinbauten gibt. Hier finden Sie u.a. gewaltige monolithische Steinsäulen, welche von den germanischen Ureinwohnern des Harzes (oder deren Vorfahren) senkrecht stehend in der Landschaft platziert worden sind. Ein gewisser Bezug zur Bretagne besteht aber trotzdem, denn diese Steine werden "Menhire" genannt. Dieser bretonische Name bedeutet soviel wie "Langstein" bzw. "Langer Stein". In Deutschland werden die überdimensionalen Monolithen auch oft als "Hinkelsteine" bezeichnet. Der größte und bekannteste Harzer Menhir ist der bei Benzingerode im nördlichen Harzvorland. Sein Alter wird auf etwa 4000 bis 5000 Jahre geschätzt. Er steht seit dieser Zeit mitten auf einem Feld und hat eine Gesamthöhe von etwa 4,50 Meter. Im Verlauf der Jahrtausende hat er sich nur geringfügig zur Seite geneigt.
Im Rahmen des Neubaus der Bundesstraße 6 wurden ganz in der Nähe zwei weitere Megalith-Steine an ihrem vorherigen Standort wieder neu errichtet. Es handelt sich um den Heimburger Menhir am Ufer des Hellbachs südlich dieser neuen Bundesstraße und um den Derenburger Menhir nördlich der Straße.
Der Heimburger Menhir galt als verschollen und konnte bei den Straßenbauarbeiten wiederentdeckt werden. Am vermuteten Originalstandort wurde dieser große Monolith nach Fertigstellung der Straße wieder aufgestellt. Er ragt etwa 2,20 Meter aus der Erde heraus.
Der Derenburger Menhir befindet sich heute nicht mehr an seinem ursprünglichen Platz. Etwa in der Mitte des 19. Jahrhunderts versetzten ihn die Besitzer des angrenzenden Ackerlandes um mehrere Meter, da er die Feldarbeiten behinderte. Als Folge unsachgemäßer Aufstellung begann er sich bald zu neigen und mußte mit dicken Holzstämmen abgestützt werden. Auch für diesen Menhir erwies sich der Neubau der Bundesstraße 6 als günstiger Umstand, konnte er doch bei dieser Gelegenheit wieder senkrecht aufgestellt werden. Damit er auch von der Straße aus besser gesehen werden kann, wurde der rund drei Meter hohe und etwa zwei Meter breite, aber lediglich 60 Zentimeter dicke Derenburger Menhir um 90 Grad gedreht. Ebenso wie dieser Menhir sind auch die beiden anderen von der neuen Bundesstraße 6 aus gut zu erkennen.
Die ursprüngliche Bedeutung der drei Menhire ist bis heute nicht geklärt. Von den einschlägigen Fachleuten werden - wie in solchen Fällen üblich - Verwendungen als Grabanlagen bzw. Ahnengedenkstätten oder Orte eines Fruchtbarkeitskultes vermutet. Da die Steine aber nicht zufällig an ihren Plätzen stehen und sich noch heute gewisse Beziehungen zwischen diesen eindrucksvollen "Hinkelsteinen" und anderen geografisch markanten Punkten herstellen lassen, kann wohl von einer wesentlich bedeutsameren Bestimmung ausgegangen werden. Möglicherweise waren die Menhire Teile eines Kalenders oder hatten einen anderweitigen astronomischen Bezug. Mit Sicherheit stellten die großen Monolithe aber auch sehr gute Bezugs- und Orientierungspunkte im Gelände dar.
Alle drei Menhire bestehen aus Senon-Quarzit und stammen aus einem Steinbruch in der Nähe von Heimburg. Obwohl sich unweit dieser Steine der Rastplatz "Regensteinblick" der Bundesstraße 6 befindet, müssen Sie das eingezäunte Gelände dieser Fernstraße verlassen, um zu diesen steineren Zeugen der Vorzeit zu gelangen. Die Megalithen sind nur über kleine Nebenstraßen und gut ausgebaute Feldwege zu erreichen.
Im näheren Umkreis der Nordharzer "Hinkelsteine" bei Benzingerode befinden sich außerdem mehrere Gräber mit ebenfalls vorgeschichtlichem Ursprung sowie diverse weitere archäologische Fundstätten.



Blick Richtung Heimburg mit dem Burghügel


Ich freute mich über diesen Fund, schaute noch ein wenig in die Landschaft, aber dann wollte ich weiter. Fahren fahren fahren, heute war ich pausenunlustig!

