Vom 26. bis 30.5. - also über Himmelfahrt herüber, winkten schöne freie Stunden und prognostiziertes gutes Wetter!
Ich hatte dringend Erholung nötig, und wollte einen entspannenden Urlaub!
Am 23.5. gegen Abend fuhr ich mit dem Auto in Richtung Celle. Der dortige MC richtete eine Sommerparty aus, und ich wollte mir das mal ansehen. So als Einstimmung für den Urlaub.
Der Mann war schon mit Motorrad vorgefahren, und wollte dort per Zelt übernachten. Da ich von der Woche aber so kaputt war, kam Übernachtung dort für mich nicht in Frage. Ich brauchte mein Bett, und wollte endlich mal 16 Stunden am Stück ausschlafen ... (guter Plan, aber es kam anders ...).
Die Parkplätze waren aufgeteilt - für die PKW-Anreisenden gab es ein großes Feld, die Motorradtouristen konnten entweder vor dem Clubhaus, oder auf der Wiese dahinter parken bzw. nächtigen. Hinweisschilder auf eine Veranstaltung waren auch gut sichtbar am Straßenrand platziert - nur leider hielten sich die meisten Durchknaller nicht an das gewünschte 50-KM/H-Schild!
Das Klubhaus liegt genau in einer Kurve, schwer einsehbar, und wenn da ein PKW aus Richtung Fuhrberg heranrauschte, konnte es böse werden ... wie durch ein Wunder ging alles gut, und kein Anreisender oder Abfahrender wurde touchiert!
Der Freitagabend lief super.
Gutes Essen, aufmerksame Gastgeber, und ich bekam sogar das Klubhaus gezeigt.
Gegen 23 Uhr fiel meine Kondition zusammen, und ich fuhr heim. Auf der Rückfahrt überlegte ich mir dann eine verwegene Idee, die ich gegen 2 Uhr morgens auch an dem Mann simste. Ich wollte nämlich von Samstag auf Sonntag dort per Zelt übernachten.
Ausrüstung endlich mal austesten!
Warum um 2 Uhr gesimst? Ganz einfach: ich war bis dahin mit Packen und Motorrad beladen beschäftigt gewesen!
Der schwarze Packsack hatte ein heftiges Gewicht, und wo ich ihn befestigen wollte, war mir auch nicht so klar gewesen.
Die gelbe Packtasche hatte keinen stoppigen gummierten Untergrund, und damit sie mir nicht in den Rücken rutschte, zurrte ich das federleichte Ding überdimensioniert fest. Ich übte ja noch ...
Am nächsten Morgen (viel zu früh, nach viel zuwenig Schlaf und viel Aufregung im Bauch) sah Ellie dann so aus:
Im schwarzen Packsack, 50 Liter Inhalt: Zelt, Groundsheet, Isomatte, Schlafsack, Kopfkissen, Turnschuhe - in der gelben Tasche (Ortlieb Rack-Pack Größe M) der Rest vom Geraffel: Handtücher, Fleecejacke, Jeans, Taschenlampen etc.
Und für mich und meinen Rücken ganz wichtig, in der grünen Rolle: ein klappbarer Campingstuhl - denn ständig auf dem Gras herumhocken, das war nicht wirklich etwas für meine Knochen
Der Klappstuhl sollte mir noch wertvolle Dienste leisten ...
Hinten draufgeschnallt: eine Thermo-Isomatte für den Eingangsbereich vom Zelt; dieses silberne Material sendete während der Fahrt im Sonnenlicht grelle Lichtblitze an die Nachfolgenden und ersetzte meine Leuchtweste perfekt! Auf der Rückfahrt fehlte sie ...
Da es vor Celle immer noch eine Baustelle gab (die werden da wohl nie fertig; sinnlose Kreisel und fehlende Hinweisschilder, ätzend!), hatte ich mir eine Schleichroute durch das Industriegebiet ausgeguckt.
Ich simste vor dem Losfahren an den Mann - 2 Stunden früher als gestern abgesprochen (ich wollte es jetzt wissen; Heike mit Gepäck allein auf Tour), und machte mich auf den Weg. Ich fuhr zunächst über die kleineren Ortschaften, und dann auf die B214.
Das Gepäck hinter mir merkte ich nur, wenn ich in den Rückspiegel sah. Ansonsten war das Fahrverhalten nicht anders als sonst!
Das hatte mir ja am meisten Sorgen gemacht!
Das Wetter war super, Sonnenschein und Schäfchenwolken, und ich fuhr mit Genuß und in freudiger Stimmung: Urlaub!
Ich fuhr nach ungefähr 50 Kilometern Wegstrecke beim MC vor, blinkte vorschriftsmäßig viele hundert Meter vor der Einfahrt (Empfehlung der Mitglieder am Freitag abend, denn dort in der Kurve schießen einen die PKW Fahrer sonst ohne Rücksicht ab), und bog dann in den kleinen Feldweg zur Zeltwiese hin ein.
