Ellie und ich

Ellie und ich

Montag, 8. September 2014

7.9.2014 - Guckst du scheiße, fährst du scheiße - Intensiv-Schräglagentraining in Eicklingen bei Celle mit 'race&fun'

Vor Monaten buchte ich hier KLICK zwei Personen auf einen Termin. Der Termin verschob sich dann, die teilnehmende Personenanzahl dann später ebenfalls.
Die Gründe sind euch bekannt ...

Die Buchung war fest - was vormals als Geburtstagsgeschenk angekündigt war, mußte ich nun allein übernehmen. Stornierung war nicht möglich, weil ich beim Buchen nicht darauf geachtet hatte. Aber damals beim Buchen war mir auch nicht in den Sinn gekommen, dass ich den Punkt Stornierung überhaupt hätte beachten SOLLEN ... !

Da ich derzeit wenig Futterkosten habe, bekam ich das trotzdem irgendwie am Limit geregelt. So war die Gummiwoche halt auf zwei Wochen verteilt ... mies, aber nicht anders hinzubekommen.  

Ich hatte ehrlich gesagt anfangs wenig Lust, da hinzufahren. Mir war nicht nach Übung. Ich hatte die Vergangenheit noch im Kopf. Aber verkriechen ist auch Mist, und wer braucht schon Mist (außer den Landwirten).


Aber ... wer neue Türen öffnen möchte, muß den Blickwinkel verändern!



Am Sonntagmorgen um 7 Uhr fiepte der Wecker also gnadenlos. Ein schlaftrunkener Blick nach draußen: Suppe. Dicker Nebel. Es war nicht kalt.
Das Training würde bei jedem Wetter stattfinden, hieß es in der Bestätigungsmail. Regennasser Platz wäre sogar besonders gut für die Übung.
Ich packte also zwei Motorradhosen und zwei Jacken ein, zwei Paar Stiefel - gerüstet für den Regenguß, so er denn kommen würde.

Gegen 9 Uhr kam ich auf dem Gelände an. Einzige Frau, fünf Männer, zwei Trainer. Bänke vor dem aufklappbaren Wagen, somit regensicher von oben.
Obst, Müsliriegel, Kaffee und Kaltgetränke standen für uns alle kostenlos zur Verfügung.

Los ging es mit Kaffee, der uns allen zur Verfügung stand. Eine kurze Vorstellungsrunde, wer wir sind, was wir vom Kurs erwarten.
Dann kamen die Einweisungen. Ein Check unserer Motorradklamotten, wo schon 2/3 der Leute durchfielen.
Leder - und nichts anderes. 
Micha, einer der Trainer, hatte eine alte Lederkombi als deutliches Demonstrationsbeispiel mitgebracht.

Rutschende und sich verschiebende Protektoren wurden bemängelt. Schuhe kritisiert.
Sicherheitsstandard gleich Null bei mir, na bravo.
Ich mag reine Lederklamotten nicht. Zu schwitzig, zu schwer, zu teuer - und für Frauen gibts kaum wirklich passendes. Außer Maßanfertigung. Und zu Preisen, wo ich keinen Zugang habe. Muß ich jetzt mal sehen, wie ich meine Ausrüstung verbessere. Bei den Handschuhen fange ich mal an! 

Dann ging es los mit dem Fahren. Erstmal das Bike kennenlernen.

Wir fingen bei 20° Schräglage an. Das ist das, was ich sonst so fahre.
Ich war an vierter Stelle dran. Rauf auf den Hobel, und erstmal eingewöhnen. Ich, auf einem fremden Motorrad, was ganz ungewohntes.

Locker ist was anderes. Erstmal alles im ersten Gang. Okay, das ging. Trotzdem - Achten zu fahren und keinen Plan im Kopf, Blickführung scheiße - die erste Trainingseinheit war ziemlich frustrierend. Ich fixierte die falschen Punkte, starrte wie hypnotisiert die roten Hütchen an ... fuhr einfach total neben mir.

Zwischendurch kamen gute Tipps, viele Hinweise. Die konnte ich schwer umsetzen, ich brauche immer wen, der das VORMACHT.
Ok, also fuhr der Trainer die nächste Runde mal mit dem Roller voraus. So konnte ich mir zumindest ansatzweise eine Linie denken. Genauso machte es damals übrigens mein Fahrlehrer vor!



