Kleine Runde zum Tanken - diesmal mit Moonboots als Fußhülle. Im Prinzip eine super Idee, aber der Fahrtwind ging durch. Beim nächsten Mal werde ich zusätzlich winddichte Überziehsocken nehmen. Die Teile liegen schon ewig im Sockenfach. Zeit, sie auszuprobieren. Das zu straffe Gummi abschneiden (check), Socken über die Skistrümpfe ziehen, darüber die polnischen Wollsocken - fettsch.
Das Wetter war ein Traum ... Straßen trocken, 5 Grad, kein Wind.
Nach dem Tanken ging es Richtung Harzvorland. Auf der Tour traf ich 2 Kuttenträger auf Harleys (kein Gruß: check), 1 125-er Fahrer (sehr viel Gruß: check), und 3 Tourer (gelangweilter Winker: check).
Ein Zwischenstopp bei einem netten Bekannten am Angelteich mußte sein. Füße aufwärmen, ein nettes Gespräch führen, einen warmen Schluck Kaffee abbetteln, zum Jahresabschluß liebe Wünsche weiterreichen ... Steffen, alter Fischkopp - herzlichen Dank *knuddel*
Dann ging es gemütlich zurück. Ellie legte sich wie von selbst in die Kurven. Die Fernsicht war grandios. Klare Luft, es wirkte so, als könnte man den Harz greifen.
Meine Gedanken gingen in den Osten ... viel Zeit hatte ich dort verbracht. Viele gute Strecken entdeckt.
An der Asse vorbei ging es wieder Richtung Heimat. Die Uhr ging auf halb drei - die Sonne ging tiefer, und ich wollte nicht bei Null Grad nach Hause rauschen.
Vor der Garage bekam Ellie einen Wintercheck. Die Kette wurde noch einmal dick eingefettet.
Ellie wurde von unten akribisch abgeleuchtet, und von kleineren Dreckbatzen und Grasbüscheln befreit.
Nun der Tachovergleich.
28. Januar 2016
29. Dezember 2016
Summa summarum 12.304 Kilometer.
Nicht schlecht, trotz der Krankheit und dem zeitweiligen Fahrstillstand deswegen.
Jahresrückblick:
Burnout ist echt übel. Da kommen Sachen zusammen, die man alleine nicht verarbeiten kann. Professionelle Hilfe ist unabdingbar. GEHEN lernen muß man dann aber alleine. Andere können einem nur Anreiz sein - wenn man selbst nicht mitmacht, bringt das nichts.
Dieses Mitmachen ist ein täglicher beinharter Kampf. Manchmal geht auch gar nichts. Der Heilungsprozeß ist langwierig und mit so einigen Rückschlägen gepflastert. Daran werde ich noch viel arbeiten. Ich bin so ungeduldig ...
Ich bedanke mich bei allen, die mich in diesem Jahr begleitet hatten!
Manch einer mußte auf der Strecke bleiben, so leid mir das auch tat. Aber jetzt ist nur eine wichtig - und das bin ich. Ich habe (noch) keine Kraft, mich um anderes zu kümmern.
Danke an alle, die mich überrascht hatten. Svenja, du Gute - du an allererster Stelle. Deine Mail und die Weihnachtspost kamen genau in ein dunkles Tief hinein und hatten mich herausgerettet. Ganz herzliche Grüße. Auch an Pieps, nä?
Danke an die Ratten in Magdeburg. Hier besonders Metta und Hilde. Ihr Lieben - danke für eure Gastfreundschaft vor Weihnachten. Das hatte so gut getan ...
Auch Yvonne, Jette, Moppi und die anderen. Ihr hattet mir mehr gegeben, als ihr ahntet.
Meine Schreiberling-Freundin in der alten Heimat - danke für die tiefen Gespräche.
Meine Haare-schön-Freundin - danke für's Haare-schön-machen und ... die Gespräche.
Meine Pferdewiese-Ex-Meerschweinzucht-Freundin ... die Gespräche, die Sprachnachrichten, die Gastfreundschaft.
Meine Arbeitskollegen, die hier mitlesen: dankedankedanke euch für die freundliche Stimmung am 20.12. bei der Weihnachtsfeier. Langsam freue ich mich doch schon darauf, euch wiederzutreffen.
Grisi und Funny - über eure Blogs und Fatzebuch Texte mußte ich zeitweilig herzhaft lachen. Schön war das!