Holpernd und langsam tuckernd fuhr ich das unebene Stück bis vor das Zelt vom Mann. Das hätte ich so letztes Jahr noch nicht hinbekommen!
Geschafft!
Stolz und zufrieden nahm ich den Helm ab, und simste meine Ankunft an den Mann.
Er hatte zwar vor dem Klubhaus gestanden, aber mich nicht wahrgenommen. Ellie war zu leise!
Er hatte zwar vor dem Klubhaus gestanden, aber mich nicht wahrgenommen. Ellie war zu leise!
Pah ...
Die Jacke und die warme Hose wurden ausgezogen, über die Motorradsitzbank geworfen, und ich warf mich in eine schreiend bunte Radlerhose (aus der Tanktasche) und Badeschlappen, und löste die Gepäckbänder.
Während des Pusselns krochen Viecher über meine Hände, Füße und Beine. Ich hielt das für noch nicht beachtenswert.
Das änderte sich dann später ...
Foto mit freundlicher Genehmigung vom Celler MC
Tadaaa - Heike inmitten der Biker.
Es wurde warm und schwül, und im Laufe des Nachmittags ging ein fettes Gewitter runter. Nachdem ich die Wasserdichte meines Zeltes geprüft hatte, krochen wieder diverse kleine VIECHER über meine nackten Füße. Ich war nun doch in totaler Panik.
Alle Größen von Zecken waren vertreten: von . -Größe (Nymphen, millionenfach; auf einem Quadratzentimeter ca. 15 Stück) bis o-Größe. Die ganze Wiese war verseucht. Ich bin vor zig Jahren mal von einem Zeckenbiß sehr krank geworden, und hier auf diesem Zeltplatz mußte ich mich jetzt entscheiden: entweder alles abfackeln wieder abbauen, zusammenpacken und schreiend das Gelände verlassen, oder mich meiner Panik stellen.
Diese Situation überforderte mich komplett, und ich machte auf Vogel-Strauß-Politik: brauchte ich etwas aus dem Zelt, schickte ich den Mann hin. Und hoffte auf das Gute, sprich: dass mich keines der Biester erwischen würde. Ich war den ganzen Abend damit beschäftigt, meine Beine und die Jeans zu kontrollieren, und machte die Biker in meiner Nähe auch ganz nervös.
Sicher, warm und trocken - meiner einer (illegalerweise) auf dem Thronsessel
Gegen 23 Uhr, während die zweite Band spielte, war meine Kondition am Ende, und ich tapste voller Grauen zum Zelt.
Die nächsten drei Stunden verbrachte ich mit meiner Zelttaschenlampe bewaffnet damit, das Zelt an jedem Zentimeter abzuscannen.
Die kleinen Nymphen ( -> DIESE Größe: -> . ) krochen durch den Gazestoff des Innenzeltes (aaah Panikattacke!). Die größeren VIECHER kamen nicht durch, akerten sich aber bösartig rund um die Gaze und die Reißverschlüsse herum.
Ich steckte einen Fetzen Taschentuch zwischen die Reißverschlußenden und zog zu: so, hier war jetzt keine Lücke mehr.
Irgendwann fiel ich erschöpft in den Schlaf. Als ich gegen 7 Uhr erwachte und die Brille aufsetzte, nahm ich zwei VIECHER im Gearloft über mir wahr - sie hatten sich durch die Gaze gearbeitet und lauerten auf einen Wirt - also mich.
Ich schnappte mir ein Handtuch, und ging mit Gänsehaut im Gehirn zu den Örtlichkeiten. Katzenwäsche mit kaltem Wasser, und in der Toilettenkabine dann komplett ausgezogen mit dem Handspiegel die Hautkontrolle: so erstmal keine Zecken am Körper erkennbar.
Dann folgte das Frühstück.
Sehr üppig, sehr lecker, und kostenlos an die Gäste ausgegeben. Sogar heißes Wasser für meinen Extrawunsch (mein Tee) wurde in Massen produziert.
1a Top Gastgeber - gerne wieder!
Das Zeltabbauen war ein Grauen für mich.
Ich packte alle Motorradsachen auf den Klappstuhl und achtete panisch darauf, dass kein Ärmel oder Bein im Gras hing.
Die doppelt große Untermatte vor dem Zelteingang ließ ich auf der Wiese. Sie war von unten so mit Minizecken verseucht, dass ich keine Meinung auf deren Entfernung hatte!
Einige Bikergäste hatten quasi im Freien übernachtet (offener Zelteingang, Füße bzw. Kopf rausgestreckt) - ich hoffe, sie hatten sich hinterher kontrolliert.
