Ellie und ich

Ellie und ich

Freitag, 15. Januar 2016

Nun ist er da, der Winter ...

Der Winter sollte laut Wetter-Online heute, 15.1.2016, beginnen.

Was er leider auch tat - mit fetten Schneeflocken und einem Tiefdruckgebiet namens "Emma" (die Schwester von Tüte im Wetterbericht, cool) - vertraute ich mal den Wetterfutzis und kümmerte mich gestern um Ellie.

Winterfein machen, ihr kennt das ...

Kette säubern, neu einfetten. Da die aber neu ist und keine 3000 Kilometer runter hat, war sie nach der Säuberung wieder wie aus der Werkstatt.

Reifenkontrolle: alles paletti. In der letzten Saison hatte ich drei Mäntel verbraucht. Nicht wegen Abnutzung, nein ... Schrauben, und eine Krampe. Ihr kennt das ... 

Ich bin mit den Avon sehr zufrieden. Kostengünstig und selbst bei ungünstigen Wetterverhältnissen - Regen, und Temperaturen unter 5 Grad - kann ich mittlerweile gut mit ihnen umgehen. Vorbei die Zeit, wo ich bei jedem Regentropfen eine spontane Gastritis bekam vor Angst, das ich gleich auszurutschen und in den Straßengraben schliddern werde.

Eine der Satteltaschen war an einer Naht aufgegangen. Ich reparierte das ohne Mühe. Zu kurz eingenäht, wie üblich. Meine Mutter nennt das "mit heißer Nadel gepfuscht". 

Als die Tasche runter war, konnte ich auch gleich den Jahresdreck an unzugänglicher Stelle abputzen. Magic Wonder von POLO leistete hier auch wieder wunderbare Ergebnisse.

Ein Startversuch ergab zunächst erbärmliches Orgeln. Ellie stand ja seit dem 25.12. in der Garage. Einige weitere Versuche ließen sie dann aber wieder erwachen. Der Motor durfte einige Zeit vor sich hin blubbern, während ich überall hineinguckte, leuchtete, betatschte. Alle Kabel noch dran. Die abgenommene Sitzbank zeigte mir auch keinerlei Beschädigungen an den Batterie-Zuleitungen.

Die Sonne schien, ich war warm eingemummelt und so hatte ich Muße genug, die Batterie ohne Schraubenverlust auszubauen. Diese zwei kleinen Muttern neigen jedes Jahr aufs Neue dazu, mir tückisch eins auszuwischen - indem sie entweder mit einem hämischen "Klackediklick" irgendwo im Korpus verschwanden, oder mit einem stumpfen "Plumpf" irgendwo auf der Straße landeten. Obwohl ich dafür jedesmal ein helles Tuch unter Ellie lege. Diesmal ging aber alles gut.

Ich reinigte das Batteriefach, schaute nach dem sonst unzugänglichen Innenleben und fand wie ich erwartet hatte: keine Beanstandung.

Ich leuchtete in den halbvollen Tank: auch hier, keine Rostkrümel, kein Garnix. Ich werde dann demnächst mit dem Reservekanister zur Tanke und Ellie später wieder komplett abfüllen.

Jetzt fehlt noch das Foto vom Kilometerstand. Das hatte ich letzte Saison vergessen, aber die grobe Schätzung ergab: ungefähr 12-13.000 Kilometer waren das gewesen, die Saison 2015.

Ellie wurde noch einmal gewienert, und alle zugänglichen Teile mit Wachskonservierung behandelt.

Dann schob ich sie zurück in die Garage, auf ihren Stellplatz. Die Versicherung für sie beläuft sich auf momentan 97 Euro im Jahr, das sind knapp 8 Euro im Monat. Da habe ich keinen Schmerz mit, wenn sie jetzt den Januar über mal pausiert.

Später hing ich die Batterie an den Pro Charger, und es wurden mir 50% angezeigt. Nach nur wenigen Minuten dann 75%. Und zum Schlafen gehen dann 100%. Jetzt steht das Gerät auf "Pflege und Erhaltung".
Da ich leider keine Steckdose in der Garage habe, und nur einen Stellplatz und keinen eigenen, abgetrennten Raum, ist ein Verbleiben der Batterie in Ellie und ein Laden über Kabelklemmer leider nicht möglich. Aber das Ausbauen macht mir keine Angst mehr.