Guckst du scheiße ... fährst du scheiße ... Heike übt den richtigen Blick



Nächste Runde im zweiten Gang und mit 25° Schräglage. Nun kam das so genannte energische Kommandieren, wenn meine Kollegen das mit der Blickführung nicht hinbekamen. Die Trainer hockten sich zu den orangefarbenen Hütchen in der Mitte und brüllten Kommandos. Was sich befremdlich anhört, funktionierte aber. "Hierher gucken - HIER HER GUCKEN - GUCK HIERHER VERDAMMT NOCHMAL" - wobei sie sich selber fast kringelig lachten dabei.
Dieses System funktionierte - die Methode mag sich merkwürdig lesen, aber ich garantiere - es ist ein Erfolg!

Die Teilnehmer zuckten nämlich mit dem Kopf in die richtige Stellung und die Kurven saßen plötzlich perfekt. Erfolgserlebnisse.
Sich für Geld anschreien lassen - und dann auch noch Erfolge damit erzielen. Cool.

Da ich das nicht richtig umsetzen konnte, fuhr ich eine Übungsrunde als Sozia mit. Der Trainer erklärte mir die richtige Blickführung.



Guckst du scheiße, fährst du scheiße - guck auf die Mitte, nicht auf die Rolle, guck bis zum Ausgang der Runde dahin!

Heike hochkonzentriert beim richtigen Gucken, während Knut mit der linken Hand gestikuliert; die linke Hand braucht man nämlich dabei eigentlich gar nicht ... mhm ...


So bekam ich ein besseres Gefühl für das Hinsehen.

Zwischendurch regnete es leicht - perfekte Rutschbedingungen, aber uns würde nichts passieren, weil die Flügel einen Rutscher abfangen würden. Meine drei Vorreiter fuhren die Reifen gut trocken, und als ich dann dran war, kam die Sonne raus.

Bis zur Mittagspause waren wir alle nassgeschwitzt. Jeder wurde gefordert - jeder hatte andere Wünsche an sich und das Training. Die, die vormals zögerten, konnten das Knieanschleifen gar nicht abwarten.

Es folgte eine Trockenübung zum Thema Hanging-off.


Ich hatte mächtig viel Spaß beim Proben


Einer der Teilnehmer - er hatte ein Bike mit den berühmten drei Buchstaben und der Leuchtweste - ging total aus sich heraus und mußte später über sich selber witzeln. Die Jungs waren insgesamt sehr witzig. Bunt gemischt vom Alter, von der Erfahrung und von den Typen her. Ich kam mir da zeitweise wie ein Heimchen vor.
Der Trainer gab sich aber alle Mühe, mir die Kniffe beizubringen. Aber erst, als ich als Sozia mitgefahren war, kapierte ich endlich, wie Blickführung einen retten kann. Das mit dem Arm beugen bekam ich aber nicht in den Kopf.
Arm beugen in der Schräglage bringt noch mehr Schräglage. Üben, Üben, Achten ziehen ...

Irgendwann waren wir dann bei 40° Schräglage angekommen. Nach jedem Durchgang wurden die Wings um eine Stufe (5°)  verstellt. 
Je länger der Kurs ging, umso schräger wurden die Wings eingestellt. Umso tiefer ging das Motorrad runter.

Wir waren immer nur im zweiten Gang unterwegs!

Die Minuten, die wir da unsere Achten durchzogen, waren nicht lang - aber hochkonzentriert für uns.

Ich schaffte es Stück für Stück, die Runden größer zu ziehen - allein das Gas geben lief zu ruckelig und zu unsauber ab. So kam ich auch nicht sauber um die Kurven. Trotzdem schaffte ich es jedes Mal, das Bike auf die Stützräder zu setzen.
So langsam wurde es besser.


Konzentrierter Blick zur Mitte



Noch reichlich krampfig - ich hatte noch kein Einheitsgefühl entwickelt


Nach jedem Durchgang torkelte ich zur Rastbank, zog mit zitternden Händen die Handschuhe aus und prophezeite "Na das war dann wohl die letzte Runde, wo ich die Räder runterkrieg". Meine Blickführung verbesserte sich zwar, aber dieses Gekurve machte mich schwummerig. Einem anderen Teilnehmer ging es ähnlich.
Die Jungs trösteten mich aber. Das hätte doch gut ausgesehen. Ich wäre doch runtergekommen. Ich würde das mit Sicherheit auch noch mit noch 5° schräger packen ... ihr Spaßvögel, dachte ich ...
Trotzdem freute ich mich über konstruktive Bemerkungen und versuchte in Gedanken, die Hinweise der Trainer zu verstoffwechseln.

