Ellie und ich

Ellie und ich

Donnerstag, 29. September 2016

Eine wichtige Person ist gegangen ... Nachruf über den weltbesten Fahrlehrer und Ratgeber

Gestern erfuhr ich über Fratzebuch etwas, was ich nicht glauben konnte. Heute kam die Gewissheit.

Mein bester Lehrer - er, welcher mich mit Geduld und Einfallsreichtum zum Motorrad Führerschein brachte und vorher oft zur Weißglut mit seiner Sturheit - hat den zweiten Kampf gegen Krebs verloren.


Lieber Uwe - letzte Woche wollte ich dich per WhatsApp antickern wegen Käffchen in der Fahrschule. Zeit hättest du nie, war dein Motto. Nun hast du Zeit. Und wir sind traurig, dass deine Zeit hier bei uns zuende ging.

Mach's gut, weltbester Fahrlehrer ... ich verdanke dir sehr viel ... bring dem Volk da oben mal das korrekte Fahren bei, mit ihren Wolken!

Die Trauerfeier war unglaublich bewegend. Kirche prall gefüllt. Du kanntest soviele, und über 800 Kontakte im Handy sprechen Bände. Sogar noch kurz vor dem Lebensende hattest du mit dem Krankenhauspersonal deine Späße gemacht, erzählte uns der Pfarrer in seiner gefühlvollen Rede. Als dann dein jüngster Sohn zwei Klavierstücke als letzten persönlichen Gruß an dich spielte, war kein Auge in der Kirche mehr trocken.

Ellie war passend beschleift...


Ja, ich bin mit Motorradoutfit zur Trauerfeier. Standesgemäß. Du hättest deine Freude gehabt, und sicher einen Spruch gemacht ... und mir wie üblich den Wunsch mitgegeben, das ich achtgeben soll beim Fahren ...



Uwe - danke für alles.




(Wie alles angefangen hatte ...)






Freitag, 2. September 2016

Biketober der OutSide Vulcanier Germany

Heiß war es gewesen, das Wochenende. Sehr heiß. Zu heiß für mich. Und mal wieder: mein rechter Arm.

Mein Stammtisch und andere der IG Vulcanier Germany feierten vergangenes Wochenende, im Osten, auf einem Sportplatz.
Ich nahm mit PKW am Event teil. Wurde von allen akzeptiert, denn ich hatte gesundheitliche Gründe.
Am Samstag gab es eine große Ausfahrt mit über 40 Motorrädern. Ziel: Schloßinnenhof Schloß Wernigerode.

Und so sah die Anfahrt dann aus:


Ich hatte in der Nacht von Freitag auf Samstag noch ein Schild gezaubert. Und dutzende Eiswürfel gefertigt. Mein Auto fuhr als Servicefahrzeug mit kalten Getränken hinter den Jungs her.

Bei über dreissig Grad im Schatten - und das mit Lederzeug und -Stiefeln - wurde das Angebot mit Begeisterung angenommen.

Sch... die Wand an - ist das heiß ... meiner einer kurz vor dem Kollaps; Hitze ist definitiv nix für einen Fischkopp wie mich!

Dreiunddreissig Grad - High Noon - ach herrlich, so ein Lederzeug ...

Freundin Ivi hatte den besten Job gemacht - sie hatte ihr Stützräder-Motorrad erst seit drei Wochen, war noch nie im Korso gefahren, war dementsprechend aufgeregt und litt tierisch unter der Hitze; so heftig, dass sie auf der Rückfahrt mit einer Flasche Mineralwasser übergossen wurde - ihr Kopf war heiß und rot und ich hatte wirklich Angst, dass sie einen Hitzschlag erwischt hatte!

 
Anfahrt zum Schloß Wernigerode - hier darf normalerweise kein Fahrzeug längs - außer Pferdekutsche oder Elektro-Eisenbahn

Der Innenhof war prall gefüllt und zog viele neugierige Touristen an

Teilzeitsozia Heike - Anfahrt zum Schloß, Fotodienst erledigen

Die Rückfahrt durch die Kreisel in Wernigerode war etwas konfus gelaufen. Hier zeigte Ivi wieder einmal, wie gut sie war: sie kreiselte, und fuhr dann doch richtig raus. Ich selber drehte eine Runde durch das Industrieviertel, und wartete später auf der B6N auf den Korso. Alle wieder eingefangen also!

Abends wurde dann lustig gefeiert. Eine Zwei-Mann-Band (bzw. ein Opa und sein Enkel) zauberten Stimmung in den sternenfunkelnden Himmel. Die Band war vom Gastwirt organisiert. Der kleine Junge gab sein Bestes und trommelte, was das Zeug hielt. Teilweise machte ihm sein Stimmbruch arg zu schaffen, doch das Schlagzeug beherrschte er wie ein Großer!

Dieses Jahr war das Catering fremd vergeben. Im nächsten Jahr werden wir eine andere Location wählen. Und einen anderen Zulieferer. Eine Flasche Whisky mit Cola für 50 Euro ist dann doch eher eine Unverschämtheit.
Eine Flasche Mineralwasser für 3,50 Euro - bei der Hitze ebenfalls Nepp. Denn KALT waren die Getränke nicht.
Wir behalfen uns mit Kofferraum-Handelei - sprich: wir kauften beim ortsansässigen Supermarkt die Wasservorräte leer, die dann später gegen Spenden ausgeteilt wurden.
So hat der Wirt zwar sein Auskommen gehabt, aber nur dieses eine Mal. An uns verdient er nüscht mehr, soviel ist sicher ...

Der Organisator vom Fest konnte einem leid tun. Das der Wirt sich SO bereichern wollte, konnte vorher keiner ahnen. Um jeden Nachmittagskaffee zu betteln, ging einigen Gästen deshalb zu weit. Sie beschwerten sich nachdrücklich bei mir.
Sie hatten sich zwar mit Tagesgeld beteiligt, in den Jahren zuvor aber wenigstens Kaffee (und Kuchenteilchen) als Bonus erhalten. Und zwar Kaffee satt. Klar mußte der Platz auch bezahlt werden, und die Duschen, und die Klospülungen ... aber wenn ich daran denke, wie gastfreundlich die MC's sind, bei denen der Zettfahrer und ich gewesen sind ... Mal schauen, wie wir das im nächsten Jahr wuppen. Denn eins ist mal sicher - Biker brauchen viiiel Kaffee - und süß sind die auch. Kuchen geht da immer! Und Kaffee sowieso.

Alle sind wieder gesund nach Hause gekommen. Ein gebrochener linker Zeigefinger, ein schmerzendes Knie und eine Schmerz-Schulter waren allerdings zu beklagen. Auf drei Personen verteilt ;-).

Schön, das die Ausfahrt bei allen so gut angekommen war. Trotz Hitze! Und trotz einiger beknackter Auto- bzw. Motorradfahrer, die partout nicht warten konnten und sich unbedingt in den Korso drängeln mußten.
So etwas ist kreuzgefährlich, und hätte ich einen Beifahrer gehabt, wäre bei dem sicher ein Hörsturz als Schaden herausgekommen. Wegen des lauten Fluchens. Mhm ...