Ellie und ich

Ellie und ich

Donnerstag, 27. Februar 2014

Bannock - das Trapperbrot aus der Pfanne - ein Selbstversuch für Campingtouren/kleine Campingküche

Nachdem ich bei www.unterwegens.de ein wenig gestöbert hatte, fiel mir ein Rezept ins Auge: 

Bannock, das Trapperbrot.

Und ich dachte mir, das es eine gute Sache wäre, so etwas herzustellen, und dann auf meinen zukünftigen Campingtouren mitzunehmen.

Davor mußte ich allerdings erst einmal einen Selbstversuch starten.

2 Tassen Mehl
2 Teelöffel Backpulver
1/2 Teelöffel Salz
1 Tasse Wasser

Zutaten mischen, gut durchkneten. Ich nahm einen Rührquirl, und später eine Gabel, daran klebte der Teig nicht so fest.

Das ganze 15 Minuten ruhen lassen.

Dann den Teig in kleine Portionen abteilen und auf einem Teller zu einem dünnen Fladen kneten.





Ab damit in eine heiße Bratpfanne, in die ich vorher ein wenig Öl träufelte! Von beiden Seiten einige Minuten anbraten.




(Das mit dem Öl wird bei meiner Campingpfanne nur bedingt nötig sein, weil sie eine so genannte "non stickable"-Beschichtung hat, d.h. ganz wenig Fett gebraucht wird).

Nach wenigen Minuten ist ein leckerer Fladen hergestellt, ähnlich wie das Brot, was es beim Inder gibt. Je dünner, umso knuspriger und schneller fertig.

Kurz abkühlen lassen, und dann genießen.

Von den oben genannten Zutaten lassen sich etwa 9 dünne Fladen von einem Durchmesser eines Kuchentellers herstellen. Wer es dicker mag, kann sich auch kleine Brötchen backen - einfach ein fingerdickes Teigstück herstellen. Könnt ihr auf dem Foto entdecken - ich habe es durchgebrochen, um zu gucken, ob es durchgebacken ist. War es!



Das Bannock ist als Hauptmahlzeit oder als Beilage geeignet. Es ist lecker und mal etwas anderes im Vergleich zu labberigem Toastbrot. Der Teig läßt sich zuhause vorbereiten und gut mitnehmen. Es ist ein toller warmer Snack auf der Reisetour.

Bei empfindlichen Mägen könnte es wegen der Frische (und der verständlichen Gier auf frisches duftendes Brot) zu leichtem Magendruck führen. Satt macht es auf jeden Fall und ich finde die Idee, mir morgens mein Frühstücksbrot selber zu zaubern, einfach wunderbar.

Bannock sollte innerhalb eines Tages aufgebraucht sein - am nächsten Tag könnte es zäh und etwas pappig schmecken.


So, und nun zu meiner (momentanen) mobilen Küchenausrüstung!


Hier mal ein Teil meiner "Mopped-Küchenausrüstung" - es fehlen z.B. noch die 300CV Kartusche, das Kochset (2 Töpfe, 1,5 und 1,75 Liter - eine Pfanne 20cm Durchmesser - ein Deckel für alles passend), kleines Fläschchen mit Spülmittel und meine Allzweckwaffe: Feuchttücher von DM in der Familienpackung ...



Feuerzeuge - Kartuschenaufsatz für Campinggaz (das gängigste) - Thermobecher

Dosenöffner

Gewürze (zusammengeklaut bei diversen Junkfood-Anbietern) - 24 cm Teller mit hohem Rand, Ölfläschchen, scharfes Messer (Polo), Kunststoff-Besteck, Haferltasse (auch als Suppenschale oder Schöpfkelle geeignet), klappbarer Becher (500 ml)

Teebox mit Zucker und Teebeuteln  - Faltschüssel 5 Liter Inhalt - Handtuch und Geschirrschwamm

Das ich bei vielen Teilen Leuchtfarben gewählt habe, hat seinen Sinn. Schonmal im grünen Gras nach grünem Zubehör gesucht? Feuerzeuge sind da besonders pfiffig ... die verstecken sich schon beim Einpacken!
Klar kann man die überall nachkaufen. Aber wenn nicht gerade ein Raucher in der Nähe ist, könnte das schon blöd laufen: man selber sitzt hungrig im Gras und will gerade den Kocher anwerfen, um sein Steak zu atomisieren ... und dann? Kein Feuer!