Und ihr anderen, die ich vergessen habe (mein Gehirn ist halt immer noch wie warmer Kartoffelbrei): gebt mich nicht auf. Ich komme wieder. Es dauert solang, wie es dauert. Erzwingen kann ich nichts.
Am Arsch vorbei mit "ich sollte/ich müßte/wäre es nicht besser, wenn ..."!
Ich wünsche euch allen ein Frohes Neues Jahr 2017!
Wir sehen uns! Wo auch immer.
Paßt auf euch auf. Und habt immer genug Grip und Reifen auf der Straße.



Na dann viel Erfolg im neuen Jahr und gute Besserung weiterhin. Da Motorradfahren ja was spirituelles, und zur Genesung hervorragend geeignet ist, wirst Du auch wieder ganz auf den Damm (den DU definierst) kommen.
AntwortenLöschenGruß und guten Rutsch...
Marcus
Danke Marcus! Du hast es perfekt auf den Punkt gebracht. Dir auch Guten Rutsch. Im übertragenen Sinne natürlich
AntwortenLöschenDas ist schon klasse, wie du dein Leben bei allen Schwierigkeiten meisterst. Und dein Tachovergleich ist beschämend für mich. Davon fahre ich nicht einmal die Hälfte. Doch ab jetzt bist du mein leuchtendes Vorbild, auch mal am Wochenende, oder einfach nach Feierabend noch eine Runde zu drehen. Das tu ich nämlich nie. Ohne Zelt und Schlafsack fahr ich nicht. Das soll sich ändern und du bist das Role Model dafür.
AntwortenLöschenKomm gut ins neue Jahr und mach weiter voller Kraft und mit einem gesunden Schuss Egoismus.
Herzliche Grüße,
Svenja
Dankeschön für die Mut zusprechenden Worte! So weite Touren wie bei dir schaffe ich nun wieder nicht, aber Ideen dazu finde ich in deinem Blog in Mengen. Ich schau mal, was in diesem Jahr auf Ellie und mich wartet. Liebe Grüße auch an Pieps natürlich!
LöschenDir auch alles Gute für das neue Jahr und weiterhin gute Besserung. Pass auf dich auf, okeeeh!?
AntwortenLöschenFür mich wird es vorerst wohl keine Motorradtouren mehr geben, Nancy ist Schrott und die gegnerische Versicherung zahlt nicht, bzw. nur verhalten, sodass ich kein neues Motorrad kaufen kann. Ok, es gibt da natürlich noch die Ente, ...
Aber egal, wichtig ist jetzt eh erst einmal, dass du wieder ganz auf die Beine, bzw. auf den Bock kommst. Alles Gute für 2017 ff.
Herzlichen Dank an dich! Ich gebe mir Mühe, denn das Fahren war immer Therapie pur und half bei vielem!
LöschenEbenso alles Gute und immer eine Handbreit Asphalt unter den Reifen! Ich habe Dein Blog gerade erst entdeckt und hoffe, in 2017 viele Abenteuer von Dir und Ellie hier zu lesen.
AntwortenLöschenEin neuer Leser. Das freut mich! In 2017 wird sicher noch einiges aufgeschrieben werden. Versprochen! Schöne Grüße!
LöschenHallo, habe Dein Blog auch gerade entdeckt. Ich wünsche dir auch gute Erholung und das der Spaß am Motorrad fahren dir bei der Genesung schnell hilft. Ich kann mich da gut reinfühlen, bin Mitte letzten Jahres beruflich auch kürzer getreten, da ich merkte der Akku ist leer und wollte sich nicht mehr aufladen.
AntwortenLöschenIch werde demnächst mal etwas weiter lesen.
Alles Gute
Uwe und Ruby, die rote Honda SLR 650 aus Hannover
Hei Uwe und Ruby. Rot ist ja gut, nä? ; - )
LöschenDanke für die Wünsche. Momentan ist hier ja Winter. Da ruht das Fahren. Am 21.1. ist Motorradmesse in Magdeburg, da werde ich mal rumschauen. Ideen holen! Die Gesundheit geht langsam voran. Ich muss halt viiiel Geduld aufbringen. Nicht gerade ein Talent von mir. So ohne Motorrad fahren echt ein zäher Prozess ... allzeit gute Fahrt, Uwe!