Ellie und ich

Ellie und ich

Freitag, 6. September 2013

28.8.2013 - kleines Abenteuer und großes Wasser

28.8.

Nach Feierabend wollte ich eine Tour genießen - das Wetter konnte sich allerdings nicht so recht entscheiden: Gewitterluft, dramatische Wolkentürme ...

So fuhr ich also recht ziellos durch die nahe Umgegend. Sollte es lospladdern, war ich ja nicht zu weit weg vom sicheren Zuhause.

Zunächst also los, mal zum Reitlingstal - Fotostopp. Anfahrt über Erkerode:







Blick in das Reitlingstal











Sehr sinnvoll - und offenbar neu? Hier können Hubschrauber landen. Und werden Verunfallte leichter "wiedergefunden" bzw. hier können Zeugen auf die Hilfe warten ...


Während ich da auf dem Waldweg stand und fotografierte, brüllten die Sportler vorne auf der Straße an Ellie vorbei - ab in den Elm, Kurven hatzen ... na, dann viel Spaß ...

Ich drehte um, fuhr wieder raus aus dem Tal, weiter Richtung Asse (Info-klick), ein Höhenzug bei mir um die Ecke - dann doch wieder ein Stück zurück, dann die Asse doch durchfahren - immer gegen den Wind und mit dem Blick auf die Wolkenfront, die vorne am Horizont drohend näher kam.
Aber es regnete sich am Harz ab - ich bekam zwar einige Tropfen, doch das war es dann gewesen!
Allein unterwegs, hatte ich auch keinen Streß und konnte ohne Hemmungen und ohne Route einfach kreuz und quer "am Wetterrand entlang" herumdümpeln!

Schlußendlich landete ich dann doch trockenen Reifens im Harzvorland. Und entdeckte etwas zauberhaft Schönes direkt neben der Schnellstraße ...

Klein-Ostsee ... in der Nähe von Isingerode, zwischen Schladen und Hornburg ...

















Hier saß ich also am Ufer eines großen Sees, blickte über das Wasser, und fühlte mich feierabendwohl. Wasser gucken finde ich immer äußerst entspannend ... die Gedanken fließen aus einem heraus, man wird ruhiger und innerlich stimmig.


















Angeln nur von Mitgliedern des Sees erlaubt, Zelten oder "Lagern" ebenso verboten wie Baden oder Wasserfahrzeuge-benutzen.
Trotzdem überall Hinweise auf Lagerfeuer - aber vielleicht waren das nur die genehmigten Feuer der genehmigten Angler aus dem von der Gemeinde genehmigten Verein gewesen ...


























Da es jetzt über dem Harz wieder sonnig wurde, fuhr ich dann doch noch Richtung Vienenburg. Natürlich - Ziel Eisdiele.

Es folgte außerplanmäßig vorher noch ein lang gewünschter Aufenthalt! Ich war hier schon so einige Male dran vorbeigetuckert, hatte aber nie die Muße gefunden, anzuhalten. Das wollte ich jetzt tun.


Da hinten im Bild die Hinweistafel "Hier war Deutschland geteilt" - Ellie und ich standen somit gerade im Todesstreifen bzw. in der ehemaligen DDR-Zone;
Straße nach Wiedelah, bei Vienenburg 


Ellie parkte ich am Straßenrand, in einer kleinen Haltebucht. Befestigter Boden, einige ausgewaschene Stellen, und Schotter. Aber ich hatte mich trotzdem dahin getraut. Hey, ich hatte Stieges steile Auffahrt geschafft, tschakka - da würde das hier auch klappen.
Und es klappte.




Das Schild ist ein Witz - hier nicht im Foto: direkt dahinter ein illegaler Müllplatz ... manche Leute haben ihren Kopf nur, damit ihnen das Stroh nicht in den Hals rieselt ...



Vorhandene stählerne Zeit-Zeugen - Reste vom Grenzzaun - Ostseite Bundesrepublik Deutschland - kurz vor Wiedelah bei Vienenburg



Die Oker - ehemaliger Grenzfluß 
Ihr könnt in der Mitte des Bildes gerade noch die weißen Begrenzungspfosten der Straße sehen; so dicht dran ist das wunderschöne Naturgebiet









Beeindruckt von der Landschaft und mit Gänsehaut wegen der Geschichte dieses Ortes fuhr ich dann auf noch regennasser Straße nach Vienenburg weiter. An der Eisdiele war wenig los, das vor einer Stunde runtergegangene Gewitter hatte die meisten Leute verscheucht.

Ich hatte mit der Eisdielenbesitzerin noch einen netten Plausch. Ich finde es schön, nicht "nur" als Kundin angesehen, sondern mit Namen angesprochen zu werden. Die Kugel Joghurt-Holunder-Eis war doppelt dimensioniert, und während ich sie genüsslich schleckte, kühlte auch mein Latte Macciato auf Trinktemperatur herunter. Perfekter kann ein Feierabend-Drink nicht sein ...

Im Abendlicht gegen 19 Uhr fuhr ich dann wieder heim. Stötterlingen, Rimbeck, Hornburg, Achim, Kissenbrück, Klein Denkte und dann über Sickte/Hötzum zurück nach Hause.

Gegen 20.30 Uhr tuckerten Ellie und ich entspannt auf den Garagenvorplatz. Diese Feierabendrunde mit den vielen überraschenden visuellen Eindrücken hatte mir sehr gut getan, und die alte Fahrfreude kam dann unter der heißen Dusche: ich grinste in den Duschstrahl, dass ich mich am Wasser verschluckte.
Prustend und kopfschüttelnd kam ich lachend aus der Wanne heraus.
Schön, dass ich diese Albernheit wiedergefunden hatte ;-. Kilometermäßig war ich heute bei ca. 100 Kilometern Fahrstrecke gelandet. Aber nicht die Anzahl ist entscheidend, sondern die Erlebnisse daraus!


Fazit:
Schön war's.
Kleine feine Runde, genau nach meinen Bedürfnissen.
Wasser gucken macht mich geborenen Fischkopp glücklich :-).

4 Kommentare:

  1. Genau so mag ich das Moppedfahren auch. Blümchenpflücker-Geschwindigkeit, damit man (Frau) die Sehenswürdigkeiten am Wegesrad nicht verpasst. Und lernen kann man oft auch noch was dabei ;-)

    So von einem Fischkopp zum anderen... mich macht der Anblick von Wasser auch immer ganz ruhig (am besten geht's mit Meer), aber zur Not tun es auch Flüsse und Seen.

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    1. Mir begegneten auf der Tour 2x Oldtimer-Motorräder. Einer mit Beiwagen (und riesigem Teddybären darin) und einmal eine alte BMW - noch mit Ledersattel, wie die Fahrräder ihn haben! Beide waren genauso gemächlich unterwegs wie ich (Richtgeschwindigkeit 80-90 km/h auf einsamen Strecken), und da war nicht dieses schnelle "Hand rausstrecken" als Gruß - nein, die winkten richtig ;-). So wie die Queen es tut.
      Ellie ist ja nun noch relativ jung vom Aussehen her. Wirkt nicht wie ein Scooter. Aber vielleicht - Alonzo ist schuld ;-) - liebäugel ich doch irgendwann nochmal mit "Bike No. 2". Und orange - btw - ist auch meine Lieblingsfarbe ;-)!

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  2. Ich glaube, ich muss auch mal Feierabendrunden machen ... *seufz* ...

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    1. Es lohnt sich, Funny :-). Und wenn es noch so kurz ist - hauptsache, unterwegs!

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