Ja, so langsam erscheint er, der Frühling!
Niedergestreckt von dem Verdacht auf eine Thrombose (zum Glück keine), und einem anschließenden fiesen Grippe-Infekt hatte ich die letzten drei Wochen wenig Freude. In den Wartezimmern der Ärzte hängt man heutzutage trotz Termin meist eineinhalb Stunden herum, liefert sich den agressiven Viren der anderen Patienten aus, wird Zeuge diverser Zwei-Klassen-Behandlungen und fragt sich, was mit den hunderten von Euronen passiert, die man monatlich an die Krankenkassen abdrücken muß. Man muß sich ein Recht auf Untersuchung vor Ort regelrecht erkämpfen, da die Ärzte bei Kassenpatienten 40 Euro pro Person erhalten, egal wie lange sie sich mit dem armen Schniefobjekt beschäftigen. Eine Behandlung von mehr als 35 Sekunden ist mittlerweile eine Seltenheit geworden *grummel*. Versucht mal, innerhalb so kurzer Zeit den benebelten Kopf zusammenzuklauben, und dem Doc bei der Blitzuntersuchung folgen zu können ... ich sage euch: es klappt nicht ...
Ich hatte anschließend viiiel Zeit, Hühnersuppe zu kochen und zu essen (ich hatte Bedenken, dass mir bald Federn wachsen würden), und mir krause Gedanken über Gesundheit, körperlichen Verfall und Zukunftsvisionen zu machen. Als ich endlich wieder richtig schlafen konnte (ohne nächtens alle 2 Stunden rauszumüssen wegen der Entwässerungstabletten, und später dann alle 30 Minuten Hustenattacken ...), fühlte ich mich allerdings gleich sehr viel großartiger und traute mich auf ärztliche Anordnung sogar in den Wald. Zum spazierengehen. Damit diese bescheuerte Kurzatmigkeit endlich aufhörte und meine Lunge das tat, was sie soll: Sauerstoff im Körper verteilen!
Eine Möglichkeit, sich zu erholen:
Fotografieren
Nach halbwegs erfolgter Genesung dann endlich mal wieder:
Feiern
(Frauentags-Party in Magdeburg - DIE verstehen das Feiern, horrido Mädels!)
... klitzekleine Runden Fahren ...
Und Futtern - entweder zum Bufett beim Zettfahrer, oder mit Freunden - beim Stammtisch-Mittagstreff gestern!
Heike taut langsam auf ... nach 2 großen Bechern Kaffee, einer Schale heiße Hochzeitssuppe, einem Becher Kakao mit Schuß und vier Scheiten Holz Neueinlage im Bollerofen ...
Leckere Stärkung in der Kaminofen geheizten Gaststube - was auch bitter nötig war, denn ...
2 Grad bei der Anreise - war etwas frisch ... ich hatte zwar versucht, beim Tankstopp die Regenkombi drüberzuziehen, scheiterte aber kläglich an meiner insgesamten Unbeweglichkeit; die Pelle muß man anziehen, wenn der Helm ab ist und man selber noch nicht halbtot vor Kälte hilflos an den Verschlüssen fummelt ;-)
Ich war die Einzige von unserem Stammtisch, die an diesem Sonntag mit dem Motorrad anreiste. Hätte meine Wetter-App mir nicht 6 Grad vorgegaukelt, wäre ich mit Sicherheit auch mit dem warmen Auto vorgefahren ...
ich wunderte mich die ganzen langen Kilometer darüber, wie kalt 6 Grad sind und erfuhr dann vor Ort: ein Grad war es gewesen, um 11 Uhr ...
Ja dann ...
Ich bin ja kaum fast wieder gesund, ja, und dann so eine Aktion *kopfschüttel* ... grumpf ... nicht besonders schlau gewesen!
Abfahrt um 15 Uhr, gut durchgewärmt und satt, und nun waren es doch schon 7 Grad und somit deutlich spürbare bessere Fahrbedingungen als auf der Hinreise!
Nun bin ich erstmal wieder am arbeiten. Nächste Woche ist schon Ostern und da werden hoffentlich wärmere Temperaturen vorherrschen!
Auf meinen kurzen kleinen Runden traf ich nur wenige andere Motorradfahrer. Die meisten dick eingemummt. Richtige Spaßausflüge waren das wohl nicht, eher zweckgebunden von A nach B (so wie ich gestern).
