Ellie und ich

Ellie und ich

Mittwoch, 23. September 2015

Eine Themenreihe: Camping - Heute: die Campingküche

Campingküche!

Ihr erwartet jetzt doch nicht eine Linkliste und eine Aufstellung meiner Küchenutensilien? Doch? Pech gehabt ;-).

Das, was ich hier beschreibe, ist meine persönliche Ausrüstung, auf meine Bedürfnisse zugeschnittten. 
Bei Svenja findet ihr eine richtig gute Checkliste, an der ich mich auch orientiert hatte.

Für mich persönlich wichtig: Kosten und Funktionalität.
Trangia ist schön, aber kostenintensiv.
Primus tut es auch.
Ich kaufe grundsätzlich nach der Saison - da purzeln die Preise, und man kann viele Schnäppchen machen. Mein Favorit ist Campz.de - hier findet man Markenware, und im Vergleich zu den teuren Internetglobetrotterläden schneidet Campz sehr gut ab!

Trockencampen in der Wohnung ... eine Winter-Frust-Aktion, als ich das Denali neu hatte und der Winter einfach kein Ende nahm ;-)

Bei öden Regentagen hocke ich auf dem Zimmerfußboden, schwelge in Erinnerungen und um mich herum liegt verteilt der Inhalt meiner Ortlieb Rackpack Tasche (Größe M).

Ich beäuge jedes Stück, prüfe es auf Unversehrtheit, stelle neue Textilien zusammen, wische die toten Ameisen aus dem Alubecher, kontrolliere die Campingküche auf Vollständigkeit ...  

Immer dabei: 

  • Die kleine Gaskartusche mit Aufsatz und Fußhalterung! 
  • Ein Thermosbecher (von Louis gekauft; hält super warm und ist groß genug, um auch als Schöpfbecher/Duschersatz zu dienen). 
  • Ein Teekesselchen. Und Teebeutel, selbstverständlich ...

Sieht winzig aus, und doch gehen hier 0,9 Liter Wasser hinein!

Es faucht, es zischt - für mich hat dieses Geräusch etwas absolut heimeliges an sich: der Kocher in Aktion!
Die Gaskartuschen sind in fast jeder Tankstelle käuflich zu erwerben. Oder im Outdoor-Shop.


Memo an mich und euch:
  • Genug Feuerzeuge dabei? Nehmt Leuchtfarben. Orange ist gut. Rot ebenfalls. Grün, oder tarngemustert ist Blödsinn. Wenn das ins Gras fällt, findet ihr es fast nie wieder. Deshalb auch: mehrere mitnehmen, dann ist ein eventueller Verlust zu verschmerzen. Nichts ist übrigens übler, als bei Regen über den Campingplatz laufen zu müssen und wie ein Bettler an den fest verrammelten Wohnmobiltüren der Nachbarn zu klopfen und um Feuer zu betteln ... bei meinem Glück sind das meist Nichtraucher! Einmal passiert, als ich mein einziges Feuerzeug - in wunderschönem Indigoblau (also bei Dunkelheit im Gras unauffindbar) - verlegt hatte und bei den Nachbarn reihum klopfen mußte ...




Manchmal ist auch mein kleiner, faltbarer Alutisch dabei. Leichtgewicht, und eine feste Abstellfläche für Feuer, Getränke und anderes.
Ein Nice-to-have.

Ist der Tisch nicht dabei, fungiert Ellie als Frühstückstisch - auf Augenhöhe. Das rote Tuch ist eine Schaumstoffunterlage für den Tankrucksack, damit der Lack nicht zerkratzt. Hier: Tischtuch (praktisch denken...)


Ebenfalls wichtig:
  • Genug Gas in der Kartusche? Warum das so wichtig ist, versteht sich von selbst ...
  • Teebeutel, Zucker-, Pfeffer- und Salztütchen trocken, sauber und in ausreichender Menge dabei? Gut verpackt als Schutz gegen Insekten?
  • löslicher Kaffee noch löslich, oder schon ein unansehnlicher Klumpen durch Luft ziehenden Aufbewahrungsbehälter?

Die kleine Campingküche in Aktion!
Diese blaue und graue Schale ist ein Set - der graue Teil ist gleichzeitig Suppenschale mit Haltegriff; das Plastikbesteck hat genau die richtige Größe und paßt hinein, und mit einem Kabelbinder kann man das Besteck auffädeln; das Messer ist übrigens schärfer als es den Anschein hatte ... die Oberschale ist Teller oder Schüssel.
Zu finden bei campz.de
Wildo Camp-a-Box
Das weiße Schneidbrett fehlte in jeder Lieferung - keine Ahnung, warum ... ich reklamierte das 2x und bekam jedesmal prompt Ersatz - ebenfalls OHNE Schneidbrett ... nun denn, jetzt hat der Zettfahrer auch so ein Set, umsonst!
Der faltbare Becher ist niedlich, aber es paßt echt wenig hinein ... der blieb zuhause

Minipfanne - und gespanntes Warten auf das Rührei
Hier paßt natürlich kein Svenja-kompatibles Entrecote hinein - aber zum Frühstück zubereiten langt das Pfännchen allemal!

