Route 1: Holzmühlental unterhalb von Flechtingen, Holzmühlenteich sowie eine Kaffeepause auf der Aussichtsplattform mit Blick über den Steinbruch Flechtingen.
Route 2: Schloßkirche Bodendorf, kurz vor Süplingen - anschließende Wanderung um die Teiche. Ebenfalls 4,5 km.
Den Abschluß sollte ein Essen in der Alten Schmiede beim Süplinger Campingplatz bilden.
Wir reisten über die A2 an, nahmen die Abfahrt Alleringersleben und fuhren über Altenhausen. Die Ortsdurchfahrt Ivenrode war immer noch gesperrt. Also hieß es einen Umweg fahren, und von Flechtingen wieder südlich bis zur Kurve oberhalb von Hilgesdorf.
Am PKW-Stellplatz war der weiterführende Weg gut ausgeschildert. Wir gelangten ohne Probleme zum Holzmühlenteich. Der Weg war gut zu laufen, kaum gröbere Steine bzw. Schotter. Wenig Schlaglöcher, und somit auch kaum Pfützen zu durchlaufen. Ich hörte ein lautes Brummen über meinem Kopf, und freute mich: eine Hornisse flog vorbei. Schön, das es diese nützlichen Tiere noch gab!
Der Platz war angenehm sauber. Der Blick über den recht großen See entspannend. In einer Schutzhütte am Rand gab es einen Blechmülleimer. Unschlaue Zeitgenossen hatten den schon einmal angezündet, er war verrußt.
Wir folgten dem Hinweis. Das Holzmühlental ist recht klein, aber sehr ansprechend. Zitat:
Seinen Namen verdankt das Holzmühlental einer alten Sägemühle, die hier am Teich stand. Die alte Mühle war bis 1866 in Betrieb. 1874 ließ sie der Majoratsherr von Schenck abtragen, 1876 wurde die Teichmauer aufgeführt. Es entstand bereits damals ein kleines Ausflugstal mit einem Pavillon. Der Teich wird seit Jahrhunderten rege befischt.
Der Pfad in das Tal - teilweise glitschig durch feuchtes Laub.
Der Holzsteg über ein ausgetrocknetes Bachbett war etwas schlüpfrig. Auf der anderen Seite ging es dann wieder über einen Naturtrampelpfad zum Hauptweg zurück.
Das angepeilte Ziel mußte noch etwas warten.
Ich bog links in einen kleinen Weg ab, befand mich östlich vom Holzmühlenteich auf einem Wirtschaftspfad, und genoß die Windgeräusche in den Bäumen. Der Holzmühlenteich glitzerte im Sonnenlicht. Sehr schön sah das aus!
Eine Rastbank lud erneut zur Pause ein. Ich stellte meinen Rucksack auf die Sitzfläche, und legte das Handy daneben. Erstmal die Lage checken, ob man einen guten Fotoblick hat von hier aus. Plötzlich umsummte es meinen Kopf. Mehrfach! Insekten. Und zwar riesige. Ach du Schreck, Hornissen! Eine Einzelne ist ja okay, aber so viele brachten mich doch aus der Bahn.
Ich machte, das ich nach vorne auf den Weg kam. Und wollte die Tiere sozusagen abschütteln. Aus einer Baumhöhle direkt neben der Bank quollen Massen von Tierleibern hervor. Hornissen, aufgeregt und alarmiert. Und sie sahen meinen Rucksack als den ultimativen Feind an, der bekämpft werden mußte. Hunderte attackierten den Rucksack. Er war mit schwarz-gelben Tierleibern verdeckt. Beim Versuch, den Sack zu bergen, stachen sie den Zettfahrer viermal. Die Stiche in den Kopf taten ganz fies weh. Wir standen fassungslos auf dem Hauptweg und wußten nicht, was wir tun sollten. Das Sicherste schien uns, wenn wir respektvollen Abstand halten würden. Das Handy vom Zettfahrer war diesmal im Auto geblieben. Und mein Handy lag auf der Bank - bewacht von Fort Knox Angestellten mit besonders schlechter Laune. Meine Idee war, dass der Zettfahrer mit dem Auto an die Bank fährt, und wir den Rucksack schnell greifen, während die Hornissen sich das Auto vorknöpfen sollten.