Die bereitgestellten Müsliriegel und die Bananen wurden mit Dankbarkeit einverleibt - wir brauchten alle die Energie zurück, die wir da auf dem Feld gelassen hatten.
Hochleistung für den Körper und die Konzentration!

Bei 45° hatte ich zunächst einfach keinen Bock mehr. Bis mir der Trainer kurze und knackige Hinweise gab. Die mich erst verwirrten, aber als ich das alles über Bord warf und einfach machte - mit Blickkontakt zu den Hütchen bis zum Ausgang der Kurve - da warf sich das Bike wie von selbst auf die Seite. Ich probierte das mit etwas mehr Gas - es war wirklich kaum mehr wie 30/35 km/h - ich winkelte das eine Bein ab, preßte das kurvenäußere Knie an den Tank, hing mich zur Seite, und dann schraddelte ich tatsächlich die gesamte Kurve in 45°. Hin und wieder zurück. Sogar die von mir gehasste Rechtskurve bekam ich Stück für Stück besser geregelt. Anfangs schrabte meine Fußspitze auf dem Boden, wenn ich in Schräglage ging - ups, da war doch was. Mit den Fußspitzen auf die Rasten, nicht mit der Fußmitte, Heike!

Ich fuhr und fuhr und ignorierte die winkenden Trainer. Sie hatten uns anfangs gesagt, wir sollten uns nicht irritieren lassen von Aktionen am Rand. Sie würden sich schon irgendwie bemerkbar machen, wenn wir anhalten sollten.

Dann zappelte der eine aber so herum, dass ich ihn nicht mehr ausblenden konnte. Ich fuhr aus dem Kreis heraus zu ihm hin. Es kam der Hinweis, ich sollte noch mehr Schultern runter nehmen, Arm anklappen, etwas mehr den Kopf zurechthalten ... Okay, also noch weitere Runden.
Wieder gings runter auf die Rollen.
Dann war ich geschafft und da nahte auch schon die Ablösung. Der nächste war dran.

Mit zitternden Knien stieg ich vom Bike ab.

Ich nahm den Helm ab und meinte: "Okay, mein Ziel ist erreicht - ich bin über meine Grenze." Die letzte Runde sollte auf 50° Schräglage gefahren werden.
Ein Teilnehmer aus Hamburg schmunzelte. Das hätte ich bei 40° und bei 45° auch gesagt - er sei sich sicher, dass ich das mit den 50° hinkriegen werde.
Hm - dankeschön, Unbekannter.
Aber ich fühlte mich wie ein Pfannkuchen.
Btw - selbst der Könner unter den Teilnehmern mußte zugeben, dass ihn die 45° und das bewußte Knieschleifen sehr angestrengt hätte und er sich äußerst unwohl gefühlt hatte. Das war anfangs auch zu sehen gewesen - hochgezogene Schultern, steife Gesamthaltung.

Knut, der Trainer, zeigte uns dann live auf dem Motorrad, wie das aussehen kann mit dem Hanging-off. Mein Neid war ihm sicher.
Gerade die Knieschleifer-Fraktion war jetzt besonders aufmerksam.
Erst wollte nur einer, aber nun waren endgültig alle fünf angefixt.

Ich hielt mich zurück. Ich war froh, das ich die 45° gepackt hatte. Das war für mich schon ziemlich schräg!

Die Jungs waren mit Macht bei der Sache. Das Knie mußte unbedingt runter. Ich beobachtete den Haufen und dachte mir meinen Teil.
Dann war ich dran.
Der Trainer gab letzte Anweisungen, die wie in den Wind gesprochen waren. Ich setzte mich rauf und fuhr erstmal los. Mir selber war wichtig, die Kurven mit mehr Tempo zu nehmen und das Gas gleichmäßiger aufzumachen.
Es war wie verhext - entweder ich versemmelte die Blickführung, oder das Gas war rappelig, ich war einfach zu bemüht.
Mittlerweile war es 16 Uhr durch und wir Teilnehmer alle etwas geschafft von dem ungewohnten Training.

Wenige Runden danach winkte Micha mich ran. Gab mir weitere Hinweise. Ich war aber groggy gefahren, hatte keine wirkliche Laune mehr.
Da kam dann die Befreiung - er sagte mir "Dann fahr einfach die letzten Runden nur für Dich, zum Spaß - denn Du sollst mit Freude hier vom Hof gehen!"

