Ellie und ich

Ellie und ich

Dienstag, 10. Mai 2016

5.-8.5.2016 - Himmelfahrt; Ausrüstung testen und mit Strahlewetter feiern

Allerbestes Wetter war angesagt - und der Wetteronkel hatte recht behalten.

Das neue Zelt und der neue Schlafsack konnten angetestet werden!

 
Anreise

Zielort
26tes Treffen der MFW



Grand Canyon Topeka 3 - gekauft bei campz.de.
Das Innenzelt wird wie bei anderen auch einfach in die Stangen geklipst. Im Vergleich zum Denali geht es beim Topeka ganz leicht!
An die vier Kilo hatte das Zeltpaket. Auf Ellie nicht so gut zu transportieren, weil zuviel Gewicht. Eher für VN Schiffe und Autotransport geeignet. Der Aufbau ist unkompliziert. Der Platz im Innenraum ausreichend für 2 Personen und Gepäck. Das Innenzelt ist sehr hell - wenn da morgens um 6 Uhr die Sonne drauf scheint, ist man ZACK! wach. Es sei denn, man hat ein Halstuch oder eine Schlafmaske über den Augen. Dann geht's.


Schwarzes Fliegengitter - hat den Vorteil, dass man beim rausgucken einen guten Durchblick behält!

Innenbereich Topeka3 - es ist angenehm hoch, so dass man sich auch vernünftig umziehen kann. Im Dachkreuz ist ein Haken für die Zeltleuchte. Kein Gearloft. Zwei Seitentaschen für Kleinkram sind vorhanden.
Gegenüber vom Eingang ist oben im Dach ein kleines zusätzlichesLüftungshäubchen, welches aber bei Mittagshitze absolut nix an Kühle bringt - da mußte ich schon die Seitenwände anheben und hochbinden, damit etwas Kühlung reinzieht.

Mein Salewa Denali2 hat 2 Apsiden, die man bei Hitze öffnen kann - da lüftet es besser durch.

Mein Haus, mein Sonnenschirm, meine Ellie - und die grüne Kommunikationsbank, die später auch zur Freiluft-Masseur- und -Friseurstube wurde


Donnerstag abend auf dem perfekten Campground - es waren noch nicht viele Zelter auf dem Platz, aber das kam später noch

 
Der Nachwuchs hatte auch seine Tobefläche
 
Innenbereich Schlafstube

Der fluffig erscheinende Schlafsack - 80/20 Daune-Feder mit Bauschkraft von 650 - und nicht gerade billig (um die 300 Euronen) sollte einen Komfortbereich von -5,8° (Frauen) haben und bis zum Extrembereich von -35° ausreichen. Der Fußbereich war doppelt gefüllt. Für Männer war das mit -9° Komfortbereich angegeben.

Mein persönliches Empfinden: ich hätte gut bis -20° Komfortbereich haben können. Das Innengewebe ist funktionell, feuchtigkeitsabtransportierend, aber es fühlt sich nachts, wenn es eh kühl wird, auf der Haut einfach eklig kalt an. Erst das zusätzliche Fleece-Inlet brachte mein Schaudern auf ein Minimum. Das gleiche kühle Gefühl hatte ich bei meinen Kunstfaserschlafsäcken auch gehabt. Der Federschlafsack hatte aber den Vorteil, dass er beim Mittagsschlaf die Körperwärme angenehm verteilte und ich kein Stück drin schwitzte, obwohl es im Zelt bruttig heiß war.
Nettes Gimmick: leuchtende Reißverschluß-Nippel.

Die letzte Nacht auf dem Platz kroch ich morgens um 5.30 Uhr dann ohne Funktionshose und Socken rein, und siehe da - es schien mir angenehmer als mitsamt Funktionsshirt, -Hose und Wollsocken.
Sollten die Kerls doch recht haben, die tönen "Du mußt NACKT in den Schlafsack - oder zumindest nur mit Schlüppi!" ?

Eine leichte Fleecedecke auf der Luftmatratze hielt die Kühle ebenfalls besser vom Körper ab.

Meine ThermARest NeoAir ist leider undicht geworden - nach nur einem Jahr. Ich finde das ziemlich grottig, vor allem, weil das Teil 150 Euro gekostet hatte (dafür bekomme ich 4 LuMas von LOUIS) und nun nix mehr bringt. Diese NeoAir speichert die Körperwärme und der Schlafkomfort ist damit deutlich kuscheliger. Leichtgewicht ist sie auch. Aber was nützt das - da nehme ich lieber eine zusätzliche Fleecedecke mit auf meine LuMa von Tante Luise, die ohne Knausern ausgetauscht werden kann!


Special Foto extra für MotoMinya mit lieben Grüßen


Berti gibt Einparkhilfe, weil ich meinen Nacken nicht soweit nach hinten verrenken kann

Noch nicht besonders hoch - Jens, der Pyromane von Beierstedt, hatte noch nicht zugeschlagen ...

Freitag Morgen - Zöpfchen zündete einen Polen-Böller und hatte innerhalb von Nanosekunden den Haß des ganzen Camps an seiner Seite

Wie? Was? Und WARUM???
Um die Uhrzeit ... Was für ein ... *zensiert* ... Spaßvogel !!!!!