So fuhr ich weiter über schmale Betonstreifen, bis hinein nach Derenburg. Hier wütete gerade ein Karnevalsumzug. Uff, schnell weg. Mit dem TaDaaaTaDaaaTaDaaaaa habe ich es nämlich nicht.
Besoffene Indianer, skurile Gestalten in Marienkäferkostümen etc. torkelten auf dem Bürgersteig. Weg weg, bevor sie Bierflaschen werfen, schoß es mir in den Kopf. Ich holperte Richtung Schachdorf Ströbeck (eine grottige Straße, man schaukelt sich da richtig auf!), und dann über die B79 wieder Richtung Heimat. Schöne 155 Kilometer gemacht. Das Fahren ging total locker vonstatten. Ich hatte nicht drüber nachgedacht, sondern bin einfach ... gefahren. So flüssig mag ich es am liebsten! Hach, wenn man das doch immer so einstellen könnte ...


Sonntag, 7.2.2016

Ich wachte Schweinetechnisch früh auf. Tüte braucht ihre Sonderbehandlung täglich spätestens um 7 Uhr, egal, wann ich am Tag vorher im Bett war oder ob ich ausschlafen wollte ... Demzufolge matschig im Kopf suchte ich erst noch meine Reaktionsfähigkeit. Während Elena vor sich hin mampfte, schaute ich aus dem Küchenfenster auf die Straße. Knochentrocken! Temperatur? Noch nicht so toll, erst 7 Grad. Fulminanter Sonnenaufgang!
Blick auf den Regenradar. Au weia ... da kommt was großes und blaues.

Also wenn ich fahren wollte, müsste ich das bald tun. Ja, ich wollte wieder fahren. Das gestern hatte so gut getan, und endlich fühlte ich mich wieder stimmig.

Gegen 9 Uhr war es dann soweit. Beim Fahren dann wurde ich richtig wach. Um die Uhrzeit waren fast keine Menschen unterwegs. Bis auf Braunschweig. Da drohte der Karnevalsumzug. Also auf jeden Fall in die andere Richtung.
Ab über die Asse, erstmal erneut zur Tankstelle. Und dann wieder über die öde Bundesstraße 79 Richtung Halberstadt, Tempo und Strecke machen.


Mattierzoll, Hessendamm - Grenzdenkmal; lag so am Wegesrand auf der Tour



Ich wollte am Harzrand entlang bis zum Kloster Mansfeld im Mansfelder Land. Grober Plan. Ich fuhr am Haus vom Zettfahrer vorbei. Tor war zu, also waren alle noch am schlafen. Weiter ging es nach Wernigerode.

In Wernigerode merkte ich, dass ich trotz kleinem Frühstück zuwenig Energie zugeführt hatte. Ich war total durchgekühlt und leichte Kälteschauer nervten mich. Auch die Füße waren eisekalt. An eine Weiterfahrt erst einmal nicht zu denken. Hm, was tun? Zu Mäcces oder den Zettfahrer wach klingeln? Ich war noch nicht im Saisonmodus - das Fahren gestern war kräftezehrender gewesen als ich erwartet hatte.

Ich versuchte es zunächst mal per Anruf beim Zettfahrer. Und hatte Glück. Ich konnte mich aufwärmen, und schüttete schnell heißen Kaffee in mich rein.Schnellschnell warm werden! Eine Banane gab zusätzlich Kraft.

Obwohl ein leckeres Mittagessen in der Pfanne angebraten wurde, drängte die Zeit. Wollten wir noch fahren, mußten wir das nahende Schlechtwetter-Blau austrixen. Wir packten zwei weitere Bananen und ein Brötchen ein, und fuhren los. Ich wußte auch schon, wohin ... zu den Hinkelsteinen! 

Dieser Ort faszinierte mich einfach.
Der Zettfahrer war hier vor Jahrzehnten schon einmal gewesen, und entdeckte den Ort somit erneut. Fotopause, und weiter ging es durch die Felder.

Dort fanden wir auch den zweiten Hinkelstein. Mitten auf dem Feld, wie in der Beschreibung angegeben. Den dritten suchen wir bei Gelegenheit noch.





Hinter uns - nichts. Rechts neben uns: die B6n



Jetzt zogen aussagekräftige Wolkenbänder um uns herum, und die Zeit war reif für die Heimfahrt.
Einige Tropfen erwischten uns kurz vor Derenburg. Weiter ging es in flottem Tempo - ich hasse es, wenn Regen droht, und kann für meine Verhältnisse ziemlich fix unterwegs sein, wenn ich trocken zuhause ankommen will.



Mit nur wenigen Tropfen auf dem Visier kamen wir am späten Nachmittag bei mir zuhause vor der Garage an. Die Regenradar-App hatte recht behalten - es zog sich bedrohlich zu. 

