Tiefer und fester Schlaf von 23 Uhr bis 9.30 Uhr - so etwas kenne ich sonst in der ersten Urlaubsnacht nicht!
Großer Dank an die Vermieter - das Bett ist super ausgesucht!
Auf der Rückseite stand dann: Gute Nacht :-)
Unverlierbarer Zimmerschlüssel!
Ich steckte mein verschlafenes Gesicht vorsichtig zur Tür hinaus ...
Der Nachbar heizt noch wie seit Jahrzehnten gewohnt
Draußen waren es 11° und es sah sehr durchwachsen aus!
Ellie steht trocken und geschützt, während sich vor dem Überdach das Wetter apriltypisch minütlich änderte
Angesagt hatte der Wetterbericht das ja. Insofern stand nun eine (geplante) Städterunde mit dem Auto an. Auf dem Mopped in Regen- und Hagelschauer zu kommen, auf dem Kopfsteinpflaster herumzuglitschen, nass und kalt zu werden - das mußte nicht sein. Ich wollte meine Gesundheit nicht wieder überstrapazieren ...
Vor dem Ausflugstag kam ein kurzer Besuch im Hofladen dran, wo ich mich mit Spargel und allerlei Genüsslichem eindeckte. Wurst, Eier von herumzeternden Hühnern, Spargel ... ein großer Teil der frischen Ware sollte für die Versorgung der Ostertage genutzt werden.
Die Wildsalami aus der eigenen Herstellung wurde allerdings gleich zum Frühstück angeschnitten. Empfehlung!
Und auch die Eier überlebten den nächsten Tag nicht. Mjammi!
Während des Herumstöberns in den Leckereien ging draußen vor dem Hofladen gleich ein Hagelschauer nieder. Nach wenigen Minuten hatte sich der Himmel wieder mit Sonne geschmückt, aber auch das änderte sich nach knapp zehn Minuten wieder ins Gegenteil.
April, April, der macht mit dem Wetter, was er will ...
Gestärkt ging es nun über kleine Nebenstraßen nach Tangermünde.
Impressionen von der Hinfahrt:
Links im Bild zu sehen: abgedeckte Spargelreihen
Tangermünde Ortsrand; diese liebevoll bemalten Trafokästen sahen wir überall auf unseren Touren; jeweils mit einer markanten Attraktion des Ortes; Biber hatte ich in Tangermünde allerdings nicht gesichtet, aber es soll sie dort geben!
Ein Parkplatz war schnell gefunden - und das sogar kostenlos. Am Feiertag trotzdem nicht überall üblich! Auch die Örtlichkeiten waren kostenfrei.
Blick aus dem parkenden Auto ;-)
Schnell ein Foto, bevor der nächste Hagel- oder Regenschauer niedergeht!
Neustädter Tor; 14./15. Jahrhundert
Unterstellplatz im Hauseingang eines Zahnarztes
Auf dem historischen Rathaus hatten sich zwei Storchenpaare ihr Nest gebaut und harrten im Regen geduldig aus
Etwas nass und zerrupft ... So richtig entspannt und zufrieden sieht anders aus!
Blick aus der Bäckerei, in der es erstmal einen heißen Kaffee zum Aufwärmen für mich gab; das Kanu auf dem Autodach irritierte mich dann doch ein wenig - wußten die mehr als der Wetterbericht?
Okay, sollte es zum Weltuntergang kommen, wollte ich den zumindest genießen; hier zu sehen: Eierschnecke und ein Baiser-Osternest; die Zuckereier waren allerdings grauenhaft und wurden klammheimlich in die Serviette entsorgt
Die Baiserkrümel fand ich übrigens noch am nächsten Tag an meiner Jacke - schafft ihr es, dieses süße Zuckerzeug ohne Blessuren in euch hineinzuschaufeln? Ja? Na dann : Herzlichen Glückwunsch ;-)!
Die doofen Bootleute hatten sich geirrt! Kein Weltuntergang, sondern mal wieder Sonne auf Raten; die Stadt sah gleich viel netter aus!
Blick auf die St. Stephanskirche
Noch einmal das historische Rathaus mit den Storchennestern; einer sauste ständig über unsere Köpfe auf der Suche nach neuem Nistmaterial; die Tiere sind wirklich groß und beeindruckend
Der eifrige Baumeister bei der Arbeit; wer unter dem Nest entlang spazierte, mußte mit Dachlawinen jedweder Art rechnen !!!
Das weiße Zeug da, was am Mauerwerk herunterkleckerte, war keine Farbe
Blick in einen Innenhof - ein Hotel (links) mit angegliedertem Café; die Taubenhäuser waren allerdings nur Attrappe, denn die Gäste hätten sicherlich keine Meinung auf Klecke im Essen oder an der Kleidung gehabt
An der Stephanskirche; ein niedliches kleines Café mit Außensitzmöglichkeiten
St. Stephanskirche
Schönes Gebäude mit roten Backsteinen geschmückt, und einem markanten Dachkranz
Das sonnige Wetter hielt sich ein wenig, und so wanderten wir gemächlich durch die Kopfsteinpflastergassen. Der Touristenstrom war noch nicht zum Leben erweckt, wohl auch durch das wechselhafte und kühle Wetter.
