Ellie und ich

Ellie und ich

Freitag, 2. September 2016

Biketober der OutSide Vulcanier Germany

Heiß war es gewesen, das Wochenende. Sehr heiß. Zu heiß für mich. Und mal wieder: mein rechter Arm.

Mein Stammtisch und andere der IG Vulcanier Germany feierten vergangenes Wochenende, im Osten, auf einem Sportplatz.
Ich nahm mit PKW am Event teil. Wurde von allen akzeptiert, denn ich hatte gesundheitliche Gründe.
Am Samstag gab es eine große Ausfahrt mit über 40 Motorrädern. Ziel: Schloßinnenhof Schloß Wernigerode.

Und so sah die Anfahrt dann aus:


Ich hatte in der Nacht von Freitag auf Samstag noch ein Schild gezaubert. Und dutzende Eiswürfel gefertigt. Mein Auto fuhr als Servicefahrzeug mit kalten Getränken hinter den Jungs her.

Bei über dreissig Grad im Schatten - und das mit Lederzeug und -Stiefeln - wurde das Angebot mit Begeisterung angenommen.

Sch... die Wand an - ist das heiß ... meiner einer kurz vor dem Kollaps; Hitze ist definitiv nix für einen Fischkopp wie mich!

Dreiunddreissig Grad - High Noon - ach herrlich, so ein Lederzeug ...

Freundin Ivi hatte den besten Job gemacht - sie hatte ihr Stützräder-Motorrad erst seit drei Wochen, war noch nie im Korso gefahren, war dementsprechend aufgeregt und litt tierisch unter der Hitze; so heftig, dass sie auf der Rückfahrt mit einer Flasche Mineralwasser übergossen wurde - ihr Kopf war heiß und rot und ich hatte wirklich Angst, dass sie einen Hitzschlag erwischt hatte!

 
Anfahrt zum Schloß Wernigerode - hier darf normalerweise kein Fahrzeug längs - außer Pferdekutsche oder Elektro-Eisenbahn

Der Innenhof war prall gefüllt und zog viele neugierige Touristen an

Teilzeitsozia Heike - Anfahrt zum Schloß, Fotodienst erledigen

Die Rückfahrt durch die Kreisel in Wernigerode war etwas konfus gelaufen. Hier zeigte Ivi wieder einmal, wie gut sie war: sie kreiselte, und fuhr dann doch richtig raus. Ich selber drehte eine Runde durch das Industrieviertel, und wartete später auf der B6N auf den Korso. Alle wieder eingefangen also!

Abends wurde dann lustig gefeiert. Eine Zwei-Mann-Band (bzw. ein Opa und sein Enkel) zauberten Stimmung in den sternenfunkelnden Himmel. Die Band war vom Gastwirt organisiert. Der kleine Junge gab sein Bestes und trommelte, was das Zeug hielt. Teilweise machte ihm sein Stimmbruch arg zu schaffen, doch das Schlagzeug beherrschte er wie ein Großer!

Dieses Jahr war das Catering fremd vergeben. Im nächsten Jahr werden wir eine andere Location wählen. Und einen anderen Zulieferer. Eine Flasche Whisky mit Cola für 50 Euro ist dann doch eher eine Unverschämtheit.
Eine Flasche Mineralwasser für 3,50 Euro - bei der Hitze ebenfalls Nepp. Denn KALT waren die Getränke nicht.
Wir behalfen uns mit Kofferraum-Handelei - sprich: wir kauften beim ortsansässigen Supermarkt die Wasservorräte leer, die dann später gegen Spenden ausgeteilt wurden.
So hat der Wirt zwar sein Auskommen gehabt, aber nur dieses eine Mal. An uns verdient er nüscht mehr, soviel ist sicher ...