So ganz auf einen gemütlichen Abschluß wollte ich aber auch nicht verzichten!

Also verfrachtete ich den Zettfahrer und mich ins Auto, und wir fuhren noch einmal los. Bei Cadera Kaffee trinken. Das frisch belegte Brötchen verschlang ich in Rekordtempo. Ich hatte eigentlich gehofft, das Wetter würde sich noch halten und wir hätten vormals bei Ritchie in Jerxheim eine heiße Pizza oder Spagetti Bolognese futtern können ... aber da zog so eine widerlich schwarze Wand auf, das ich keine Ruhe hatte.
Auf dem weiteren Heimweg dann hatte ich Wahnvorstellungen von heißen dampfenden Nudeln und leckerer Soße ... hrmpf.

Nun also ein Schinkenbrötchen bei Cadera.
Schmeckte genauso prachtvoll.
Hunger ist der beste Koch.
Der Zettfahrer fuhr dann später trotz Wetterbericht trocken heim.

Fazit:
Knapp 250 Kilometer gemacht. Kopf wieder frei, Stimmung wieder super. Der schwarze Hund ist erstmal wieder brav in seinem Körbchen.
Alles richtig gelaufen ...

Hinkelsteine entdeckt ... das Gute und Interessante liegt so nah! Ich bin in der Gegend schon sehr oft unterwegs gewesen - und jetzt erst nach 4 Jahren finde ich diese Steine. Krass ...


Montag, 1. Februar 2016

29.1.2016 - Tankrunde und Rat-Bike

29.1.2016

Auch wenn es windig war, und der Himmel bedeckt - ich hatte nach Check des Wochenend-Wetterberichtes keine Wahl: wollte ich noch fahren, mußte es heute am Freitag sein.

Der Wind frischte im Laufe des Tages auf ... brrr, das würde ein schaukeliger Ritt werden. Die Außentemperatur war bei 8 Grad. Das ging - aber durch den Wind fühlte es sich deutlich kühler an!

Also warm einpacken. Ich zähle mal auf:

Merinowoll-Langarmpullover als erste Schicht. Darüber ein zweiter dünner von Vanucci. Dann der Storm Proof Halswärmer, der wie ein Sabberlatz auf der Brust lag und wirklich keinen Wind durchläßt:


Dazu die langen Ski-Strümpfe, darüber die Thermoboy-Longjohn. Dann ächzend in die Motorradhose mit dem Winterfutter krabbeln.
Stiefel anziehen. Dabei auf das Gleichgewicht achten - wer Stretchjeans gewohnt ist, stellt bei den Motorradhosen immer wieder erstaunt fest: hier gibt nix nach.

Dann noch eine Fleecejacke als dritte Schicht, und darüber den fantastische Winter-Nierengurt, wo man im Sommer das Thermofutter herausklipsen kann:
 

Der kostet keine 30 Euro - ist genauso gut wie Held oder Vanucci und für mich eine echte Kaufempfehlung! Ich habe die Größe L genommen. Die Klettverschlüsse sind vernünftig, das Thermofutter wirklich wärmend und die Stützstäbe angenehm für den Rücken - zumindest bei meinem Rücken



Damit es am Kopf warm bleibt, kam unter den Helm noch die Thermo-Sturmhaube.

So michelinte ich mich auf Ellie drauf. Ächz.
Aber dieses Michelin-Gepelle ist für mich persönlich wichtig - ich kühle schnell aus, und kann mir eine Erkältung durch das Fahren einfach nicht mehr erlauben.

Obwohl es nur einen Monat her war, fuhr ich die ersten Kilometer ziemlich ungelenkt. War wohl auch Kopfsache. Ich sah in den Gräben noch Schneefelder liegen. Und die Straßen waren streckenweise ziemlich dick mit Rollsplit gepudert.

Als ich dann aus dem Speckgürtel der Stadt heraus war, atmete ich auf. Hier konnte ich kleine Warmfahr-Übungen erledigen. Trotzdem fehlte mir die Übung. Und durch die Januarkühle flutschte es nicht so wirklich mit dem Popometer. Also alles wie im letzten Jahr. Irgendwann wirkte die Runde dann - ich wurde ruhiger, und das Fahren lief flüssiger.

Die Gräben waren prall gefüllt mit Schmelzwasser, und ich sah unglaublich viele Raubvögel. Bis zum Heimkommen zählte ich 29 Stück.
Aufgeplustert saßen sie entweder am Wegrand auf den Feldern, oder in den Baumkronen der Alleen-Bäume. Ich wurde kurz und durchdringend gemustert, dann drehten sie ihre Köpfe wieder in den Wind. Sie wirkten irgendwie mißmutig - und hungrig. Dabei sollten sie doch etliche ersoffene Nagetiere finden können, die Felder waren mehr oder weniger Teichlandschaften geworden.

