Der Sonntag gestaltete sich Wettermäßig ebenfalls wechselhaft. Fahren wollte ich aber nun gerne einmal wieder, nachdem sich die Woche über gar keine Möglichkeit ergeben hatte!
Die Morgentour brach ich allerdings nach 2 Kilometern ab, weil Wetter ankam. Eine gute Entscheidung! Wenige Augenblicke später brach der Himmel auf und es pladderte, als würde jemand dafür bezahlt werden!
Durch den Wind trocknete es dann aber relativ fix ab.
Gegen 14 Uhr fuhr ich dann doch los. Diesmal allerdings mit leichter Winterausstattung: Futter in die Jacke, langes Shirt, und Funktionsunterwäsche. Das war gut gewählt, denn die Luft war sehr frisch. Wenn die Sonne rauskam, ging es prima. Ohne Sonne war ich froh über mein warmes Unterzeug! Ich hatte meine Winterhandschuhe eingepackt, und nutzte sie zum Abend hin erfreut! Griffheizung wollte ich nicht einschalten - das kommt noch früh genug auf mich zu!
Und ich fuhr. Und fuhr. Am Abend hatte ich satte 260 Kilometer. Für eine "Hausrunde" und in der kurzen Zeit relativ viel.
Für meine Verhältnisse!
Irgendwie war mir nach fahren. Nicht nach anhalten. Die letzte Woche war total scheiße gelaufen. So etwas kommt vor. Das Fahren war sozusagen Medizin zum "Abdenken". Und Erinnerung an die eigene Sterblichkeit. Der Fahrwind schüttelte Ellie und mich ganz schön durch. Als die Wolken weggeblasen waren, wärmte die Sonne sehr schön. Das tat gut. Auch dem Kopf! Helles Licht, weiter Blick - da kann die Seele mal wieder aufatmen.
Ich hatte Glück und relativ wenig PKW-Verkehr auf den Straßen. Mein Stammtischbruder war nicht im Freibad - es hatte sich wohl nicht gelohnt, das Bad aufzumachen. Zu kühl. Zu wenig Badegäste. Also fuhr ich weiter in Richtung Osten. Unbekannte Dörfer, interessante "Abkürzungen" in die Felder hinein.
Viel fahren und kaum anhalten bedeutet: wenig Fotomaterial. EINE Fotorast mußte aber mal sein. Da merkte ich dann auch das von Svenja beschriebene "Summen im Körper", wenn man sehr lange unterwegs war, ohne Pausen. Das ist sonst so gar nicht meins, dieses Herumjagen. Aber an diesem Tag ergab sich das einfach.
Ein interessanter Nebeneffekt an dem Tag: ohne groß über das Fahren nachzudenken, brachte mich mal eben über mehrere Stadtgrenzen hinaus. Einfach so.
So eine Er-Fahrung hatte ich noch nie. Fahren, Eindrücke aufsaugen, ohne Nachdenken.
Mal ganz okay. Mußte ich wohl haben.
Mitten im Nirgendwo
Nach hinten: weiter leerer Raum. Energie-Umwandlung. Und Kartoffeln.
Da hinten war Wetter. Das regnete sich zwar ab, aber wir bekamen nichts davon mit. Der Wind war stark, die Sonne auch - insofern trocknete die Straße ab, bevor wir dort ankamen!
Links von uns: Kartoffeln
Rechts von uns: Kartoffeln
All überall: Kartoffeln
Fazit:
Manchmal gibt es so Tage ...
Das geht mir auch häufig so, daß ich einfach nur fahren möchte. Durch die Landschaft kurven, ohne Anhalten, ohne große Umstände. Das ist manchmal echt das beste. Danach bin ich dann wieder zu gebrauchen. Das heißt aber nicht, daß ich besonders schnell führe, meine Geschwindigkeit, aber halt immer weiter, immer weiter. Und an der nächsten Ecke in die andere Richtung. Take the long way home.
AntwortenLöschenDas kenne ich auch, Heike. Manchmal fahre ich sogar, ohne ein einziges Foto zu machen (allerdings ärgere ich mich dann manchmal doch, dass ich keins gemacht habe...). Und bei den ganzen Kartoffeln habe ich jetzt unerklärlichen Hunger auf Pommes.
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