Und dann fuhr ich. Nur für mich.
Und auf einmal machte es Klick. Ich nahm das Knie raus, preßte mit dem anderen fest am Tank, winkelte den Ellenbogen richtig, klebte mich richtig an den Korpus ran, und das Motorrad warf sich quasi von allein in die Schräglage - ich hörte die Rolle schraddeln, da war die Kurve schon vorbei.
50°
Konzentrierte Blickführung zum nächsten orangefarbenen Hütchen - rechtsseitig - meine schwache Seite.
Genau das gleiche - ich hörte die Rolle. Das Gas wurde gleichmäßiger und das höhere Tempo hielt sich - ich hatte definitiv das Richtige getan und meinen Drive gefunden. Unglaublich aber wahr - ich fuhr entspannt, obwohl ich hochkonzentriert war.
Ich hing da ab, als hätte ich nie etwas anderes gemacht. Das Pflaster war sehr dicht an meiner Hand, einmal setzte ich sogar mit dem Fuß auf - ups, vermalledeite Fußspitze.
Eine schnelle Korrektur der Haltung, und dann lag ich wieder so schön drinnen in der Linkskurve - und auf einmal hob ich meine linke Hand an, und hielt den Griff nur noch mit drei Fingern ganz locker. Denn es ist ja eine Lenkstange, keine Festhaltestange ...
Knut hatte uns gesagt, dass man die linke Hand nicht zwangsläufig braucht, wenn alles paßt. Und da paßte alles.
Das Gefühl dabei war unbeschreiblich.
Was für ein Kick!!!


Unfassbar - das bin ICH
Die Fotos beweisen es!


Gleich geht das Knie noch etwas raus, der linke Arm beugt sich und wuppdich - liegt das Bike auf der Rolle - Heike bei 50° Schräglage


Ich fühlte mit jeder Phase meines Ichs, wie es lief, und DAS es lief. 
Alles ging innerhalb weniger Sekunden ab - links gekurvt, Blickwechsel - rechts gekurvt.
Wo ich zu Beginn des Kurses immer zu enge Kreise gefahren war - viel zu weit weg von den roten Hütchen - ging es jetzt weiträumig ziemlich nah an den roten Hütchen entlang auf der äußeren Linie. Ich sah die aber nicht, ich fixierte die Mitte und fuhr meine Linie, genau wie es sein sollte.
Ich will nicht sagen, dass ich wie im Rausch war - ich war für die Zeit aber eine fühlbare Einheit mit der Maschine, des Übungsplatzes und der Fahrphysik.

Dann sah ich aus den Augenwinkeln den nächsten Teilnehmer nahen. Mir reichte es körperlich jetzt auch. Ich hätte kopfmäßig vom Kick her noch ewig so weiterfahren wollen. Aber bevor ich mich überschätze und durch einen winzigen Fahrfehler am Ende doch noch Blödsinn fahre, hörte ich aus Vernunftgründen jetzt auf. 
Unabhängig davon wußten die Trainer bei jedem Teilnehmer ganz genau, wann es das beste war, aufzuhören. Sie haben jahrelange Erfahrung und sahen ALLES. Sie hätten uns nie über unsere Kräfte fahren lassen. Und genau DAS macht diesen Kurs so anders und so wertvoll. Wenige Teilnehmer, zwei Trainer - das ist wirklich gute Betreuung!

So fuhr ich zum Haltepunkt, bremste mich in den Stand, kickte den Seitenständer heraus und stellte den Motor ab.

Als ich vom Motorrad stieg - noch ganz berauscht - kamen die Jungs an und machten die La Ola Welle vor mir.
Ich hätte fast geheult vor Freude *schniiief*

Und der Hamburger sagte: "Siehste - auch hier warst Du mit den Rollen unten - ich sagte Dir doch, Du packst das!"

Das tat SO gut.
Ich selber fühlte mich halt nicht fähig genug - wurde aber hier gelobt, korrigiert und gleichwertig behandelt. Da glaubten Wildfremde an mich. Diese Worte motivierten mich unglaublich.
Ich hatte mich ja auch Stück für Stück gesteigert - die Fotos beweisen es.
Bei quasi Null angefangen, und am Ende des Kurses ein Ziel erreicht, was ich nie für möglich gehalten hatte.

Das Adrenalin in mir kochte noch, mir zitterten jetzt auf einmal die Hände - Augenblicke später wurde mir kalt und ich mußte andauernd zum Klo rennen.
Die Anspannung löste sich. Aber es war eine positive Anspannung!