Ausweichquartier Wanderhütte - hier nahm ich die größere Pfanne (22 cm Durchmesser) mit eiskaltem Händchen, einem Holzlöffel mit abgeschnittenem Stil und Essen von Zuhause.
Damals hatte ich das Teekesselchen noch nicht und kochte mein Teewasser im Primus-Set - oben Deckel/Pfanne und unten Topf/Kessel
Da alles beschichtet ist, solltet ihr wirklich auf Holzbesteck achten.
Die Beschichtung der Gerätschaften ist empfindlich!

Ausweichquartier Wanderhütte - hilfe, was habe ich gefroren in dem blöden Salewa Schlafsack - damals hatte ich das Fleece-Inlet nämlich noch nicht!
Die Hütte hielt zwar das Wasser von oben ab, aber die Ohrenkneifer und die Luftfeuchtigkeit leider nicht ...


Dann habe ich noch ein echt praktisches Ding - die Ortlieb Faltschüssel, 5 Liter Inhalt!



Hier fungierte die Faltschüssel als Waschtasche!

Diese Faltschüssel ist mit 5 Litern absolut ausreichend. Es gibt sie auch mit 15, aber das ist definitiv zu riesig.
Wer die Ortlieb Materialen kennt, weiß: das ist eine robuste, wasserfeste/dichte Plane. Man kann die Tasche zusammenfalten, rollen und hat ... eine kleine zweifinger breite Wurst, die überall mit reinpaßt.
Hier schöpfte ich schon Waschwasser mit, sammelte Grünzeug, Beeren und Pilze hinein, sie war Abwaschschüssel oder Wäschewasch-Maschine ... kurzum: das Ding ist klasse!

Eine kleine Klickbox mit Abwaschschwamm, abgefülltem Spülmittel und ein kleines Geschirrtuch - fertig ist meine Ausrüstung!

Klickbox durchsichtig mit Zuckertütchen und Tee, Ortlieb Falttasche, Abwaschklickbox

Okay, ich habe euch beschwindelt - hier kommt doch eine Auflistung!

  • Ortlieb Faltschüssel
  • Gaskartusche und -Füßchen
  • Alutisch (nach Bedarf; nice to have)
  • Teekesselchen
  • Thermosbecher
  • Klickbox Mini mit Teebeuteln
  • Klickbox Mini mit Gewürzen
  • Essen nach Bedarf (Knäckebrot und Hartwurst tun es zur Not auch als schnelles Frühstück, bevor man eine Bäckerei überfällt - ich für meine Person schaffe es nicht, ohne Frühstück aufs Motorrad zu steigen; zumindest EINE Scheibe Knäcke-mit-was-Salzigem-drauf muß sein, sonst bin ich zu schnell ausgepowert!)
  • kleine Portionsflasche mit Olivenöl, die ich aber nur mitnehme, wenn ich auch wirklich braten will
  • Primus Kochtopf mit Deckel/Pfanne
  • 22 cm Pfanne mit eiskaltem Händchen
  • Camp-a-Box plus 3-teiligem Besteck
  • Kochlöffel aus Holz
  • Klickbox mit Abwaschschwamm, Spüli und Handtuch
  • Stofftasche, Abfallbeutel 20 Liter, 3 Gefrierbeutel, Beutelklips
  • Notfall-Müsliriegel ... da ich ein bekennender Fleischfrühstücker bin, werde ich mich nie mit diesem Körnerzeugs (Müsli zum Frühstück ist für mich ein No-Go, Körner vertrage ich nicht ... ich bin kein Huhn) anfreunden und so einen Riegel nur im Notfall vertilgen ... 

Die Klickboxen bekommt ihr in 1-Euro-Shops oder beim Discounter. Klarsichtdosen haben sie leider nur selten - hier wählte ich grün für Kräutertee/Zucker/Süßstoff und Gelb für Gewürze (Curry ist gelb ... das ist meine Eselsbrücke).

Je nachdem, wie lange ich wegfahre, stelle ich die Küche dementsprechend zusammen.

Kurze Tripps: Minimalausstattung, also Kocher und Kesselchen. Bei den Kurzreisen ist das warme Essen meist am Abend bei einem Imbiß - zwischendurch gibt es Obst oder Sandwich vom Supermarkt.

Über 2 Tage: 22 cm Pfanne mit -Greifer, Bratöl, Pfannenwender/Kochlöffel. Hier wird abends auch mal gebrutzelt bzw. gebraten.