Also stiefelte der Zettfahrer zurück zum Parkplatz, der zum Glück nicht so weit weg war. Dann hörte ich Einzylindergebrumme. Zwei Jugendliche brachen durch die Bäume. Mein Armwedeln und "HAAAAAAAAAALT" brüllen ignorierten sie. Und fuhren mit einem Affenzahn weiter durch den Wald. Die hatten wohl Sorge, dass sie geschnappt werden? Dann kam ein Buggy angefahren, zwei junge Männer saßen drin. Ich dachte, Jäger oder Förster. Sie dachten das gleiche von uns, und bekamen schon Bammel (da ist das Befahren mit motorisierten Fahrzeugen nämlich verboten!). Sie konnten uns aber leider auch nicht helfen. Keine Schutzkleidung. Auch ein mittlerweile angefahrener Jäger verzog sich nach kurzem und neugierigen Bedauern. Das wäre nicht sein Bereich. Hä???
Der Zettfahrer tat das einzig Richtige: er rief die Feuerwehr an. 112. Die gab das Gespräch weiter an einen Imker. Der meldete sich auch recht schnell. Er käme aus Haldensleben angefahren, wir müßten noch ungefähr 45 Minuten warten. Der Zettfahrer fuhr zurück zum Parkplatz und wartete auf den Imker. Da stellte sich auch heraus, dass es ZWEI Holzmühlenteiche gab: der eine direkt im Ort Flechtingen. Und der, an dem WIR waren. Mitten im Wald! Das soll man wissen ...
Zetti und der Imker kamen in einem gelben VW Bus angeklappert. Der Imker stieg in Latzhose und T-Shirt aus, und staunte. Er staunte eigentlich die ganze Zeit. Hornissen gäbe es um diese Jahreszeit gar nicht mehr! Und so etwas hätte er noch nie gesehen. Hornissen um einen Rucksack herum. Und soviele. Was wir denn da drin hätten! Ich war mir keiner Schuld bewußt. Die Kekse waren eingeschweißt, die Müsliriegel waren noch in der Umverpackung. Einzig ein Apfel war vorne in der Außentasche.
Der Imker - sein Name ist Rolf Bertram - kam von der Schloßimkerei Hundisburg. Eigentlich kostete dieser Einsatz nichts, wir gaben ihm aber trotzdem ein reichliches Spritgeld. Er filmte zunächst die Situation. Dann ging er ganz gemütlich zur Bank, gab aber nach kurzer Zeit auf und trat den Rückzug an. Ebenfalls sehr behäbig und ruhig. Er war trotzdem mehrfach gestochen worden. Er griff in den Wagen und zog sich einen Friesennerz über. Und setzte den Imkerhut auf. Seine Hände umwickelte er mit einem Handtuch. Dann ging er erneut wieder sehr geruhsam auf die Bank zu. Er strahlte eine Ruhe aus, die bis zum Weg hin wirkte. Allein den Hornissen war das wurscht. Sie summten und umschwirrten ihr neues Opfer. Zu dicht am Nest. Das muß geahndet werden! Das Surren war so laut, dass ich es auf dem Weg hören konnte. Mein Sicherheitsabstand war bestimmt fünfzehn Meter, wenn nicht mehr. Der Imker nahm den Rucksack an sich, und ging am Bus vorbei, den Weg hoch. Entgegengesetzt zu unserem Standort. Wir hielten weiterhin großen Abstand. Dann nahm Herr Bertram eine Plastikflasche und tat zwei Hornissen in die Flasche. Es gäbe eine asiatische Art, die sich seit kurzem in Europa ansiedelte und keine natürlichen Feinde hatte. Er wollte Zuhause nachschauen, welche Art wir hier gehabt hatten. Die Hornissen waren mittlerweile fast alle wieder am Nest. Nur einzelne Wächter umschwirrten die Gegend. Erkundungsflug. Wie vorhin, als ich auf dem Weg vom PKW Stellplatz in den Wald ein Surren gehört hatte. Ein Erkunder. Da hatte ich mich noch gefreut, erinnerte ich mich mit Gänsehaut!
Wir bekamen noch viele interessante Informationen über die Insektenwelt, und hier über Hornissen, Wespen und Bienen. Ich habe es nicht so mit dem krabbelnden Volk. Herr Bertram schaffte es aber, mir diese interessante Spezies nahezubringen.