Der Wind schaukelte mich ganz heftig durch. Meine Hausrunde ist ziemlich baumlos, schoß es mir in den Kopf. Ich fuhr am Asse-Höhenzug vorbei, und bog in Richtung meiner Lieblingstankstelle ab. Am Ortseingang hatte sich eine jugendliche Truppe mit Rollern, Mofas und Mokicks versammelt. Als ich vorbei fuhr und sie grüßte, hupten und winkten sie zurück.

Ansonsten sah ich keine weiteren Zweiräder.

Ellies Tank war zu zwei Dritteln geleert, und sie sollte wieder randvoll werden. Wer weiß, wann sich wieder die Gelegenheit ergeben würde ...



Mit klammen Fingern klipste ich den kleinen Tankrucksack ab, öffnete das Tankschloß und tankte Ellie voll.
Gerade mal 8 Liter fehlten, und ich löhnte etwas mehr wie 10 Euro. Der nette Tankwart musterte mich und Ellie. "Na, ist das nicht noch etwas kalt? Trotz heizbarer Handschuhe?" Ich stutzte. Heizbare Handschuhe? Ach so, er meinte die Rollerstulpen. Stimmt ja, ich habe ja eine Griffheizung, schoß es mir in den Kopf.

Beim Wegfahren stellte ich die Griffheizung dann auf erste Stufe. Hier prügelte der Wind böig auf uns ein. Ich beschloß, es gut sein zu lassen. Eine Runde noch durch die Dörfer, und dann ab zu meinem Schrauber. Ellies Luftdruck lasse ich dann dort überprüfen.

Bei Fritz waren alle dabei, die Saisonleichen fahrbereit zu machen. Ich packte einen Kuchen aus der Satteltasche, und wärmte mich bei einem Becher Kaffee im Büro auf, während Ellies Reifen abkühlten. Dann wurde der Luftdruck gecheckt.

Der Hinterreifen hatte fast 1 bar verloren. Hm, das erschien mir etwas viel. Muß ich im Auge behalten. Äußerliche Schäden waren nicht zu entdecken gewesen. Das Fahrverhalten war mir schwammig vorgekommen, so hatte ich also Recht gehabt.

Während Fritze telefonierte, schaute ich mir einige Objekte an ...



Da schob ich Ellie schnell weg aus der Nähe dieses Bikes - nicht, dass der Dreck oder eventuelle Kleinlebewesen überspringen!

Das Fell-Motorrad hat schon Preise gewonnen bei Rat-Bike-Wettbewerben.

Ratbike (Rattenrad) nennt man ein Motorrad mit bewusst ungepflegter bis verwahrloster Optik. Zur besonderen Hervorhebung des Ratbike wird das Motorrad so verändert, dass zum Originalmotorrad kaum ein Bezug hergestellt werden kann. Die Lackierung ist meist mattschwarz, braun oder in Tarnfarbe, mit Pinsel oder Rolle aufgetragen. An Ratbikes (überwiegend) wird allerlei Nützliches, Praktisches aber auch Unsinniges angebaut. Ratbikes sind für ihre Halter ein Gebrauchsgegenstand, der mit allen Mitteln, konventionell oder unkonventionell, am Leben gehalten wird. (Wikipedia)

 

Hier müssen mir meine BMW-Leser mal helfen ... auf jeden Fall ein ziemlich möriges Teil, mit fast 170.000 Kilometern auf der Uhr - ein wirkliches Touren-Motorrad, wie mir Fritze versicherte


Es ging auf den späten Nachmittag zu, und ich packte mich wieder in die warmen Klamotten ein. Zurück nach Hause.
Nach nur 52 Kilometern kam ich gegen 17 Uhr wieder zuhause an.

Kleine Runde nur, aber immerhin - eine Runde!

Am Samstag regnete es dann wie vorausgesagt mit Macht, und der Wind hatte in der Nacht nochmal ordentlich zugelegt.
Also alles richtig gemacht. Ich stürzte mich also auf den dringend benötigten Wohnungsputz, während draußen das Wetter wetterte. Mal sehen, wann es wieder eine Fahr-Gelegenheit gibt!



Und am Sonntag - bei einem Wander-Ausflug in den Harz - schneite es sogar wieder. Allerdings nur lokal. Im Flachland war es dann "nur" Regen.