Mir war das recht. Ich kann es gut ab, wenn ich mir Orte in Ruhe ansehen kann, ohne das ständig jemand im Foto herumläuft.
Hier hatte ich eigentlich buchen wollen; niedliches komplettes Häuschen, allerdings ohne Abstellmöglichkeiten für Auto, Anhänger und zwei Moppeds - also ein No-Go trotz der schönen Location!
Wir spazierten durch die Altstadt, und die Backsteingebäude verliehen dem Ort etwas mittelalterliches ...
Das kleine nervende Krokodil lebt also immer noch ... Plakat an einem unbewohnten Haus
An der Roßfurt
Und nun geht es runter an die Elbe ...
Wie aus einem Mittelalterfilm ... geniale Kulisse; Stadtmauer zur Elbe hinüber
Großer Lagerschuppen am Hafen; markantes aber nicht unbedingt präsentables Wahrzeichen
Diese Stadt hat wirklich sehr viel zu bieten. Karfreitag und wechselhaftes Wetter hielten die Touristenströme davon ab, die Gassen und Wege zu überfluten. Bei besten Bedingungen kann es hier sicher überlaufen sein.
Wir hatten Glück - und so behalte ich die Stadt auch in Erinnerung! Wie für uns frisch geschrubbt und schön herausgeputzt!
Wenn ein Regenschauer runterprasselte, standen wir trocken in einer Felsengrotte, oder unter einem Felsentor, und schauten in die grüne Landschaft.
So mag ich Stadtbesichtigungen. Dieser Ort hat mich wirklich überrascht mit den eindrucksvollen Bauten und dem Mittelaltercharme!
Dort unten an der Elbe kann man auch gut parken, und wen das Kopfsteinpflaster nicht schreckt, kann dort auch mit dem Motorrad anfahren. Es gibt am Hafen einen Pavillon, in dem sich ein Café befindet. Zwei Motorräder waren auch dort zu sehen, sie standen etwas traurig tropfend auf dem nassen Asphalt und träumten wohl von besseren Bedingungen, während sich ihre Besitzer irgendwo einen warmen Kaffee gönnten.
Der Tag war noch jung, und obwohl ich schon reichlich Material für meinen Blog gefunden hatte, ging es weiter - von Tangermünde über die Elbbrücke zum nächsten Ziel: Rathenow. Von Sachsen-Anhalt nach Brandenburg!
Da der Blog durch die Fotos so lang wurde (lange Ladezeiten?), teile ich den Karfreitag - hier ist Tangermünde zu lesen - und demnächst geht es weiter mit Rathenow.

Ach Heike, Du reist genau nach meinem Geschmack. Moppedfahn & Sightseeing. Das Licht in Bild 3 finde ich fantastisch!!! Ich mag dieses Wechselwetter, das schreckt mich nicht vom Zweiradfahren ab, allerdings finde ich Regen auf Kopfsteinpflaster schon grenzwertig. Hier im Schwarzwald sind wir ja auch von Mittelalter-Kultur umgeben. Aber ich muss schon sagen, diese Festungsanlage hat schon was. Ich glaube, ich muss mal in der Ecke vorbei schauen. Vielen Dank für die Inspiration.
AntwortenLöschenHei Sonja!
AntwortenLöschenWenn man auf dem Mopped sitzt, schaue ich solche Real-Bilder eher ungern ;-). Ich mag Regenfahren überhaupt nicht. Mit dem Rad, okay, aber mit dem Motorrad, wo Dir der Wind den Regen überall hineinweht - och nö.
Kälte schreckt mich hingegen gar nicht (außer das sie mich krank macht... höhö...), aber Regen ist nichts für meinereiner.
Ja, Tangermünde ist wirklich hübsch. Hatte ich so gar nicht erwartet! Jede Ecke der Altstadt bot neue Überraschungen und Fotomotive und ich habe hier nur eine klägliche Auswahl der Bilder gepostet.
Ich mag das gemütliche Lebens-Tempo auf den Dörfern, die oft nur durch die Touristen etwas Geld in die Kassen bekommen. Das hat aber auch Kehrseiten. Unsere Vermieter haben uns Geschichten erzählt von Gästen, da sträuben sich mir die Haare ... einmal wurden sogar die Primeln aus dem Beet vor dem Apartment ausgegraben. Wie peinlich ist DAS denn ...
Ich war brav, ich habe nur aus der Kirchwiese einige Butterblumen und Gräser geholt und zu Ostern in die Vase gestellt.