Ellie und ich

Ellie und ich

Dienstag, 4. September 2018

Abenteuerlicher Urlaub im August 2018 - Einleitung

Nachdem ich mehrere wunderbar erholsame Tage mit dem Zettfahrer am Arendsee verbracht hatte, lagen noch zwei Wochen Urlaub vor mir. Ich hatte mir mehrere Ziele ausgeguckt. Die Gegend zwischen Wolfsburg und Haldensleben oberhalb der A2 - der Flechtinger Höhenzug und der Drömling - war angepeilt.

Dort erwarteten mich unter anderem ein Schloß wie bei Dracula. Ein Sportboothafen. Ein verfallendes Rittergut. Ein Gutshaus mit einem sehr speziellen und reichlich unhöflichen Wiederbesitzer. Und Dutzende von sehr freundlichen Begegnungen, viel Natur und wunderschöne kurvige und schmale Straßen. Abtenteuerlicher Straßenbelag und immer mal wieder Umleitungen und Baustellen.

Die Touren forderten ihren Tribut. Ellie steht pünktlich zum Ende des Urlaubs zuhause in der Garage, und offenbar ist irgendwo eine Dichtung porös. Es sifft raus. Nächste Woche geht es in die Werkstatt. Diese Woche haben sie nämlich Urlaub. Das gönne ich ihnen, wenn auch mit Frust. Ohne Motorrad zu sein ist ziemlich ätzend.

Wenn man den Spritzverlauf anschaut und mit hilfsbereiten Bikerfreunden (danke, Paule!) bespricht, dann grenzt man das Problem doch gut ein ... wir hoffen jetzt alle darauf, dass es nur an der Dichtung der Wasserpumpe o.ä. liegt ...

Der Zettfahrer hat da weniger Probleme - er hat ja Stücker Drei zur Verfügung. Allerdings sind das nicht einfach zu fahrende Maschinen. Allerhöchstens der Joghurtbecher wäre etwas für mich. Mal schauen. Und probefahren. Am Sonntag vielleicht ...

Ich fang mal mit einer kleinen Runde an. Alles direkt bei mir in der Nähe.

KZ-Außenlager Schandelah





Dieses KZ-Mahnmal bzw. diese Stätte hatte ich vor längerer Zeit mal mit dem Fahrrad entdeckt. Auf dem Gelände ist wenig zu sehen. Der Verfall hat ganze Arbeit geleistet. Auf dem ehemaligen Friedhof ist sehr hohes Gebüsch, man kann den ehemaligen Ort nur auf einer Tafel sehen, und bis auf zwei Zecken am Bein brachte ich kein Fotomaterial mit nach Hause. Bei Google ist bis heute noch keine Hinweismarke gesetzt. Das hole ich mal händisch nach:




Weiter ging die Tour, in Richtung Süden von Wolfsburg aus gesehen.


Kurz hinter Wolfsburg, idyllisch an einem Teich. Das Unwetter nahte. Ich war an diesem Tag gut im Wetter schätzen, und fuhr immer wieder vor der Front weg.


Es ging dann über das Gebiet um Helmstedt herum quer am Elm entlang. Etwa 20 Kilometer vor Zuhause bekamen wir einige Tropfen ab. Die hiesigen Straßen waren schon trocken - das Unwetter tobte sich hinter dem Elm aus. Nämlich dort, wo Ellie und ich vorher waren und erfolgreich weg geflüchtet sind.


Der Anfang war also gemacht. Das Gebiet gefiel mir. Ich wollte den Erkundungsradius vergrößern, wenn das Wetter stabiler war.

Am Abend ging ich mit dem Zettfahrer noch lecker essen. In Abbenrode, zwischen Königslutter und Cremlingen, an der B1, gibt es nicht nur ein gutes Mühlen-Café, sondern auch ein gutes griechisches Restaurant. Den Besitzer kenne ich noch aus der näheren Vergangenheit. Wir durften die Motorräder im Biergarten parken. Bei Ellie war das kaum bemerkt, aber als der Zettfahrer anreiste, rümpften einige Gäste die Nasen. Normalerweise stehen die Fahrzeuge ja VOR dem Gebäude.

Da wir nicht richtig normal sind, paßte das aber so ganz prima ;-).


Fazit:
Der Anfang war schonmal wirklich gut angegangen. Erholauftrag: läuft!

5 Kommentare:

  1. Das ist ja "nur" eine gemütliche Tagestour! Komm doch mal runter in den Süden (Quartier kannste bei mir haben). Dann fahren wir eine Tagestour bis nach Italien & retour! Aber auch gemütlich mit Pausen! Keine Hektik oder Gerase!

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    1. Vielen lieben Dank für die Einladung. Bislang ist sooo eine große Reise nicht in meinem Lebensplan drin, aber man weiß ja nicht, was die Zukunft so bringt ;-)!

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  2. Ein Reisetag ganz nach unserem Geschmack! Schöne Gegend + Point of Interest, hier das Mahnmal. Spannend!
    Gute Weiterreise!

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  3. Ich finde es immer wieder erschütternd, wo man überall auf kleine KZ - Außenstellen trifft. Das Land ist eigentlich übersät gewesen damit. Es fällt einem damit immer schwerer, zu glauben, daß Leute das nicht gewußt haben sollen. An solchen Mahnmalen kann ich auch nur selten vorbei, ohne sie zu besehen.

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    1. Wenn man dem Link folgt, ist nachzulesen, dass diese Gedenkstätte sehr zurückhaltend kommentiert wurde von den Bewohnern der Umgegend. Siehe: "Verhältnis zur Bevölkerung im Umkreis". Ja, als ich diese Stätte mit Agathe entdeckt hatte, war ich sehr bedrückt. Das es SO dicht bei ist, zu dem Ort, wo ich jetzt wohne. Mitten in der Natur, Feldlärchen trillerten über mir und dann das. War ein sehr bewegendes zufälliges Ziel.

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