Ich selber hatte einen Zeckenbiß (das sah ich zuhause nach der Dusche), das Vieh saß unter meinem BH-Träger. Der Mann hatte 3 Zecken abbekommen.
Die Party war super, aber übernachten werde ich dort auf dem Gelände nicht mehr. Lieber schlafe ich unbequem im Auto, als mir das noch einmal zuzumuten ... es hätte allerdings auch die Möglichkeit einer Gruppenunterkunft im Klubhaus gegeben, aber mit 9 schnarchenden Bikern in einem Raum, das war dann keine echte Alternative für mich ;-).
Die Abfahrt über die buckelige Wiese nahm ich ohne Probleme. Ich war stolz auf mich selber. Letztes Jahr hätte mich so ein Untergrund noch verunsichert und ich hätte um Parkhilfe gebeten.
Vielleicht war ich dieses Mal aber auch einfach nur in "Fluchtmodus" - weg von den fiesen Bewohnern des Grünfeldes ...
Die Rückfahrt über Celle (ich fand die Abkürzung durch das Industriegebiet nicht mehr) mit einer Pause zum Tanken:
Die Abfahrt über die buckelige Wiese nahm ich ohne Probleme. Ich war stolz auf mich selber. Letztes Jahr hätte mich so ein Untergrund noch verunsichert und ich hätte um Parkhilfe gebeten.
Vielleicht war ich dieses Mal aber auch einfach nur in "Fluchtmodus" - weg von den fiesen Bewohnern des Grünfeldes ...
Die Rückfahrt über Celle (ich fand die Abkürzung durch das Industriegebiet nicht mehr) mit einer Pause zum Tanken:
1 a Premium Packsituation, trotz fluchtartigem Aufbruch
Zuhause warf ich alle Motorradwäsche in die Waschmaschine, hängte das Zelt auf die Wäschespinne und kontrollierte fast eine Stunde lang das Innenzelt auf Bewohner. Dann jagte ich eine halbe Flasche Pyrethrum über das Innen- und Außenzelt, das Bundeswehr-Groundsheet und an die Beine der Motorradhose.
Wie geschrieben: EINE Zecke hatte mich doch erwischt. Ich entdeckte das Mistvieh unter dem BH-Träger und zog es vorsichtig aus der Haut. Der Biß ist heute (2.6.) noch zu sehen, aber es ist kein roter Ring gekommen.
Trotzdem bleibe ich aufmerksam, denn der Zeckenbiß damals zeigte seine giftigen Nebenwirkungen auch erst ein Jahr später auf übelste Art und Weise :-( ...
Fazit:
Das Zelten war bis auf die Zeckengeschichte gut gelaufen. Der Zeltabbau dauerte noch sehr lange. Ich konnte auf der Therm-A-Rest Neo Air wunderbar schlafen, aber das Kopfkissen (die Höhe) muß ich noch einmal optimieren. Kalt war mir auch nicht, nur werde ich bei der nächsten Übernachtung die Fleecejacke in das Fußteil des Schlafsacks stopfen. Wenn ich die Kaputze über den Kopf ziehe, fehlen mir im Fußbereich noch gute 30 cm, die ich nicht ausfülle. Diesen Raum zu erwärmen kostet Körperenergie. Trotz Flauschsocken wurden mir nämlich doch die Füße kalt.
Dank meiner Freundin bekam ich diesen Artikel hier zugemailt:
http://www.2014.jugend-forscht-bayern.de/index.php?id=1252
Regensburger Schüler entdeckt wirksames Mittel gegen Zecken
München,
08. April 2014 – Seit gestern ringen 86 bayerische junge Forscher in
München um die Qualifizierung für den Bundeswettbewerb von Jugend
forscht. Mit dabei ist Alexander Betz aus Regensburg. Der Gymnasiast
stieß durch einen Zufall auf ein Mittel gegen Zecken, das oral
eingenommen wird.
Das Zentrum Neue Technologien des Deutschen Museums in München ist seit gestern Schauplatz für den wichtigsten Nachwuchsforscherwettbewerb in Bayern. 86 junge Wissenschaftler stellen in sieben Fachgebieten ihre Projekte vor. Alexander Betz verdankt es seinem Labrador, dass er sich jetzt im Bereich Biologie um den Landessieg bewerben kann.
Beim Spazierengehen mit seinem Hund Filou fiel Alexander Betz im letzten Frühjahr auf, dass dieser nicht mehr von Zecken gebissen wurde. Der Hund bekam seit einiger Zeit Schwarzkümmelöl gegen seine Allergie ins Fressen gemischt – hielt dieses Öl womöglich die Zecken ab?
