Ellie und ich

Ellie und ich

Montag, 8. Juni 2015

6.6.2015 - Blog-Besuch, gutes Essen, gutes Wetter und wunderschöne aber auch gefährliche Stunden zu dritt

Eine liebe Blogkollegin war auf Urlaubstour und kam auch in meine Nähe.

Am Samstag um halb elf hörte ich ein unbekanntes Blubbern vor meiner Wohnung. Die Sonne lachte vom Himmel, und ich lachte mit. Da stand sie, die berühmte Gesa, und ihre Besitzerin, die liebe Minya.

Die allererste Begegnung fand vom Fenster aus statt.

Das gemeinsame Frühstück brach das dünne Eis der Aufregung - bei mir zumindest. So ist das bei Bloggern - man liest sich, man denkt, man kennt den oder die andere und doch ist es anfangs äußerst ungewohnt, weil man keine Stimme zur Person hatte.

Gemeinsam und gut gesättigt besuchten wir Ellie in der Garage, ich rödelte mich auf und dann ging es bei sommerlichen Temperaturen auf Tour. Ein schönes Gefühl, wenn ich Gesas Licht im Rückspiegel sah. Das Wetter spielte perfekt mit, und all meine schönen Orte, die Minya sonst nur aus den Blogs kannte, zeigten sich von der besten Seite.

Ich fuhr die Hausrunde, um die Asse herum, über die kleinen ruhigen Dörfer, es war ganz wenig Autoverkehr und somit ein wirklich entspanntes Fahren, und dann fuhren wir in den Osten. Ein kleines Stückchen ging es über den ehemaligen Todesstreifen - Betonstreifenfahren -  und dann folgte eine Pause in Rhoden, am Angelteich.



 
Hier gab es frisch geräucherte Forelle, Kaffee, kühle Getränke, aufgeregte Kinder und das Ganze stand unter dem Motto "Kinder-Angeln" - eine Initiative von Green-Bike e.V. "Drive for Kids"
Ein Klick auf die Homepage lohnt sich. Tolle und engagierte Leute, und ihre Initiative hat meinen großen Respekt!

Geangelt wurden Frösche, Welse, diverse Kleinfische, die Angelleine des gegenüber liegenden Nachbarn, ein Fußball, ein Eis und eine Dose Fisch.

Foto: Green Bike e.V.




Das Wetter meinte es sehr gut mit uns. Minya und ich vertilgten zwei frisch geräucherte Forellen - sehr lecker und saftig lagen die goldgelben Tiere allerdings nur wenige Minuten vor uns auf dem Pappteller, dann waren nur noch die Gräten übrig und wir leckten uns die Finger ab.
Wir zogen eine Holzbank in den Schatten eines Heckenrosenbusches, ächzten ein wenig in der schwülwarmen Hitze, schauten den Kids beim Angeln zu, tranken Kaffee oder sonstwas, und schwätzten und alberten geruhsam vor uns hin. Als die Boss Hoss - Gewicht 680 kg, ein Besuchermotorrad - losfuhr, verschwand auch der letzte kleine Fisch in die Deckung, und die zahlreichen Teichfrösche gaben keinen Mucks mehr von sich.


Gesa, Minya und ich im rettenden Schatten ... 
uff, die Moppedklamotten klebten richtig am Körper


Satt, happy und gleich noch weiter auf Tour - ein herrlicher Nachmittag!
Fotos: D. Höppner
 

Am Abend sollte es noch Livemusik geben - und damit waren nicht die Frösche mit ihrem Konzert gemeint, die am Abend vorher die Anwesenden mit ihrem lautstarken Konzert gepiesackt hatten!
Minya und ich aber wollten noch weiter.
Herzlichen Dank an Steffen für die superfreundliche Verköstigung am Teich. Ihr seid eine Spitzentruppe, allesamt!

Nächstes Ziel war die Eisdiele in Vienenburg. Wir setzten uns nach hinten in den kleinen Garten, genossen unser Joghurt-Holundereis, ich trank meinen Getreidekaffee und wechselte abrupt den Sitzplatz, als eine Horde Spatzen sich in der Tanne über mir zankten und lauter frische Tannensamen, gefolgt von einer Unmenge an Insekten, auf mich und mein Essen regneten.

Später kam noch der KawaZ-Fahrer dazu, nahm meinen ehemaligen Platz ein (die Spatzenbande war weitergezogen und somit rieselte IHM nichts auf den Kopf!), spendierte uns weitere Getränke, unterhielt uns mit Biker-Annekdoten und die Zeit flog nur so dahin.

Wir einigten uns darauf, dass wir die Rücktour noch etwas ausdehnen wollten. Ein Tankstopp für Gesa und die Z folgte, währenddessen ich meine Kräfte mobilisierte. Die schwülwarme Hitze war nicht ganz so geeignet für meinen Kreislauf, und ich war etwas schlecht drauf. Das merkte ich beim Fahren deutlich. Die Hintour zum Angelteich lief flüssiger.

Wir cruisten gemütlich über Osterwieck und Berßel, und dann führte ich die Truppe über den Grenzposten-Weg, quer durch die Felder und wieder zurück nach Hessen. Jetzt übernahm der KawaZ-Fahrer die Führung, lotste uns über Winningstedt bis nach Jerxheim.