Der Blick aus dem Zelt entschädigt für die abrupte Schlafunterbrechung
Im Vordergrund: mein Zieharmonika-Wasserkanister, 3 Liter Fassungsvermögen; den in die Sonne gestellt und man hat sogar warmes Waschwasser
Wenn man solange warten will ...

Ich mußte zweimal am Tag nach Hause fahren. Mal mit Ellie, mal kam ich mit dem Auto wieder. Ich brauchte also keine Ausfahrt im üblichen Sinne. Ich hatte sie ja mehrmals. Um die Mittagszeit war es schon fast zu heiß. Die Natur explodierte. Rapsfelder staubten gelb durch die Luft, und der starke Wind verteilte die Pollen gerecht auf Harleys und Simson, auf Wohnmobile und Zelte.
Es waren einige Gäste aus dem Umfeld mit Wohnmobil angereist - schon am Mittwoch. Sie brauchten Strom, und die weithin sichtbare Satellitenschüssel für den Flach-TV nötigte mir ein Kopfschütteln ab.
Mir war es schon unangenehm, als ich mit der Orange ankam. Mitsamt Zeltgeraffel, Sonnenschirm und mehrfachem Camp-Equipment. Der zweite Schlafsack im Gepäck - ein Salewa 24 bis 3° - wurde an meinen Zeltnachbarn Peter ausgeliehen. Sein alter Schlafsack wärmte nicht genug. Mit dem Salewa wurde es aber auch nicht besser.
Schlußendlich verschenkte ich den Salewa dann an das Bäckchen. Der freute sich und vielleicht friert er nicht so wie ich. Er ist ja noch jünger und hat inneres Feuer *knutsch* ;-).

Der müde Krieger vom Service-Team


Die grüne Freiluft-Frisierstuben-Bank

Damit ich mir nicht gleich einen Sonnenstich einfange, lief ich behütet durch die Gegend
Hat gut geholfen. Es ist noch so ungewohnt, dieses Frühsommer-Wetterchen!
Manch einer lief dann am Sonntag auch krebsrot gebrannt herum ...


Es war eine herrliche Zeit. Frühmorgens von Muhkühen und dem Platzspecht geweckt zu werden, war nicht jedermanns Sache - aber Biolärm gehört nunmal dazu.
Das Schnarchen aus manchen Zelten hatte zeitweise nichts menschliches mehr, und der Geruch, der dort entfleuchte, hatte was von "nassem toten Schäferhund". Der Waschplatz wurde aber gut besucht - die Hitze ließ sich mit Kopf-unter-kaltem-Wasserstrahl gut ertragen. Und die Kopfschmerzen gingen damit auch besser weg.


Der Nachwuchs lernte die Tücken der steinigen Wege kennen; das E-Mobil wollte nicht so recht vorankommen

Vier Tage mit Freunden Spaß haben, am Feuer sitzen, herumalbern, Motorräder angucken, fachsimpeln, Zelte auf- und abbauen helfen, futtern bis der Ranzen spannt, an der Getränkebude lümmeln, morgens gemeinsam schweigend den Kaffee schlürfen (wenn man denn konnte ...) ... genauso muß es sein!
Vorne wurde gefeiert und gefuttert, und hinter den Gebäuden war der Zeltground. Ruhig, weitläufig, eine perfekte Rasenfläche. Und die emsigen Ameisen waren zwar nervig, aber sie bissen wenigstens nicht - es waren die kleinen schwarzen.

Ein rundum gelungenes Treffen.

Es tauchten auch fünf Mitglieder meines Stammtisches auf - sie waren auf der Durchreise. Zumindest einer will im nächsten Jahr auch eine Nacht dort zelten. Zu verlockend waren die kulinarischen und getränkemäßigen Angebote!

Eine bunte Truppe war es dort - man kann dort "Was Erleben" ;-)


Vielen Dank an das Team. Ihr habt es super gewuppt.

Es gab zwei neue Anwärter - sie müssen jetzt ein Jahr in einem rosa Shirt bei den Treffen auftauchen. Das gehört einfach dazu, so ein Spaßkrempel ;-).
Euch viel Glück in diesem Probejahr!

Und den anderen: nehmt euch Zeit, und nicht das Leben. Immer genug Straße unter euren Reifen. Damit wir uns im nächsten Jahr gesund und munter wiedersehen!


   

2 Kommentare:

  1. *Kreisch!* Ein Schaaf!! :))
    Daran, Shauna mitzunehmen, arbeite ich noch. Die ist so groß, daß sie nirgends reinpasst. Und abends fehlt sie dann doch. Ich sollte sie auch in die Fahrschule schicken, dann kann sie mit dem eigenen Moped mitkommen.

    Ja, ein schönes, cooles Wochendende hast Du da gehabt! Das klingt ja alles, bis auf den Böller, ganz wunderbar! Mönsch, da bekomme ich ja auch gleich Lust loszufahren!

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  2. Meinen neuen Schlafsack werde ich zum ersten Mal in Schottland testen können. Ich bin gespannt, ob es mir warm genug ist oder ob es mir so geht wie dir. Das mit dem naggig schlafen habe ich auch erzählt bekommen von einer früheren Bekannten. Die war Sani bei der BW und musste regelmäßig mal biwaken. Bei mir wird nach Schittland auch ein Plüschi mitfahren. Ich weiß nur noch nicht, welches. Beim Motorradfahren habe ich nämlich nie eines dabei. Hat im Tankrucksack leider keinen Platz. :(

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