Ellie und ich

Ellie und ich

Freitag, 8. Januar 2016

Ein frohes neues Jahr - Rückblick auf den verrückten Dezember

So, Weihnachten ist durch, Silvester wurde verschlafen, Elena hat jetzt den Spitznamen Tüte, und es ging mit zwei PKW in den Urlaub - was es sonst noch so gab und drumherum: bitteschön!


An Weihnachten waren 12° angesagt. Der Zettfahrer und ich hatten im Vorfeld schon eingekauft. Ein Hoch auf MäcGeiz in Thale, wo es noch Kostüme gab.



Durchsichtiges Paketband hielt den Überzieher gut fest. Sehr fest. Das Abfummeln später war ein Geduldsspiel!

Eine Probefahrt einige Tage zuvor ergab: etwas geräuschiger als sonst, aber machbar!


Ungewohnter Look - und die Vorfreude auf die Aktion strahlt mir schon aus den Augen!

Ein ungewöhnlich warmer Dezember lockte mich recht häufig mit Ellie raus in die Gegend. So ohne Saisonkennzeichen ist das eine schöne Sache. Auf die Dosenfahrer muß man dreifach aufpassen, weil sie so gar nicht mehr mit Zweiradfahrern rechnen.

Einige Fahrten ...


Destedt - Schwimmbad - im Winter: geschlossen ;-)

 

Stapelburg - am Bahnhof - da traf ich einen netten Anwohner mit seinem Schlittenhund, und erhielt gleich eine Einladung zum Burgfest - wo ich das Motorrad bei ihm aufs Grundstück stellen darf. Er fährt eine Trude und hat ein Herz für seine Brüder und Schwestern

Danke, lieber Anwohner!







Bahnübergang kurz vor Wernigerode, auf dem Weg zum Zettfahrer, der leider den ganzen Dezember bis Weihnachten arbeiten mußte ...

Dampflock mit historischen Anhängern - eine Sonderfahrt




Der 24. Dezember brach an. Wie vorhergesagt, warm und sonnig. Ellie war geputzt und gewienert, so dass ihr knalliges Rot noch mehr strahlte als sonst.
Das Anziehen des Kostümes war ein Akt für sich. Gut, dass ich die Größe M - L gewählt hatte.

Ich schwang mich auf Ellie und grinste mir jetzt schon eins in den Helm. Dann ging die Fahrt los. Ich habe während der nächsten Stunden noch niemals so viele fröhliche Dosenfahrer gesehen. Soviel Daumen-hoch-Feedback von ihnen bekommen. Noch niemals so viele winkende Kinder und lachende Erwachsene gesehen.
Kurzum - die Aktion war ein voller Erfolg auch für mich.

Ich traf gegen 11 Uhr in Wolfenbüttel an der Stadthalle ein. Vereinbarter Treffpunkt vom Zettfahrer. Wir wollten danach gemeinsam zu unserem Schrauber fahren, der wie jedes Jahr ab 10 Uhr eine Grillparty für seine Kunden und Freunde veranstaltete.

Dann kam der Zettfahrer angebraust. So standen wir also da, auf dem leeren Parkplatz. Zwei rote Maschinen und WIR.

Tadaaa - Ellie, der Yoghurtbecher und zwei rot gekleidete Weihnachtsmänner - auf dem Motorrad. Kein alltäglicher Anblick!


Der Bart wehte mir bei offenem Visier ständig zur Nase hin - himmel, wie das gekitzelt hatte!

Sogar Stuart bekam eine passende Kappe

Wir fuhren los. An der roten Ampel hupte es wie wild hinter uns. Ein Blick in den Rückspiegel: ein junger Bengel in seinem 3er BMW, der sich nicht mehr einkriegte und uns beide Daumen hoch zeigte.

Dann tuckerten wir auf den Hof vom Schrauber.
Erst wollte ich nicht reinfahren, wegen der Hunde und freilaufenden Kinder. Aber dann traute ich mich doch. Was soll ich sagen - wir waren DIE Attraktion. Eine Besucherin ging ins Büro und kam mit einem Dudelsack wieder. Wir mußten uns aufstellen, und es wurde gefilmt und geknipst, was die Smartphones hergaben!







Dann zogen wir uns die Helme runter und genossen die Bratwurst, den Kinderpunsch und Kaffee. Der Zettfahrer hatte den ganzen Tankrucksack voll mit Schokoladenweihnachtsmännern gehabt, die er unterwegs schon verteilt hatte - jetzt bekamen die Gäste ebenfalls welche.