Der Organisator vom Fest konnte einem leid tun. Das der Wirt sich SO bereichern wollte, konnte vorher keiner ahnen. Um jeden Nachmittagskaffee zu betteln, ging einigen Gästen deshalb zu weit. Sie beschwerten sich nachdrücklich bei mir.
Sie hatten sich zwar mit Tagesgeld beteiligt, in den Jahren zuvor aber wenigstens Kaffee (und Kuchenteilchen) als Bonus erhalten. Und zwar Kaffee satt. Klar mußte der Platz auch bezahlt werden, und die Duschen, und die Klospülungen ... aber wenn ich daran denke, wie gastfreundlich die MC's sind, bei denen der Zettfahrer und ich gewesen sind ... Mal schauen, wie wir das im nächsten Jahr wuppen. Denn eins ist mal sicher - Biker brauchen viiiel Kaffee - und süß sind die auch. Kuchen geht da immer! Und Kaffee sowieso.

Alle sind wieder gesund nach Hause gekommen. Ein gebrochener linker Zeigefinger, ein schmerzendes Knie und eine Schmerz-Schulter waren allerdings zu beklagen. Auf drei Personen verteilt ;-).

Schön, das die Ausfahrt bei allen so gut angekommen war. Trotz Hitze! Und trotz einiger beknackter Auto- bzw. Motorradfahrer, die partout nicht warten konnten und sich unbedingt in den Korso drängeln mußten.
So etwas ist kreuzgefährlich, und hätte ich einen Beifahrer gehabt, wäre bei dem sicher ein Hörsturz als Schaden herausgekommen. Wegen des lauten Fluchens. Mhm ...

 
 

4 Kommentare:

  1. Jaja...Korso fahren hat seine eigene Dynamik. Was waren das noch Zeiten, als ich beim Bund Panzerkolonnen begleitet habe. Ich habe immer schön hinten versetzt überholwillige abgedrängelt. Aber da hatt ich ein Dienstfahrzeug mit Blaulicht oben drauf...das half. Tipp: Fragt doch beim nächsten mal bei der Polizei nach. Vielleicht gibt es ein oder 2 Motorradpolizisten, die gern mitfahren wollen. So Blaulichtbikes helfen eigentlich gut bei Absperrungen und Eskorten...

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  2. Wir hatten angefragt, aber waren zuwenig Personen. Eigentlich wollte jemand von der FW hinterher fahren. Im letzten Moment kam leider etwas dazwischen. Die Ausfahrten klappten bislang gut, aber je mehr Motorräder umso ungeduldiger die, die hinterher fahren. Die Anfahrt ging längere Strecke auf Haupteinkaufswegen und der gemeine Samstagseinkäufer hat ja Angst, das die Waren ausverkauft sind, wenn er nicht wie gewohnt ranrauschen kann ...

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  3. Mal abgesehen von der Hitze, das klingt doch soweit ganz gut.
    Hitze habe ich letzte Woche auch genug gehabt. Da bin ich auch bald zerlaufen.

    Das Feudalmuseum im Schloß in Wernigerode wollte ich mir auch schon immer mal ansehen. Meine Family ist dort schon mal gewesen und hatte bereits den Weg nach oben geschildert. Mit dem Motorrad geht das natürlich alles viel einfacher...

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  4. Ich bin Ende August auch fast eingegangen durch die Hitze. Aber da hatte ich mein eigenes Wasser dabei. Wenn der Wirt sich bereichern wollte, ist das natürlich unschön und ein Grund den Ort oder den Caterer zu wechseln. Wenigstens das Wasser hätte er bei den Temperaturen vergünstigt abgeben können, wenn nicht sogar kostenlos.

    Ich habe bei einer Veranstaltung in Berlin ein Wassermobil kennengelernt. Das kam von den Wasserwerken selber und gab Leitungswasser (mit/ohne Sprudel) soviel man wollte zu einem symbolischen Preis ab. Das war richtig klasse bei den damals vorherrschenden Temperaturen.

    Für deine Schulter drücke ich die Daumen. Hoffentlich darfst du bald wieder fahren.

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