Ich packe die jeweilige Ausrüstung in einen kleinen Beutel zusammen - da klötert nichts herum, und man hat alles beieinander.
Der Beutel ist aus festem Material - hier kann man sich im Internet austoben - oder man nimmt einen kleinen Stoffbeutel, das geht auch - Kostenpunkt 1,- Euro ;-).

Ein-Tag-Verpflegung ... 
Mittags wurde bei der Gulaschkanone angehalten für eine warme Mahlzeit Nudeln mit Fleischsoße; in Güntersberge, bei Thale

Weitere nützliche Dinge gibt es im nächsten Blog, wenn es wieder heißt:


Heike & Ellie on Tour ... 
dann: Gedöns

    6 Kommentare:

    1. Hey, klasse! Stubencamping habe ich auch schon gemacht! Im Frühjahr, um das Zelt auszuprobieren. Das ist wirklich witzig, fast schon wie tatsächlich weg fahren.

      Ich habe einen kleinen Kocher von Edelrid, der ist sehr flach in der Bauweise und die Kartusche hängt an einem Schlauch dran, mit dem entsprechenden Ventil. Dadurch ist die Kibbelei schon mal aus dem Weg geräumt. Ansonsten besteht meine Küche nur aus einer Trangia Pfanne, Alu, hart anodisiert, dem eiskalten Händchen, einem Teller, einem Becher, der draußen an der Gepäckrolle hängt, einen halben Liter fasst und auch auf den Kocher gestellt werden kann. Dann habe ich noch eine Brotdose, da ist eine Kuchengabel, ein Teelöffel, ein Fläschchen mit Fit, eines mit Oel, sowie ein paar Tütchen Salz und Pfeffer und ein Feuerzeug. Das Messer habe ich am Gürtel. Und sonstiges Werkzeug an anderen Orten verstaut, etwa den Flaschenöffner.
      Ach ja, stimmt, und ein halber Abwaschschwamm steckt auch noch in der Pfanne und klemmt den ganzen Salalt fest. Meine Küche besteht also nur aus einem Gepäckstück + Kartusche und Becher. Im Tankrucksack habe ich dann noch meine Wasserflasche. Die ist da aber immer drin.

      Auf das Gedöns bin ich auch schon gespannt!

      Viele liebe Grüße,
      Minya

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      1. Stubencamping ist fein, jawoll. Quasi "Trockensurfen" ;-). Die Klickboxen sind wirklich praktisch. Feuchtigkeit ist beim Campen ja der Feind No. 1 für Teebeutel, Salz und Zucker. Klar könnte ich jeden Tag bei der Tankstelle frühstücken, aber meinen Morgentee brauche ich einfach noch "von der LuMa aus". Hab wohl englische Gene ;-).

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    2. Eine Menge Zeugs, hört sich aber vollständig an und wird dem einen oder anderen weiter helfen. Wieviel Platz nimmt denn das ganze Equipment insgesamt ein?

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      1. Siehe das Foto von Ellie. Gelbe Ortliebtasche Größe M, und dann die Satteltaschen mit 30 Litern pro Seite, wobei die dann mit Zeugs ausgestopft werden, was ich schnell erreichen möchte. Gewogen habe ich das ganze nicht, dürfte aber um die 8 -10 Kilo sein, inklusive Zelt, Klamotten, Schlafsack, LuMa und Akkupumpe für die LuMa. Die Küche selber wiegt kaum etwas. Muß ich nochmal auf die Waage stellen. Camping braucht immer etwas anderes als Hütten-Hopping.

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    3. Stimmt, "Stubencamping" :-)
      Kenne ich auch. Na SICHER wird das neue Zeit in der trockenen, sauberen Wohnung zum ersten Mal aufgebaut. Und wenn es denn auch mal steht, dann kann man ja auch schnell mal gucken, ob die Isomatte reinpasst. Und ist es gemütlich? Och jo, ist ganz beque.... *schnarch* :-D
      Wenn Kinder bis- hm, vielleicht 10, 11 oder 12 anwesend sind, ist es auch das absolut Größte, AUF JEDEN Fall im Zelt schlafen zu dürfen. Abenteuer mitten im Wohnzimmer.
      Kocher, Tisch, Pfanne etc. habe ich noch gar nicht. Meine bLeva (beste Lebensgefährtin von allen) mag Zelten nicht so, sodass ich dann in B&B oder Hütten zu finden bin.
      Und in Schweden durfte ich bei Svenja schnorren :-)
      Wenig Gepäck ist Trumpf. Und wenn man dann noch den Schwerpunkt niedrig halten kann, dann ist alles TOP.

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      1. Kinder - im Alter von ... hm ... 40 aufwärts?
        ;-)
        Ich finde zelten in der Wohnung heute noch genial. Leider ist mein Balkon nicht breit genug, sonst hätte ich das jetzt in den Wintertemperaturen auch mal gestemmt!
        Allein aus Neugier!

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