Alexander Betz wollte es genau wissen: Zunächst baute der Zwölftklässler ein Y-förmiges Versuchsgefäß. Anschließend zog er ein schweißgetränktes Handtuch durch eine Wiese und fing damit 30 Zecken ein. Seine Versuchstiere.
Es folgten mehrere Versuche mit Schweiß und Schweineblut. Die Zecken bewegten sich auf dem Y-Gefäß stets in die Richtung, in der sich Präparate befanden, die nicht mit Schwarzkümmelöl angereichert waren. „Sobald jedoch Blut oder Schweiß mit Schwarzkümmelöl versetzt waren, mieden die Zecken das Präparat“, sagt Alexander Betz „und zwar auch bei sehr geringen Ölmengen“. Die logische Schlussfolgerung konnte nur lauten: Das Schwarzkümmelöl verursacht einen Körpergeruch, der die Zecken abschreckt.
In einem nächsten Forschungsschritt will der 18-Jährige nun untersuchen, ob Schwarzkümmelöl auch gegen andere Insekten wirkt. „Auch Mücken sind Blutsauger“, so Alexander Betz, „vielleicht reagieren sie ja genauso auf das Öl. Dann wäre es womöglich sogar geeignet für den Einsatz in Malariagebieten.“
Dieses und andere Projekte der jugendlichen Wissenschaftler können bis zum 10. April 2014 im Deutschen Museum in München besichtigt werden. An diesem Tag werden die Siegerprojekte mit einem Festakt im Beisein des bayerischen Staatssekretärs für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, Herrn Georg Eisenreich MdL, geehrt.
Organisiert und finanziert wird der diesjährige Landeswettbewerb von der Wacker Chemie AG. Das Unternehmen übernimmt zum neunten Mal die Patenschaft des Wettbewerbs.
Weitere Informationen erhalten Sie von:
Wacker Chemie AG
Public Affairs
Joachim Zdzieblo
Tel. +49 89 6279-1165
Fax +49 89 6279-2569
Auch das ist erschreckend: Zecken-Härtetest!
Wie zum Geier bekomme ich mein Zelt in das Tiefkühlfach ... oder die Motorradklamotten ... muß ich mir jetzt ein Faß voll 40%-igem Alkohol besorgen und meine Moppedklamotten darin einweichen?
Wie zum Geier bekomme ich mein Zelt in das Tiefkühlfach ... oder die Motorradklamotten ... muß ich mir jetzt ein Faß voll 40%-igem Alkohol besorgen und meine Moppedklamotten darin einweichen?
Ich startete am 1.6. den Selbstversuch mit täglich 2 Kapseln á 500 mg Schwarzkümmelöl. Außerdem habe ich mir eine Flasche flüssiges Öl bestellt, und werde das in die Körperlotion mischen.
Ich berichte hier, ob sich das Ungeziefer von mir jetzt fernhält!
Und schaue HIER nach, zur besseren Info: KLICK Zeckenwetter.de
Und schaue HIER nach, zur besseren Info: KLICK Zeckenwetter.de









Mopped-Camping, das ist was für die ganz Harten. Respekt! Ich hätte ja keine Minute die Augen zu machen können bei den blöden Biestern.
AntwortenLöschenLetztes Jahr, am ersten Tag im Schwarzwald, hatte mich bereits eins von den Drecksviechern erwischt... und ich bekam den berühmten roten Ring, allerdings bis heute (knock on wood) keine Symptome. Inzwischen bin ich auch geimpft, aber für den Tipp mit dem Schwarzkümmelöl bin ich sehr dankbar. Werde ich mir sofort organisieren und im Selbstversuch testen.
Hei Sonja,
Löschenhier habe ich gekauft:
http://www.ebay.de/itm/11-17-EUR-100g-Schwarzkuemmeloel-200-Kapseln-zu-je-500-mg-Immunstimulanz-/310879639730?ssPageName=ADME:L:OC:DE:3160
Außerdem noch das Öl, auch bei Ebay. Wichtig ist, dass es kaltgepreßt ist. Nach Einnahme der Kapseln gibts keine Kümmel-Bäuerchenprobleme ;-). Ich nehme die Kapseln morgens zum Frühstück und zum Abendessen mit viel Flüssigkeit ein. Keine Kohlensäure, am besten geht es mit kaltem Früchte- oder Kräutertee.
BTW - Rossmann hat ein klasse Mückenspray, was nach Zitrone riecht und den gleichen Wirkstoff wie Autan enthält, aber nur die Hälfte kostet!
Zeckito classic - angeblich auch bis zu 4 Stunden gegen Zecken wirksam. Da es nicht so furchtbar chemisch müffelt (wie Autan), kann man das auch öfter nachsprühen, ohne dass die Nebensitzenden die Augen verdrehen!
Habich jetzt auch, danke für den Tipp!!!
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