Lustige Gesprächsrunden folgten ebenfalls, und alle fanden unsere Aktion super. Ich wunderte mich ein wenig darüber, dass wir die Einzigen gewesen waren mit so einer Idee. Später hörte ich davon, dass es im salzgitteraner Raum wohl eine ganze Horde kostümierter Fahrer gegeben haben mußte.

Ich rief bei POLO in Braunschweig an und erfragte die Öffnungszeiten. Sie hatten Heilig Abend bis 13 Uhr geöffnet. Ein Blick auf die Uhr zeigte mir, dass wir noch 30 Minuten Zeit hätten, wenn wir in Linden gleich auf die Stadtautobahn fahren würden. So plünnten wir uns also wieder an. Der vorherige Toilettenbesuch und das Anziehen der fünffachen Lage Klamotten zeigte mir: überall rote Flusen vom Kostüm an den Motorradsachen. Das ist der Preis ;-).

Ich wählte den kürzesten Weg durch Wolfenbüttel. Auch hier wieder: alle Dosenfahrer gut gelaunt bei unserem Anblick. Wir wurden nicht bedrängt, wir wurden nicht geschnitten oder übersehen - im Gegenteil. An Ampelkreuzungen wurden wir sogar auch vom Gegenverkehr lachend durchgewunken und niemand regte sich auf darüber.

Fünf Minuten vor Toresschluß fuhren wir direkt vor den Eingang bei POLO und hupten aus Leibeskräften. Wir hätten gerne auf eigene Gefahr eine Runde durch den Laden gemacht, wie gestern die Biker Boyz Harz, die im Laden einen Burnout hingelegt hatten. Das war mir dann aber doch zuviel.
So blieb es bei dem Halt direkt vor der Tür!

Die Chefin kam persönlich raus und machte Fotos. Sie fand die Aktion genial.


Wir wollten die drei nicht länger vom Feiern "in Familie" aufhalten. Ich schickte eine SMS zu meiner Fahrschulfreundin, ob sie zuhause wäre. Dann schwangen wir uns wieder auf die Motorräder und fuhren quer durch Braunschweig. Auch hier wieder Begeisterung von vielen Passanten und Autofahrern. Ein VW-Bus mitsamt Großfamilie winkte aus allen verfügbaren Fenstern, wobei die Mutter weit aus dem selbigen heraushing.

Dann kamen wir bei Bianca an, stellten uns direkt vor das Haus und ich rief sie an. Kurz darauf kam sie runter, und dann hingen die drei Kinder am Fenster und kreischten vor Freude dazu.


Die Mütze vom Zettfahrer war zwar mit Küchenrolle ausgestopft, hing aber schon etwas durch - und der Bart war auch etwas zerfetzt - mein Plastikgürtel war an der Schnalle gerissen und ich mußte ihn knoten - aber trotzdem waren wir noch erkennbar

Nach dem Überraschungsbesuch bei der Familie drehten wir noch eine Ehrenrunde und hupten beim Vorbeifahren einen Gruß in den dritten Stock.

Es ging noch einige Zeit über Land und durch die Stadt. 



Dann trennten sich unsere Wege, denn der Zettfahrer mußte auch ein wenig Familienpflichten erledigen.
Am Abend kam er zurück, mit Hans-Hermann (dem Wintergolf) und etlichen Geschenken im Kofferraum.

Und dann bekam "Tüte" ihren Spitznamen.

 

Elena frißt eben lieber "direkt von der Basis", als aus dem teuer erstandenen nicht-kippbaren Keramiknapf.

Ein wunderbarer 24. Dezember ging zuende. Sollte das Wetter mitspielen, wird diese Aktion in 2016 auf jeden Fall wiederholt! Es hat einfach zuviel Freude gemacht, den Kindern und diversen Erwachsenen zu zeigen, dass auch die "bösen Motorradrockers" mal lustig sein können.


Fazit:
Wunderbarer Dezember. Mit allem Drum und Dran!

3 Kommentare:

  1. Da habt Ihr ja am Heiligen Abend ein ziemliches Pensum hingelegt! Euch beide in den roten Kostümen hätte ich zu und zu gerne live gesehen!
    Ganz viele liebe Grüße an die bösen Motorradrockers!
    Minya
    ;)

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  2. Wenn ich am 24-Dez in der Nähe meines Motorrades gewesen wäre, wäre ich auch gefahren. Aber hätte-hätte-Moppedkette ... ich war 450 km weit weg. *soifz*

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  3. Das tät mir auch weh, sowas ... bei so einem warmen Wetterchen ;-)!

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