16.12.2016
Hausarbeit war erledigt. Jetzt war Ellie dran! Kettenkontrolle - sah sauber aus. Etwas nachgesprüht. Kann nicht schaden. Reifen - auch okay. Sind ja kaum genutzt. Öl - auch gut. Tank - fast voll. Batterie - könnte mal wieder Ladung brauchen.
Die Sonne krauchte zögerlich durch die Winterwolken hindurch. Ein Blick auf die Straße: bis auf den obligatorischen Bau-Staub der Dauerbuddler die Straße hoch - trocken und okay.
Der Nachbar kam vom Einkaufen. "Na? Sie wollen doch nicht etwa ...?"
Doch, ich wollte. Eine kleine Runde dürfte möglich sein. Gegen 14 Uhr aufgestiegen. Die zweifach Sturmhaubenverhüllung war mittlerweile in kurzer Zeit absolviert. Die neue Unterzieh-Thermojacke von Polo mit den Daumenlöchern hielt lange warm. Nur diese Löcher um die Daumen herum ... zu klein. Zu stramm. Aber kurzfristig mochte das gehen!
Der NEXO Helm war schon mit Weihnachtsmütze geschmückt. Ebenso meine Heckfigur (Stuart Mignon - böse) mit seiner Bommelmütze von einem bekannten Schokoladenhersteller verziert.
Los ging es. Tanken war ja nicht nötig. Ellie orgelte zweimal, dann sprang sie zögerlich an. Der Choke mußte mithelfen. Das letzte Fahren war schon ein wenig her - also alles normal so wie auch im letzten Winter.
Ich fuhr hoch, die B1 entlang. Und in Sickte, etwa 5 Kilometer von meinem Wohnort entfernt, holte ich an der dortigen Gärtnerei ein Foto nach!
Weiter ging die Runde. Abgebogen Richtung Asse. Die Landschaft wirkte eintönig, fast schon monochrom. Die wenigen Farbtupfer waren die Weihnachtsorgien an den Häusern. Manche Leute verwechseln Weihnachtsdekoration mit Puffbeleuchtung *grumpf*.
Saatkrähen hockten auf nackten Baumkronen, und wirkten irgendwie mürrisch. Die Sonne strahlte mir genau in die Augen, aber dank der Sonnenblende fuhr ich nicht blind.
Es ging um die Asse herum, in Richtung Harzvorland. Nebel zog über das Land. Es sah herrlich verwunschen aus. Vom Harz war nichts zu sehen!
Irgendwann hielt ich an, und stieg in meine Regenstiefel-Überzieher. Zusätzlicher Schutz vor der Kälte. Die Füße waren jetzt doch ziemlich tot gefroren. Der Nebel brachte eine feuchte Kälte. Unangenehm.
Ein Stück ging es über Wittmar, dann durch kleine Randdörfer und hinein in den Speckgürtel von Wolfenbüttel. Abgebogen nach Salzdahlum, tuckerte ich mich dem Heimathafen entgegen.
Am Doppelkreise bei Klein Schöppenstedt übersah mich ein von rechts einbiegender PKW-Fahrer. Ich lag wohl in seiner A-Säule. Wie gut, das ich auf so etwas vorbereitet war. Meine Vorahnung bzw. mein Bauchgefühl funktionierte wie früher. Trotz des kurzzeitigen Ärgergefühls freute ich mich. Es geht aufwärts!
Nach 55 Kilometern kamen Ellie und ich zufrieden zuhause an. Die Tour hatte in vielerlei Hinsicht einiges klären können.
Das Thermometer am Fenster zeigte die Wahrheit an. Kein Wunder, dass meine Füße fast ohne Leben waren.
Außer mir war offenbar kein anderer Zweirad-Fahrer unterwegs gewesen. Ich hatte jedenfalls keinen gesehen um die Zeit ...
Saison-Muschies ;-)
Fazit:
Es läuft. Manchmal wie ein Schneckenlauf. Manchmal zwei Schritte zurück, und nur einen voran. Manchmal nicht einmal das.
Aber die klaren Momente kommen wieder. Und gerade kann ich genau die aus ganzer Seele wirklich genießen. Vielleicht mußte es deshalb so dicke kommen, gesundheitlich, damit das echte Genießen wieder klappt.
Keine Ahnung. Es ist, wie es ist. Und wie es weitergeht, sehe ich dann, wenn es soweit ist. Jeden Tag für sich sehen. Und vor allem, viel viel gnädiger mit mir selbst werden.
In diesem Sinne:
Mein Wunsch für euch, liebe Blogleserinnen und Blogleser:
Seid nett zu euch selbst. Niemand versteht euch besser als ihr selbst. Und niemand wird sich so gut um euch kümmern können, auch wenn es noch so gut gemeint ist. Lebenszeit ist endlich. Macht was draus! TÄGLICH. Es kann ganz schnell ganz ganz anders werden als ihr es euch je mit Schrecken hättet vorstellen können.
Meine besten Wünsche für euch für Weihnachten, und für das Neue Jahr 2017.
Ellie und ich
Samstag, 17. Dezember 2016
5 Kommentare:
Danke für Deinen Kommentar. Er wird so schnell wie möglich von mir freigeschaltet, wenn er den Datenrichtlinien entspricht. Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Das war vor der neuen Datenschutzverordnung auch so, nur interessierte das sehr viele einfach nicht. Nun müssen wir Blogger euch aber davor warnen. Tue ich hiermit. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung -siehe: Impressum
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Sehr gute Botschaft Heike !
AntwortenLöschenIch weiss ja, dass du dir sinnvolle Gedanken machst.
(Hatte ich dir erzählt, dass ich dieses Jahr für 3 Monate Auszeit mitm Rucksack rumgezogen bin ? (mit Tarp, kennst du ja schon) War wunderschön. Freiheit ist das Stichwort.)
Fröhliche Weihnachten auch für Dich und alles Gute und tolle Erlebnisse im Neuen Jahr !
Michael
Hei Mic! Du hast das erwähnt, ja! Ich habe Silvester etwas Mic-ähnliches vor. Du warst da ein wenig Vorbild. Mal sehen, ob das Wetter mitspielt. Danke für deine Antwort. Liebe Grüße an dich!
Löschen@MIC: Echt? Erzähl doch mal ... *neugierig zappel* ...
LöschenHey 😉
AntwortenLöschenEin frohes Fest und ein schönes neues Jahr. Möge der Winter kurz und trocken bleiben. Weiter so, Heike 😃
Dir auch eine frohe Weihnachtszeit und ein gutes, neues Jahr.
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