Und so sieht es dann gepackt aus - paßt alles ohne Probleme in einen Stoffbeutel  




(ja - ich WAR im HRCafé in Amsterdam gewesen, langlang ist es her ... 1993 war's)


Paßt so, wie es da liegt, mit in den Tankrucksack rein, zusätzlich zu zwei Äpfeln, einer Dose Gulaschsuppe und einer Packung quadratische Nudeln (Mii genannt - nur heißes Wasser drauf, 4 Min. warten, fertig ...) - Nahrung für einen Abend, wohlgemerkt ... 

Die Nudeln sind Grundstoff für diverse Köstlichkeiten. Bei einem Blogger gelesen: Cornedbeef in die Pfanne, die Nudeln dazu - voilá ein Festmahl.
Wenn man den ganzen Tag auf Tour war, braucht man abends etwas nahrhaftes. Da hat die Salatfraktion keine Chance - Grünzeug habe ich ja dann vor Augen und unter dem Hintern (Rasen).


9 Kommentare:

  1. Dann sehen wir demnächst ein Foto von dir und Ellie, wie ihr auf einem Parkplatz mit Tischen und Bänken rastet und du die dieses Brot backst :)

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    1. Funny - du bist Hellseherin :-)! Borps - mir ist etwas komisch, zuviel warme Fladen gegessen ;-). Die dünne knusprige Version ist sooo lecker!

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  2. Bin beeindruckt. Das Moto Camping habe ich lange aufgegeben, ist mir einfach zu viel Schlepperei... eine Kreditkarte ist halt leichter ;-)
    Das Bannock Brot habe ich auch immer selbst gemacht, wenn wir unterwegens waren, aber dank Gluten Unverträglichkeit ist das Thema für mich vorbei, denn mit Dinkelmehl werden die zu pappig.

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  3. Hei Sonja - ich würde es mal mit Reis- oder Maismehl ausprobieren. Buchweizen würde sicherlich auch lecker sein, ich mag den leichten nussigen Geschmack!

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  4. Boah, lecker!!!

    Das mit den Fladen habe ich wohl etwas anderes gemacht. Ich habe einen Teigklumpen in die trockene, mittelheiße Pfanne gelegt, etwas Öl darauf geschüttet und dann mit dem Löffelrücken glatt und platt gestrichen. Etwas von dem Öl lief dabei in die Pfanne und beim Wenden gabe es so eh keine Anbrennprobleme, wie diese Seite ja eingeölt war.

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    1. Auch ne Möglichkeit! Wobei ich das mit dem Löffel-platt-machen beim Campen jetzt nur so vorstellen kann, das die Pfanne im Gras/auf dem Boden steht. Wäre sie schon auf dem Campingkocher (das Oberteil ist ja nicht groß und ich traue mich nicht, da dann noch an der Stabilität herumzuwerkeln), hätte ich Angst, dass mir der Kocher umkippt, wenn ich den Klumpen mit der Rückseite des Löffels platt drücke ...

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    2. Du drückst ja nicht, sondern du streichst das glatt. Das geht ganz leicht. Aber ich würde die Pfanne vermutlich auch lieber auf den Boden stellen :)

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  5. Noch ne Möglichkeit ... meinen Teller umdrehen (das Teil ist wirklich stabil!), einen Teigling drauflegen, mit etwas Öl einreiben, und mit einer Flasche den Klumpen platt walzen. Ob das geht, oder ob der Teig anklebt und eine Riesensauerei verursacht, wird noch ausgetestet ;-)!

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    1. Wenn das Öl drauf ist, klebt es nicht, aber die ganze Flasche ist natürlich mit Öl eingesaut. Aber was das Gute daran ist, wir werden es lernen und jede die für sich beste Methode herausfinden :)

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