Es gibt da ja genug von Ratiopharm ...
Mutig auf nach Blankenburg, ein Stück weit über die Stadtautobahn B6, und hoch zur Rappbodetal-Sperre.
Ich parkte Ellie wie gewohnt da, wo niemand sonst parken würde ... und holte mir eine Portion Mittagessen. Hunger! Ich brauchte Energiezufuhr!
Die Stichkennzeichler drehten nochmal so richtig auf ... rein in den Tunnel, raus, Krach machen, Posen, angeben ...
Derweil hockte ich mich auf einen Stuhl, genoß meine Nudeln mit Gulasch, trank den Kaffee und guckte, wie die anderen Fahrer herumliefen und auch guckten ...
Es liefen alle herum und guckten Moppeds an - und auch wenn Ellie keinen Extra-Firlefanz hat, mit dem sie posen könnte, nötigte ihr Pflegezustand allen Glotzern Respekt ab!
Gegen 15 Uhr reichte es mir, ich fuhr wieder ab.
Weiches Licht, abgeerntete Rübenfelder - Herbst im östlichen Harzvorland!
Blick auf den Brocken im Nachmittagsdunst ...
In Derenburg tankte ich und simste einen Stammtisch-Kumpel an.
Bei ihm paßte das von der Zeit her, und so begleitete er mich noch ein Stück weit heim ... Im Dunkeln kam ich dann zuhause an, Fliegenübersäht. Die haben auch noch Saison - grrrr!
Eine schöne Tour, an die 200 Kilometer oder mehr. Einfach mal so in den Harz gehuscht. Undenkbar vor wenigen Monaten. So langsam kommt doch die Fahrpraxis zum Tragen!
Und morgen sollte es nochmal so schön werden ...
Also gab es am Samstag, 1.11., eine Wiederholung.
Und die wenigen Motorradfahrer, die mir jetzt begegneten, grüßten frenetisch sogar über die Autobahn-Bande hinweg auf meine Fahrspur. Ich mußte grinsen und fühlte mich jetzt doch etwas elitär!
Bei DEM herrlichen Wetter nicht fahren zu dürfen, ich hätte es nicht ausgehalten ... never ever Saisonkennzeichen.
Wieder ging es Richtung Harz, Richtung Blankenburg. Ich traf mich mit Brummi wieder in Derenburg, und er führte mich ein schönes kurvenreiches Stück über Hüttenrode hoch zur Rappbodetalsperre. Dort, wo die Sonne nicht hinkam, war die Straße nass und die vielen Blätter ließen mich vorsichtig sein.
Ich fuhr trotz langer Anfahrt locker in die Kurven ein - das Schräglagentraining immer im Kopf. Richtig gucken, richtig fahren!
Es machte Spaß, ich war trotz Erkältung gut drauf und nicht verkrampft. Auch kräftemäßig ging es prima.
Auf dem Talsperrenparkplatz war deutlich weniger los. Ich futterte eine normale Bratwurst (nicht mit der Thüringer zu vergleichen, kein Stück!), trank 2 Kaffee, und wir ratschten mit Bekannten von meinem Kumpel.
Gegen 15 Uhr ging es heimwärts. Zunächst Richtung Halberstadt - wo ich am Abend auch nochmal hinwollte, dann allerdings mit Auto - und dann über die B79 Richtung Heimat. Auf der Höhe von Zilly gab ich Signal zum links abbiegen. Ich hatte keinen Bock mehr auf die öde Landstraße.
In Berßel trennten wir uns wieder - Brummi fuhr zurück und ich weiter über die Dörfer nach Wolfenbüttel. Es hieß vorsichtig fahren. Überall Rübenlaster und versiffte, verschmierte Straßen!
Wieder einmal als Fliegengrab zuhause in der Garage angekommen!
Schnell hieß es umziehen, fertig machen und dann fuhr ich noch einmal los. Der Wild Wheels MC Halberstadt hatte zur Metparty geladen, und das wollte ich mir ansehen.
Ich fuhr über die A395 an, denn ich hatte keine Lust auf die 79. Auf Anhieb fand ich das Klubhaus und war gespannt.
Wie immer im Osten: nette bemühte Mitglieder, sehr leckeres Essen (Grünkohleintopf), und der Met war SO gut geraten, dass ich nur einen Becher nehmen durfte. Weitere hätten mir die Beine ausgerissen! Und die Rennleitung hätte mir mit Freuden sämtliche Fahrscheine abgenommen und auf Eis gelegt!
Zum späten Abend hin erschienen zwei Feuerspucker und legten eine geniale Showeinlage hin.
Selfie vom Klo :-)
Blümchen-Papier für die Daaamen
Wandaufkleber aufm Klo - na gut zu wissen, gelle?
Die Stimmung war gut und wurde immer besser dank guter Dosenmucke, Met, diversen anderen Getränken und dem leckeren Grünkohleintopf.
Nachdem ich allerdings Eroberungen machte, nach denen ich nicht gefragt hatte, sah ich die Heimfahrzeit gekommen.
Der Met stieg bei manchem sehr unschön zu Kopfe ...
Ich verabschiedete mich von einigen Klubmitgliedern, ging zur Orange und fuhr nach Hause. Diesmal doch über die B79.
Bodennebel und viele Wildtiere begleiteten meinen Rückweg. Sternenklare Nacht und heller Mondschein kam als Bonbon obendrauf.
Weit nach Mitternacht war ich zuhause. Müde, erschöpft vom Tag und der Erkältung, aber rundum zufrieden fiel ich gegen 1 Uhr ins Bett.
Fazit:
Herrlich.
Genug gefahren, viel erlebt, viel gesehen, und dann auch noch gefeiert.
Herzerfrischend! Und ein klitzekleines bisschen wahnsinnig ... aber dank Ratiopharm lief alles ... ;-) !!!
Ein überzeugender Werbespot für die Pharma-Produkte einer hier nicht weiter genannten Marke ;-)
AntwortenLöschenAls Nordlicht liebe ich Grünkohl... nur beim Met hätte ich abgesunken, diesen Stoff habe ich in nicht so guter Erinnerung (hüstel).
Met ... so richtig angerührt, tötet Erinnerungen - ich hatte sowas auch schonmal. Aua aua, da war dann Ratiopharm wieder nötig in anderer Dosierung - Kopfhüstelauaaua ...
AntwortenLöschen*SEUFZ*...genau dort haben wir bei unserem Harztreffen auch pausiert. 10 KLR´s an der Rappbode...herrlich.
AntwortenLöschenWenn das so weiter geht,gehen alle Sonnentage noch an mir vorbei...ich will wieder fahren!!!
Grünkohl!! Oh ja!! Da bin ich absolut dabei!
AntwortenLöschenDas Problem mit dem vermatschten Strassen habe ich hier auch. Zum einen ist es gefährlich und zum anderen sieht das Motorrad - oder alles andere was man so bewegt - danach aus wie nach einem mehrtägigen Offroad Abenteuer.
Und diese Fliegen machen nicht mal vor 880 Höhenmetern Halt!