Fazit:
Richtig Kranksein ist total scheiße! Vor allem, weil mich die Pest ohne Motorradfahren bei Kälte erwischte. Einfach so! Angesteckt worden!












... und was sollte dir das sagen liebe Heike ... fahre auch bei den niedrigsten Temperaturen, wenn die Straßen nicht gerade gefrostet sind.
AntwortenLöschenDenn Abhärtung ist alles ... Mit Gruß Claudia
Die Mär von Abhärtung ... der fiel ich die letzten 3 Saisonwinter schon zum Opfer. Bis hin zum Fahrverbot von ärztlicher Seite ;-).
AntwortenLöschenNee im Ernst, ich sporte viel draußen, ernähre mich gesund - an Abhärtung mangelt es mir nicht. Das Einatmen der eiskalten Luft ist das Problem. Meine Stirnhöhlen und Nebenhöhlen mögen das nicht und reagieren seit Jahren extrem empfindlich darauf ...
An Abhärtung glaube ich auch nicht wirklich. Denn wenn ich an meine Wohnung denke und daran, daß ich sie im Winter nicht wirklich warm bekomme, dann müsste Kälte mir eigentlich nichts mehr ausmachen. Tut sie aber. Und wie!
AntwortenLöschenAber gut, daß Du wieder auf den Beinen bist und wieder aktiver werden kannst! Jetzt wird es Frühling und dann sieht alles schon viel besser aus!
Nur has' du ebwa in dein' Helm geschnuhft?
AntwortenLöschenNahaaain, liebe Pieps!
LöschenDas ist Atem-Kondenswasser *ischschwör!*
Das andere wäre ja ekelich ... *schauder*
Kleiner Tipp...wenn es ein fremder Arzt ist, bei der telefonischen Terminvergabe immer Privat angeben. Hinterher kann mann immer noch sagen, man ist privat hier und nicht dienstlich. *lol*
AntwortenLöschenTrotzdem Glückwunsch zur Genesung!
Aha *grins*
LöschenMuß ich mir merken. Der Zettfahrer hat sowas auch mal gemacht. Ich bin da immer zu schisserig und zu ehrlich, zugegeben ...
Aber krass bei deinem Arzt. Ich würde den mal fragen, wer genau sein Studium bezahlt hat und die Antwort, nämlich die Allgemeinheit der Steuerzahler, also u. a. seine Patienten, direkt hinterher schieben. Echt ej!
AntwortenLöschenCoole Fotos mal wieder :-)
Der eigentliche Hausdok ist ein total Lieber, den momentan alle überrennen (Stichwort Flüchtlinge, zugeteilte Behandlungen ...)...
LöschenDas hatte ich von Oktober bis Januar. Von einer Krankheit in die nächste gefallen, weil einmal zu früh in die Arbeit. Keine gute Idee. Ich verstehe, wie du dich gefühlt hast.
AntwortenLöschenDafür ist das Wetter jetzt shice und ich kann nicht fahren. Morgen soll es wieder mal schneien. Zur Abwechslung mal was gaaaaaaaaaaaaanz neues *hngrmpf*
Gestern war hier total schöner Sonnenschein, aber ich mußte nach der Arbeit noch schnell soviel erledigen. Und danach war es dann 18 Uhr, und es lohnte sich nicht.
LöschenAls ich noch krank zuhause war, konnte ich solche leidigen Einkäufe tagsüber machen und nachmittags mit dem Rad hinaus. Oder zu Fuß. Ja, der Job kann einem echt die ganze Tageslicht-Schönheit versauen :-( ...
Aber sag mal - SCHNEE??? Also diese weiße Pest muß nun doch nicht mehr ...!
Willkommen zurück auf der Piste, Heike. Schöne Bilder hast Du mitgebracht. Kranksein ist doof. Bin zwar diesmal (noch) verschont geblieben, aber war vor 'nem Jahr genau so wie Du außer Gefecht gesetzt. Einen schönen Saisonanfang wünsche ich Dir!
AntwortenLöschenDanke für den Gruß, liebe Sonja :-)
LöschenJa, alle lechzen nach Frühling und wärmeren Temperaturen. Immerhin ist es jetzt morgens nicht mehr dunkel, wenn ich zur Arbeit fahre! Dir auch einen schönen Saisonanfang mit Harley und Roller :-)