Dann ließen wir ihn alleine und zogen den Weg hoch, auf unser eigentliches Ziel zu: der Aussichtsplattform über den Flechtinger Steinbruch.
Hier probierte ich auch aus, was ich bei Svenja gesehen hatte. Und tatsächlich - es funktioniert. Den heißen Tee hatte ich mir verdient. Und Zetti bekam seinen Kaffee. Der Arme - sein Kopf brannte heftig, der Hornissenstich in die Kopfhaut war wirklich sehr schmerzhaft geworden.
Ich wollte gern noch weiter wandern. Die Hornissenaktion hatte uns satte drei Stunden gekostet. Tour Nr. 2 strich ich in Gedanken weg. Das würde zu spät werden.
Wir spazierten am Zaun entlang. Der Steinbruch war gut abgesichert.
Die Wege hatte ich mir bei Google Satellit herausgesucht und markiert. Einer der Wege existierte nicht mehr, so daß Zetti und ich längere Zeit am Bachlauf der Großen Renne entlang stapften. Die einzige Zecke des Tages krabbelte dann auch - wie üblich - an MEINEM Hosenbein empor.
Endlich kamen wir wieder auf einen festen Waldpfad, und gingen jetzt westlich um den Holzmühlenteich.
Das Teichwasser schien gute Qualität zu haben. Zu Hunderten lagen aufgebrochene riesige Muschelschalen (Teichmuscheln) herum.
Ein Tau hing von einem Ast herunter. Hier spielen die Badenixen!
Ein niedliches Elfenhäuschen stand auf einem Hügel, und überdachte einen bemoosten Baumstumpf.
Vom gegenüber liegenden Ufer - fast genau die Stelle, wo wir vorhin die Hornissenbegegnung hatten - schallten Stimmen herüber. Der Rauch eines Lagerfeuers wehte über den Teich.
Wir hatten genug, und gingen ohne Verzögerung zurück zum Auto.
Zetti sagte nichts, aber die Hornissenstiche schmerzten immer heftiger. Erste Hilfe Lösung wäre gewesen: kühlen. Nun, ich habe schon einiges im Rucksack gehabt, aber ein Kühlpad war jetzt nicht dabei. Da wir dort auch fast keinen Handyempfang hatten, konnte ich nicht nach Maßnahmen googeln. Sonst hätten wir bei einer Tankstelle angehalten, und hätten ein Paket Crash Eis gekauft.
Den Besuch bei der Schloßkapelle Bodendorf wollten wir aber noch machen.
Das Gelände ist wunderschön. Und einsam.
Natürlich war die Kapelle geschlossen. Wie üblich in Deutschland.
Gutsanlage mit Schloß Bodendorf
Der Taubenturm
Sehr leckere saftige Äpfel an alten, knorrigen Bäumen
Eine überwucherte Ruhebank
Der Gartenpavillon in fröhlichem Gelb
Hier war kein Mensch, und da die Gartenhinterpforte ein Stück weit offen stand, hatte ich das Betreten gewagt.
Über den Teichen braute sich etwas zusammen. Ich hatte genug Fotos gemacht, und ging zurück zur Straße.
Der kleine Pfad um die Teiche sah vielversprechend aus. Aber dann folgte etwas, was wie ein Werbeplakat auf mich wirkte:
Das Gelände einer alten Schweinemastanlage. Die Mauern waren noch intakt, allein das Dach zeigte sein Alter. Innen in der Anlage waren in jedem Einzelraum Bratpfannen abgestellt. Hier scheint sich die Dorfjugend zu vergnügen. Und da war noch etwas, was ich dann aber nicht weiter untersuchte!
Dann ging das Unwetter los, welches angekündigt war. Zetti und ich verzogen uns in einen Seiteneingang und schauten in die Regenfluten.
Das hatte schon etwas meditatives, wie aus den undichten Regenrinnen Wasser heraustropfte, an langen grünen Farnwedeln entlang perlte, um dann schlußendlich die Mauern des Gebäudes abzuwaschen.
Nach fünfzehn Minuten war die Welt frisch gewaschen. Wir pflückten noch einen Stoffbeutel voll mit kleinen knackig saftigen Äpfeln, dann ging es zurück ins (Boden)Dorf.
Gesichertes Kellerfenster mit wildem Wein - die Trauben müssen noch, meinte der Zettfahrer mit verzogenen Gesichtszügen (sauer!)