Jetzt hoffe ich sehr darauf, dass der weiße Dreck da draußen nicht zu heftig wird. Ich habe nämlich ab Sonntag Kehrwoche und das beinhaltet leider auch das Schneeschippen. Im schlimmsten Fall bis Samstag nächster Woche, tagtäglich. Und morgens gleich nach dem Aufstehen.

Und nun: warten, dass das weiße Zeug wegtaut, und die Straßen salzfrei sind ...


 Oder trotzdem fahren ... und auf den Freund und Helfer vertrauen, Mädels ;-)



Und so sieht "Emma" normalerweise aus:


;-)


Und so sieht Winter im Harz dann aus - hier am 17. Januar 2016:



Radauer Wasserfall
 

Torfhaus, Harz

Der Zettfahrer und ich waren am 17.1. mal "in Schnee" gefahren. Torfhaus war overcrowded, wie zu erwarten gewesen war. Aber wir fanden trotzdem abseits der breiig getretenen Schneewege Möglichkeiten, bis zum Oberschenkel in Neuschnee-Wehen zu pflügen. Kinderspaß, und der unserige!

 DAS macht Laune, hihihi!



Und hiiier noch einen Blogartikel - Volker T. sei gedankt - zum Tränenlachen ... kommt mir alles SO bekannt vor!

http://www.fraro.net/pages/posts/die-fuenf-stufen-des-frierens-auf-dem-motorrad.17.php
 

4 Kommentare:

  1. Heike,
    wenn ich zurückdenke (oder im Blog zurücklese), dann kann ich über deine "Wandlung" nur staunen! Und das finde ich richtig gut!
    Ich bin neulich über einen Schotterweg gefahren, der wohl für den Bau einer dieser Wíndkrafträder diente- und hab mir die Ténéré total eingesaut. Aber ich hatte meinen Spaß! :-) Aber... die arme steht noch immer dreckig unter der Plane... *seufz*

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    1. Hei Volker :-). Ja, wie gut, das ich meine Wandlung noch selber bemerke. Und nun reizt mich z.B. Trialfahren (Minya ist schuld!). Mal schauen, was meine älter werdenden Gräten mir noch gestatten! Mit dem Projekt Agnes wird sich mein Fahrvergnügen in gewisser Hinsicht auch erweitern: ab auf Wege, die man sonst nicht fahren darf. Zumindest nicht mit dem Motorrad. Dann wären da noch das ausprobieren der Elektro-Motorräder, das Quadfahren auf altem NVA-Gelände, oder Panzerfahren (da gibt es in der Nähe von Magdeburg eine Möglichkeit) ...
      Wenn ich mein Blog zurücklese, dann staune ich oftmals selber. Und schmunzel. Ich fahre die ehemaligen Horrorstrecken ab und an bewußt noch einmal, und tätschel mir dann selber die Schulter. Heutzutage finde ich das Driften in den Spurrillen Richtung Vienenburg (von Stötterlingen aus) richtig klasse.
      Wenn man bedenkt, das ich ohne Vorkenntnisse an dieses Hobby heranging ... schlummerte das wohl schon seit Jahren in mir.

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    2. Trial ist wirklich echt cool! Das kannst Du auch! Da es da nicht um Endgeschwindigkeit oder irre Sprünge geht, wie beim Motocross, ist das - zumindest in der Anfängerstufe, so wie wir das betrieben haben - durchaus machbar.

      Du hast Recht, es gibt so viel noch auszuprobieren! Ich möchte auch unbedingt mal Bagger fahren...
      Und ja, Elektromotorräder reizen mich auch. Und Schwalben. Und...

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  2. Na, ich hoffe mal daß das mit dem Winter nur ein kurzes Intermezzo ist! Bei uns schneit es in den höheren Lagen, aber zumindest noch nicht bei uns hier unten. Hoffentlich bleibt das so.
    Einen Nagel habe ich mir letztes Jahr auch reingefahren. Das war direkt nach der Inspektion. Vielleicht auch während. Das weiß man ja nie. Das hat bei mir aber zum Glück nur den Schlauch gekostet. Die Pelle selbst hat das verkraftet, denn das war zum Glück im Profilstreifen in der Mitte.
    Bei Gesa in der Garage habe ich zum Glück Strom, da muss ich nicht das halbe Motorrad auseinandernehmen um an die Batterie zu kommen. Das ist bei Gesa auch etwas komplizierter. Da muss die Tankattrappe runter.

    Deine Wandlung macht mir auch Spaß! Man, frau wächst mit den Aufgaben!
    :)

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