Als der letzte Teilnehmer seine Kniee geschliffen hatte, war es schon fast 18 Uhr.

Wir erhielten jeder eine Urkunde, mit der wir uns für ein Foto vor das Übungsmotorrad stellten. Dann gab es noch ein Gruppenfoto.

Unsere Truppe vom 7.9.2014 
mit den Trainern Micha (links) und Knut (rechts) von www.race-and-fun.com
Das Motorrad liegt auf 50° Schräglage - das Maximum - mehr gab es nicht! 


Nicht zu sehen: Chantal (die die Fotos machte) und Regina (die die Fotos verschickte - danke Dir, dass ich sie so schnell bekam!)


Fazit des Tages:

Kleine Gruppe, sehr gute Betreuung, viele Tipps und Tricks aus jahrelanger Erfahrung. Klare Buchungsempfehlung.

Kennengelernt hatte ich race and fun letztes Jahr in Wolfsburg bei den Motorradtagen. Ich werde nächstes Frühjahr meine Fähigkeiten auffrischen und erneut bei ihnen buchen. Der Kursus hat nicht einfach nur Spaß gemacht. Er hat mich weitergebracht mit Spaß!

Denn: 
Heute, 8.9., bin ich mit Ellie meine Hausrunde gefahren.
Ich fuhr sie GANZ anders.
Andere Blickführung. Andere Sicherheit zum Motorrad. Da war jetzt einfach mehr Vertrauen.

Trotzdem kein Übermut, denn - wie Knut schon sagte - wer richtig Speed geben und sich austoben will, sollte das nur auf der Renne tun.
Öffentliche Straßen eignen sich für so etwas nicht.
Und ebenfalls wichtig - Wiederholungen. So ein Kurs einmal im Jahr gemacht, möglichst zum Anfang der Saison, bringt einem vieles zurück in die Bewegungsabläufe, die im Winter eingerostet sind.
So ein Kurs kann mir helfen, in brenzligen Situationen Millimeter zu gewinnen, die im schlimmsten Fall zwischen hop oder top entscheiden ...

Und last but not least der Slogan des Tages:

GUCKST DU SCHEISSE - FÄHRST DU SCHEISSE

Blickführung ist das A und O vonns janze.

Ein Aue als Gruß für Knut, Micha und die anderen :-)


Der einzige Wehrmutstropfen war, dass hinterher niemand da war, mit dem ich meine Euphorie teilen konnte, den ich kneifen und knuffen konnte und der sich live mit mir freute ...
Aber irgendwas ist ja immer ... und deshalb gibt es diesen Blog - ich teile das mit EUCH - und wen ich live erwische, den knuddel ich dann! Jawoll ja :-)!

Alles Liebe - eure 50°Heike


P.S. Ich habe manch ziemlich verrückten Leser ;-) !!!
DU WEISST DAS ICH DICH MEINE, Mädel !!!
Ich drück Dich mal und sage - GUTES GELINGEN. Grüß mir die Jungs!



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13 Kommentare:

  1. Hey! Das ist so klasse! Das freut mich so sehr, das zu lesen!
    So ein Training werde ich auf jeden Fall auch mal mitmachen!

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  2. Vom ersten bis zum letzten Wort total authentisch geschrieben. Jede deiner erlebten Momente konnte ich nachvollziehen; deine Ängste und vorallem auch deine Freuden konnte ich aus deinen Worten entnehmen.

    Mich freut, dass dich dieses Training nicht nur e i n e n, sondern vermutlich sogar z w e i Schritte nach vorne gebracht hat. Und ich gehe davon aus, dass dir das Fahren mit Ellie nun noch mehr Spass machen wird.
    Nun heisst es für dich immer wieder mal ein bisschen üben; das Gelernte verinnerlichen - damit es nicht wieder weggeschwemmt wird.

    Chakka!

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  3. Ich fühle mich, als wäre ich dabei gewesen. Ich hätte die selben Ängste ausgestanden und die gleichen Kommandos gebraucht, um zu funktionieren. Aber das Training wird in Deine Muskeln eingehen, und die werden sich daran erinnern, wenn Du es am dringendsten brauchst... Mein Training ist schon viele Jahre her, aber muscle memory kicks in... sobald ich es nötig habe. Klasse Bericht, Heike!

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  4. Da wäre ich auch gern mit dabei gewesen.
    Wo fand das denn statt ?

    Ich fing dieses Jahr, nach 13 Jahren Auszeit, wieder mit dem Motorrad fahren an.