Ebenfalls mit Hartriegel überwuchertes Wirtschaftsgebäude
Die Fahrt zur Alten Schmiede war etwas umständlich durch die 30-er Zone (Geschwindigkeitsdrempel - fiese Achsenbrecher), und die folgende Enttäuschung groß: Geschlossene Gesellschaft. Nix zu machen. Keine Laufkundschaft.
Ich hatte zum Glück noch einen Beutel Surimi mit Wasabitunke dabei, der Inhalt wurde jetzt bis zum Boden vertilgt. Dann fuhren wir ohne Umwege über die Autobahn zurück, nach Königslutter zum örtlichen Chinesen, wo wir unseren Appetit am Abendbufett stillten.
So richtig Hunger hatte ich dann doch nicht. Nach nur zwei Durchgängen und einer Schale Suppe war ich satt. Dann war der Tag schon dunkel, und Zetti mußte zurück nach Hause fahren. Er mußte am folgenden Tag arbeiten.
Die Hornissenbisse hatten wohl auch mich erwischt. Ich konnte Sonntag zwei rote Stellen am linken Oberschenkel ausmachen. Durch die dicke Fleecejacke war wohl nur wenig durchgekommen. In der Nacht hatte ich teilweise sekundenlang gefroren, ein Zustand den ich sonst nur von beginnenden Infekten her kenne. Ein Telefonat mit Zetti ergab, dass es ihm ebenso ergangen war. Und wir hatten beide einen unglaublichen Durst gehabt in der Nacht.
Information zum Schluß:
Der Imker informierte mich am folgenden Montag darüber, dass es tatsächlich diese asiatische Form der Hornisse gewesen ist. Die invasive Art (Klick! Nabu-Seite) ist seit etwa 5 Jahren in Deutschland.
Wehe, wenn andere Völker genauso agressiv auftreten wie die, die uns attackiert hatten. Dann werden wohl bald alle Arten gleichermaßen ausgerottet werden ... Die einheimischen Hornissen verhalten sich normalerweise friedlich und defensiv, reagieren aber empfindlich bei Annäherungen unter zwei Metern an ihr Nest. Über die Asiaten gibt es noch wenig Informationen außer denen, dass sie die deutschen Bienen vernichten.
Der Rucksack war für die Asiaten ein schlimmer Störfaktor. Was ich aber nicht wissen konnte, denn die Höhle im Baum war nicht sichtbar gewesen. Wir waren wohl nur zur falschen Zeit am falschen Ort. Und die Asiaten hatten gerade schlecht gefrühstückt oder schlecht geschlafen. Was auch immer!
Der Bereich um die Bank wurde von Mitarbeitern mit Baken abgesperrt und abgesichert. Wobei Hornissen sehr reinliche Insekten sind. Sie nutzen einen Baum oder ein Nest einmal, und wechseln dann. Mäuse säubern die Höhlen oder die Baumspalten, und die Hornissen ziehen erst wieder ein, wenn alles clean ist. Soll heißen: die Bank dort ist im nächsten Jahr wahrscheinlich wieder sicher.
Die Fotos vom Rucksack sind leider nicht gut geworden, so daß ich hier mit keinem Fotodokument aufwarten kann. Stellt euch einfach extrem angepisste stinkwütende Tiere vor, die zu Hunderten zum Angriff auf einen vermeintlichen Nestfeind loszogen. Eine Waschmaschine im Schleudergang von 1200 Umdrehungen kommt ungefähr hin vom Geräuschpegel her.
Generell an euch alle die Warnung bei Kontakt mit den (eigentlich friedfertigen) Hornissen im Wald:
- Checken, ob man sich beim selber handeln gefährdet. Ja? Dann:
Nicht selbst agieren, sondern wie wir es gemacht haben: Feuerwehr anrufen. Soll heißen: 112 Notruf absetzen. Kurz erklären, was passiert ist und ob Person(en) bereits gefährdet sind/werden.
RUHE BEWAHREN.
Nicht hektisch nach den Tieren schlagen. Das werten sie als Angriff. ABSTAND HALTEN - mindestens fünf Meter (5 Meter).
- Wenn möglich, beim Telefonat den Hinweis auf die grüne Sammelpunkt-Marke geben.
- Und das Handy auf GPS stellen, dass man besser geortet werden kann.
