Ellie und ich

Ellie und ich

Montag, 22. Juni 2015

12.-14.6.2015 - Teil 3 - Vulcanier Germany Jahrestreffen in Sömmerda/Thüringen; Fazit

14.6.2015
Sonntag
Die Abreise

Ich schlief verhältnismäßig gut, trotz der Wärme im Appartment.

Gegen 9 Uhr vertilgte ich das Reste-Frühstück. Ich bin kein großer Frühstücker, und wenn ich ausschlafen kann, ist mir ein Becher Kaffee und ein Apfel lieber als ein opulentes Buffet, wie es mit Zeitlimit in den Hotels oder Pensionen angeboten wird.

Nach einer anständigen Dusche fühlte ich mich deutlich wohler.
Ich räumte das Appartment auf, verstaute das Gepäck im Auto und klingelte den Vermieter vom Frühstück weg.
Er wollte nur 75,- Euro haben, ich gab aber noch 5 Euro obendrauf als Bonus für den Garagenplatz. Wir klönten noch eine Weile über alles mögliche. Gegen halb elf fuhr ich dann in Richtung Heimat, mit dem wohlwollenden Satz des Vermieters im Gedächtnis, ich dürfe jederzeit gerne wiederkommen und natürlich auch mit Motorrad und/oder Meerschweinchen im Gepäck erscheinen.

Ich hatte mich gestern Abend schon von vielen Freunden verabschiedet. Heute ist offizieller Abreisetag dort beim Werk, aber ich fuhr nicht noch einmal hin. Dieses Verabschieden am Sonntag ist nicht so meins. Sie alle wegfahren zu sehen, nach der tagelangen Partystimmung, das drückt mich stimmungsmäßig.
Hinterläßt bei mir so ein Gefühl wie im Western, wenn diese Grasbüschel durch die staubigen und einsamen Gassen der Geisterstädte treiben ... ein Gefühl wie eine eiskalte Dusche ...

Um den Harz herum, auf der B6N, wurde das Wetter grottig. In Thüringen schien die Sonne und es war Sommer, in Sachsen-Anhalt herrschte ein ungemütliches Herbstwetterchen.
Gegen halb eins kam ich zuhause an, brachte das Julchen ins Wohnzimmer, schmiss die Gepäckstücke in den Flur und mich selber dann ins Bett.
Satte drei Stunden Schlaf überrollten mich. Tribut vom Wochenende!

Gegen 16 Uhr schob ich Ellie aus der Garage und unternahm mit dem Zettfahrer, dem Joghurtbecher und Ellie noch eine Runde im Umland. Zumindest ein bisken Moppedfahren wollte ich selber noch nachlegen ...








Jott-Be (engl: Jay-Be), Ellie und der Sonnenuntergang - kleine romantische Abschlußrunde am Sonntag



 
Fazit:

Herzlichen Dank an die Grenzadler, die ein wunderbares Treffen organisiert hatten. Ihr habt aus allem das Beste gemacht, und so eine große Anzahl an Gästen zu versorgen bestens hinbekommen.

Thüringen - immer wieder einen Besuch wert!
Es kommt natürlich auch immer auf die eigene, innere Einstellung an ... will man die Ameisen, pardon: das Haar in der Suppe finden, oder hat man sich entschieden, alles mit offenem Herz zu empfangen.

Wer selber schon einmal so eine große Feier organisiert hat, weiß, wieviel Arbeit - besonders im Detail - darin steckt. Da kommen schon mal Grenzerfahrungen im persönlichen Miteinander. Wie angenehm ist es dann, wenn die Gäste mit Humor gesegnet sind und sich ungefragt um Kleinigkeiten kümmern.
Der Satz "Wieso sollte ich das tun - schließlich habe ich bezahlt dafür, dass ..." zeugt in meinem Empfinden von einem wirklich sehr sehr kleinen Geist, der ein Stück weit mehr auf Respekt und Achtung als auf typisch deutsches Gemoser halten sollte.

Meine Hochachtung vor der Mühe und Vorarbeit, ihr Adler. Immerhin ging eure oftmals knappe Freizeit und auch ein Stück weit euer Familienleben dafür drauf, dass wir betüttelt werden und versorgt sind.
Danke dafür!
Ich war (mal wieder!) gerne bei euch gewesen!
 



Foto: J.R.








Diesen Blog Teil 1-3 widme ich meinem Julchen. Das Reiseschwein reist jetzt woanders mit. Schön, dass Du mich so lange Zeit begleitet hast ... r.i.p. kleine Flauschmaus ...

4 Kommentare:

  1. schön geschrieben, man liest förmlich deinen Spaß am Treffen. Freue mich auf weitere Berichte

    Gruß Hansi

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  2. Die Blumentöpfe kenne ich doch irgendwoher... :)

    Dein Fazit kann ich voll und ganz unterschreiben, von gelegentlichen Meckerern sollte man sich jedoch nicht runterziehen lassen. Die gibt es leider überall. Bei manchen gehört das zur Wesensart und es fällt ihnen selbst gar nicht weiter auf.

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    1. Jepp, der nette Biker-Imbiß :-).
      Etwas kritisch betrachten heißt ja nun nicht, dass man "nur" meckert um des meckerns willen. Kritisch betrachtet war das Gemüse wirklich sehr bißfest. Das Bier wirklich nicht so börpsig wie es sonst so ist. Dafür war der Kaffee und der Kuchen am Nachmittag aber gut. Und die Sauce Hollandaise auch. Gab es also Brot mit Hollandaise und Fleisch. Gemüse wird eh viel zu sehr überbewertet.
      Und das gering brausige Bier? Nun, ich genieße es, nicht nach jedem Glas gleich das ABC Rülpsen zu gewinnen ... (solche Wettbewerbe gibt es, unfassbar aber wahr).
      Die Location bzw. das Sitzen auf dem Parkplatz? Nun, dank der Unmengen an Besuchern, den Mengen an Stühlen und Stehtischen fiel gar nicht mehr auf, WO wir waren. Der Grünstreifen war bestens geeignet, einen Freiluft-Biergarten vorzugauckeln. Die Umzäunung vom Gelände war ebenfalls wichtig - so konnten orientierungslos Getrunkene später ihre Zelte wiederfinden: immer am Zaun lang, immer längs am Zaun *träller*
      ;-)

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    2. Ich denke, das ist auch der Charme von solchen Veranstaltungen. Es ist nicht alles perfekt. Es hat alles seine Macken, wie wir auch. In sich ist es dann wieder perfekt. Denn, wie wäre es, wenn es anders gewesen wäre?

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