    LG Claudia

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  5. Hallo Heike,

    Claudia noch mal, habe gesehen, dass das Training in Celle statt findet.
    Vlt. melde ich mich da noch an ... wären zwar 7oo km von Konstanz aus,
    aber dazu hätte ich echt auch Lust. Gruss Claudia

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    1. Hallo Claudia - falls Du tatsächlich diese weite Strecke fahren würdest, bekommst Du bei mir selbstverständlich eine Übernachtungsmöglichkeit. Ansonsten schreibe die Trainer ruhig mal an - vielleicht haben sie Infos, ob bei Dir in der Nähe so ein Intensivtraining auch buchbar ist.
      Das Geheimnis ist eben: wenige Teilnehmer, mehrere Trainer.
      Sicherheitskurse vom ADAC sind auch gut. Mir persönlich sind da zuviele Zuschauer, und zuviele Teilnehmer.
      Das hier war überschaubar und lehrreich, ohne dutzende Zuschauer, die eh immer alles besser wissen (ich hatte mal vor zwei Jahren beim ADAC Sicherheitstraining in Hannover zugeschaut ... für mich war das nichts).
      Und sicherlich ist es für die race&fun Trainer eine Ehre, jemand extra aus Konstanz angereistes ganz besonders zu schulen.
      Mein Angebot steht, was die kostenlose Übernachtungsmöglichkeit angeht :-).
      Schöne Grüße nach dem schönen Konstanz, Heike

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  6. Liebe Heike, da wirst dich wundern, wie schnell du mich an der Backe hast,
    ich schrieb den racern gerade mal ne eMail ... Gruss ICH, die schon wieder
    komplett aus dem Häuschen ist - boeh was für ein Gefühl jetzt schon ;-))

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  7. Hi Claudia - ich bin bis Ende September am Wochenende leider nicht zuhause - schreibe mir doch bitte mal hier über die Kommentarfunktion Deine Emailadresse - keine Bange, ich sichte die Kommis ja vorher und werde die also nicht öffentlich posten. Dann können wir näheres besprechen.
    Schöne Grüße - Heike

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  8. Gratuliere zum Knieschleiferdiplom!
    So einen Kurs wollte ich auch schon mal machen...aber die Zeit, das Geld und eigentlich kann ich ja...*hüstel*
    Bin gestern mit meiner Leihmaschine ( einer Supermoto) etwas zu schräg in den Kreisverkehr, und upps...der Schuh war am Boden...gleich an Deinen Post gedacht und beim nächsten mal die Spitze auf die Raste...
    Gruß aus dem Süden
    Marcus

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    1. Hei Marcus - ich habe nicht wirklich geschliffen ;-). Ich war ganz einfach ziemlich dicht unten :-). Aber schön, das mein Post Dir etwas weiterhelfen konnte bezüglich der Fußhaltung! Ich muß mich beim Fahren auch ständig nachkorrigieren, was die Fußhaltung angeht :-( ... ich hatte mir da schlechtes angewöhnt. Man lernt eben nie aus! Ich freue mich schon heftig auf das Frühjahr und die Erneuerung/Verbesserung meiner Fähigkeiten!
      Viele Grüße in den Süden!

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  9. Hallo Heike,

    das ist ja super, Gratulation !
    Du hast dort soviel in so kurzer Zeit möglich gemacht, dass du dir jetzt wie eine Andere vorkommst, ne ? So eine Art Queen of the Road ;-)
    Üben kann man übrigens gut auf so Supermarktparkplätzen Sonntag früh. Das tu ich auch manchmal hier auf dem grossen.
    Aber so einen Kurs brauch ich auch ! Hast du den Intensiv für 169 Euro genommen ?

    Mal noch was anderes. Erhältst du eigentlich meine emails ? Hatte z.B. an deinem Geb. eine geschrieben ?
    Liebe Grüsse, Michael

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  10. Hei Micha - ja, ich habe den Intensiv genommen. Supermarktparkplätze sind bedingt geeignet - einige haben Kameras auf dem Dach und der Boden ist nicht überall geeignet - zumindest hier bei uns :-(. Ich übe sowas nur unter Aufsicht - besser ist das ...
    Ja, ich bekomme Deine Mails und auch die zum Geburtstag habe ich bekommen, nur noch nicht beantwortet, sorry !!! Danke für die Glückwünsche :-) !!!
    Liebe Grüße
    Heike

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  11. Puuuh, was ein Abenteuer. Gut gemacht :-)

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