Das ist entscheidend, weil man bei unserer Wanderung ja sehen kann: manchmal gibt es den gleichen Namen für zwei unterschiedliche Orte!
Das kostet Zeit, die im dringenden Fall entscheiden kann über Hopp oder Topp.
Kein Feuer anzünden - Rauch beruhigt sie nicht. Kein Insektenspray nutzen - ihr erwischt kaum welche, und der Rest der Truppe ist auf jeden Fall schneller und treffsicherer. Zigarettenrauch nützt auch nüscht.
Weiterführende Information: KLICK Vespa Velutina
Zitat:
...während die asiatische Hornisse stets Nester mit einem Seiteneingang zu konstruieren sucht. Solche findet man meist in großer Höhe, wie Baumwipfel sie vorweisen, in der Nähe von Wasser.
Darüber hinaus ist die europäische Hornisse nur von etwa der Hälfte an Volksmitgliedern umgeben, wie die asiatische. Bei den Essgewohnheiten der beiden Arten lassen sich ebenfalls einige Gemeinsamkeiten und Unterschiede feststellen.
Beide
verzehren gerne Fallobst, dessen Saft sowie Wespen. Somit ist die
Hornisse mit asiatischen Wurzeln nicht die einzige Art, die versucht, Wespen vertreiben
will. Worin sich die Gewohnheiten des Nahrungsverzehrs grundlegend
unterscheiden ist, dass die asiatische Hornisse neben Fliegen, Mücken
und Käfern auch Bienen frisst. Dies beobachten vor allem Imker mit
großer Sorge, denn der durchschnittliche Verzehr von Bienen beträgt bei
einer ausgewachsenen Hornisse aus dem asiatischen Raum in etwa achtzig
Prozent! Die asiatische Hornisse trägt also zum Aussterben der
Bienenvölker bei, welches ohne hin schon, auch ohne das Wirken der neuen
Hornissenart, zu einem immensen Problem geworden ist.
Was tun gegen die asiatische Hornisse als Bienenschädling?
Aus
diesem Grund hat man den entsprechenden Instanzen auch die Erlaubnis
erteilt, gegen die asiatische Hornisse mit allen Mitteln vorzugehen, um
das Überleben der Bienenkultur gewährleisten zu können. Die einzelnen,
davon betroffenen Länder gehen dabei auf unterschiedlichen Weisen gegen
die asiatische Hornisse vor. Vermutet man bei einem Hornissennest, dass
es sich um eines der asiatischen Hornisse handeln könnte, soll man
beispielsweise in der Schweiz das gesichtete Objekt photographieren und
anschließend das Bild an den Bienengesundheitsdienst (BGD) weiterleiten.
In
Deutschland soll man in einem solchen Fall das städtische Umweltamt
kontaktieren, um den Fall zu schildern. Was jedoch egal in welchem Land
man sich befindet, gleich ist, ist, dass man einen Mindestabstand von
fünf Metern zu dem vermeintlichen Nest der asiatischen Hornisse halten
soll sowie zu warten hat, bis Spezialisten eintreffen, um das Nest zu
entfernen. Oftmals erscheint daraufhin die Feuerwehr in Begleitung von
Fachmännern/Fachfrauen, die genau wissen, wie man ein solches Nest zu
entfernen hat. Um die asiatische Hornisse zu beseitigen, muss in vielen
Fällen erst einmal die Feuerwehrleiter ausgefahren werden, da Hornissen
einer solchen Art ihre Nester ja bekanntlich in Höhen über zehn Metern
errichten.
Am Ende dieser Leiter
befindet sich eine Fachkraft im Imkeranzug, die dann die
herumschwirrenden sowie die sich im Nest befindenden Hornissen mit
Kohlenstoffdioxid und anschließend mit Insektizid betäubt. Danach wird
das Flugloch, welches in das Nest selbst führt, mittels einer
speziellen, schaumartigen Mischung versiegelt. So kann das Nest sicher
transportiert werden. Um die asiatische Hornisse und der Rest ihres
Volkes auszurotten, wird das Nest für einen längeren Zeitraum in einen
Tiefkühler gestellt, bis die Körpertemperatur der Hornissen so niedrig
ist, dass sie den Körper nicht länger am Leben halten kann.




















