Inklusive Erdbeerfeld entern (legal), Feldwege untersuchen (hüstel ...), und einem Schelm auf die Schliche kommen.
Eulenspiegel-Route
Schön geschwungene Kurven, schmale Straßen und geringer Verkehr - so liebe ich das!
Ein schöner Tag geht in den Abend ... herrlicher Anblick beim Nachhause-Fahren
Am 12.6. - ein Sonntag - war im Nachbardorf Oldtimer-Treff mit Flohmarkt. Dort war ich im letzten und vorletzten Jahr schon gewesen, und es hatte mir immer sehr gut gefallen.
Das Wetter war komisch an diesem Sonntag morgen. So feuchtwarm! Ab und an stippelte es ein wenig. Der Himmel sah bleiern aus. Das Regenradar sah übel aus. Trotzdem wollten wir mit den Motorrädern anreisen.
Der Zettfahrer kam gegen 11 Uhr mit Karacho angefegt. Das Outfit passte wie üblich zum Motorrad, und wir machten uns auf den Weg in das Gewusel. Die Anfahrt wurde von mir ein wenig ausgedehnt - es ging kreuz und quer und drumherum. Die Zett knatterte durch die Lande, und wir ernteten mehrfach anerkennende Blicke. Das bezog sich wohl eher auf den Zettfahrer. Es sah schon richtig authentisch aus, wie er da - mit seinem passenden Oldtimer-Helm mit den Lederschnallen - auf der Zett unterwegs war ... sogar eine ECE Zulassung hatte der ...
Dann kamen wir am Ort des Geschehens an. Das ganze Dorf war der Veranstalter. Überall gab es Aktion, Fahrzeuge, Leckereien und Getränke.
Die Zett hätte in die Straße um die Kirche herum fahren dürfen, dort, wo alle Oldtimer sich versammelten.
Ellie war leider nicht alt genug.
Aber wir parkten trotzdem lieber außen vor.
Kaum war der Recke von der Tochter Frankensteins abgestiegen, versammelten sich neugierige Passanten.
Wir nahmen nur das nötigste mit, und es ging auf Fototour. Begleitet von fremdartig anmutenden Bongo-Klängen der Ortsneulinge aus Afrika beäugten wir die dargestellten Schätzchen.
Endlich mal eine vernünftige Harley, und nicht so ein moderner Schickimicki-Hobel ...
Lalüüü Lalaaaaaaa
Polizei-Isetta Knutschkugel
Mein VW-Bus
Richtig alte Landtechnik - überall in den Höfen standen sie und warteten auf die Kenner
Ich bekam auf dem Flohmarkt einige Nettigkeiten zu Gesicht. Einzelne davon fanden den Weg in die Satteltaschen ...
Dort war nicht nur Flohmarkt. Auch einige mit viel Liebe gefertigte Handarbeiten warteten auf die Käufer. Zwei kleine Stoffbeutel wechselten später den Besitzer und umhüllten den niedlichen Glasvogel als Schutz während der Fahrt in der Satteltasche ...
An einer Poffertjes-Bude gab es vernünftigen Kaffee für den Zettfahrer, und eine süße Portion für mich. Die Sonne brutzelte mir auf den Kopf. Dazu die schwere Lederklamotte, und meine Kopfschmerzen rieben sich die Hände - Attacke!
Irgendwann reichte es mir. Wir hätten - in kurzen Sommerhosen und Shirt - noch viel länger dort verweilen können, aber so in den Motorradsachen, da fehlte mir das Durchhaltevermögen.
Eine kleine Runde tourten wir um den Elm herum, die schwarze und drohende Gewitterwolke vor Augen. Irgendwann fuhren wir um einen Hügel herum, und wie mit einem Lineal gezogen wurde kurz vor uns die Straße klitschenass. Eine regionale Front regnete sich ab!
Ich hielt an, drehte auf einer Parkbucht, und mit Tempo ging es zurück dahin, wo wir hergekommen waren. Immer kreuz und quer, fast auf der Route, die ich morgens immer zur Arbeit hetze. Der Himmel wirkte immer noch bedrohlich, aber wir waren anscheinend dem Regen ausgewichen!
Eine Pizzeria war mein Ziel. Ich hatte einen Mörderhunger! Während der Zettfahrer zwei Kaffee besorgte, orderte ich die Pizzen. Wir schmausten beide mit großem Appetit. Als die halben Pizzen vernichtet waren, bekam ich ein extrem ungutes Gefühl. Der Blick zum Himmel bestätigte mein Gespür. Ich organisierte einen Pizzakarton, tat die übrigen Stücke hinein und verstaute den Karton mehr schlecht als recht auf dem Gepäckträger von Ellie. Das verflixte Gummistraps glitt vom Gestänge und schnappste mir schmerzhaft an die Finger.
Drecksteil!!!
Undamenhaft fluchend und ungeduldig brachte ich Ellie in Gang, ranzte den armen Tourenbegleiter zickig von der Seite an ("Ey mach HINNE!!!") und mit nicht angepaßter Geschwindigkeit fegte ich durch den Ort, Richtung zuhause vor die Garage.
Kaum waren wir unter dem Garagentor angekommen, ging der Wolkenbruch nieder.
Wir standen im Trockenen und kauten die Reste der Pizzen. Mea Culpa, lieber Zetti, aber das harsche Gedrängel mußte sein - mein Bauchgefühl das Wetter betreffend paßte ...
Und weil wir beide auch noch andere gemeinsame Hobbys haben, gab es gestern auch noch dieses dazu ...
Wie ein Gemälde von Claude Monet, oder?
Fazit:
Mir fällt heut nix als Fazit ein ...



Als Fazit könnte man sagen, gelungenes Wochenende!
AntwortenLöschenDas hört sich doch alles, vom Gewitter abgesehen, ganz toll an.
Angesehen vom Kopfaua und dem geflitschtem Finger - find ich es auch gelungen ;-)
AntwortenLöschenFazit: Alles hat gepasst. Der VW Bully hat es mir ganz besonders angetan. Sowas und dann mit Fahrrad auf Tour gehen... hmmm das hätte was.
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