Bei Ritchys Grill hielten wir direkt vor dem Eingang. Wir hatten alle schon wieder guten Appetit, und futterten auf der Holzterrasse unter dem Sonnenschirm eifrig vor uns hin, während vorne auf der Straße diverse Motorräder auf die Kurven zufuhren. Die wollten wir uns nach dem Essen auch noch vorknöpfen!


Meine Wenigkeit, Minya, Gesa, Ellie und die Zett - das einzige Foto, was ich von der Tour aufweisen kann - vor lauter Action hatte ich das Fotografieren für den Blog total vergessen! Am nächsten Tag putzte ich den Sucher vom Handy des Z-Fahrers, seitdem ist der Weichzeichner-Effekt auch verschwunden ;-)


Ich ließ den Vieren bei den Kurven den Vortritt. Die Z mit dem Fahrer lag perfekt in der Schräglage, gefolgt von Minya und Gesa.
Sie waren vor mir, und nahmen die spitzen Winkel mit gekonnter Kurvenlinie, während ich reichlich ungeschickt hinterher eierte. Die Wärme und zuwenig Schlaf in der Nacht vorher forderten nun den Tribut bei mir.

Auf dem Rückweg über die B1 meinte ein Mercedes-Fahrer, unsere kleine Truppe gehörig durcheinander drängeln zu müssen. Er fuhr dicht auf, dicht dran vorbei, touchierte Gesa fast, und überholte über sämtliche Sperrflächen. Die Situation war für alle sehr brenzlig.

Ich selber bekam nichts davon mit, ich war als Road-Captain vorneweg mit der tiefstehenden Sonne und dem angemessenen Landstraßen-Tempo beschäftigt. Ich hörte später, dass der Autofahrer immer dichter an mich ranfuhr, bis knapp einen Meter!

Der Zett-Fahrer als Schlußfahrer konnte alles genau beobachten, und fand die Aktion vom Dosenfahrer äußerst unschön.

Mit wehender Kutte segelte er im Fahrwasser des Dosenfahrers an mir vorbei, verschwand mit eindrucksvoller Phonetik am Horizont, und zeigte dem Verkehrsraudi einige Kilometer weiter durch das Autofenster, dass er totalen Scheiß gebaut hatte.

Im nächsten Dorf stand die Z wartend am Straßenrand, und ihr fröhlich grinsender Fahrer schloß sich dann wieder hinter Gesa unserer kleinen Truppe an.

Gegen 20 Uhr kamen wir alle gesund, fliegenbekleckst und fröhlich vor der Garage an. Wir schwätzten noch lange Zeit, erörterten die Aktion des Mercedesfahrers, der Z-Fahrer bekam ein klein wenig Mecker von mir, wir begutachteten Gesa und fachsimpelten über andere GS-Modelle, Preise, höhenverstellbare Sitzbänke u.v.m.

Ein wirklich schöner Tag mit vielen Erlebnissen ging zuende. Für Gesa und Minya nahte der Zeitpunkt des Aufbruchs, da der Campingplatz in Peine eine Sperrstunde hatte, zu der das Eingangstor verriegelt wurde. Und das Motorrad vor dem Platz stehen zu lassen, das war keine wirkliche Option für uns!

Wir wünschten ihr das Beste für die Übernachtung (ihre direkten Nachbarn, Russen, waren in der Nacht zuvor eifrig am Feiern gewesen und da Zeltwände bekanntlich recht dünn sind ...), drückten uns ganz fest und werden uns bestimmt wiedersehen.

Dann wird bestimmt in Mattierzoll angehalten und das Foto am Grenzturm nachgeholt. Und eine weitere Tour gefahren. Westerburg, oder auch mal in den Harz - ach da gibt es soviele Möglichkeiten.



Liebe Minya - es war so schön, Dich persönlich kennengelernt zu haben. Ich hoffe, Du bist mit Gesa gut im Weserbergland gelandet, und dann später auch wieder zuhause angekommen. Du wirst den Blog sicherlich erst zuhause lesen - fühl Dich noch einmal geknuddelt, Du Liebe Du.
Und das mit den Nachbarn und meinen Eltern in dem Ort duweißtschonwelchenichmeine - die Welt ist ein Dorf, wahrhaftig!

Für alle Interessierten: Minya hat HIER (KlickKlick) über ihren Besuch berichtet!


Ach ja, und Svenja - Danke für Deine Grüße, sie wurden brav ausgerichtet! Ich habe mich sehr darüber gefreut!
 



6 Kommentare:

  1. Juhuuh! Wieder ein Blogger-Treffen. Hach, die Z ist aber auch ein schönes Mopped ;-) Ich hoffe der Reiter hat den Mercendes-Fahrer ordentlich (verbal) verhauen.

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  2. Hat er, Sonja. Deutlich! Verdient hätte der Dosenkerl Haue von uns dreien. Wobei eine doppelte Portion Chappi mit Hirn auch nicht geschadet hätte ...
    Ja, die Zettige ist schon etwas sehr Besonderes. Frankensteins Tochter. Ein wirkliches Flag"schiff"!

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  3. Oh, Mann. Ich muss euch Mädels wirklich mal besuchen ....

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    1. Au ja - das wäre fein. Na mal abwarten, wohin es mich jetzt im August verschlägt. Zeit genug habe ich, allerdings kann ich nie genau vorhersagen, wieviele Kilometer ich schaffe. Und ihr wohnt alle nicht gerade auf meiner Hausrunde *schnief*

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  4. Liebe Heike!
    Hach, war das schön mit Euch! Vielen herzlichen Dank für den wunderbaren Tag! Es gab so viel zu sehen und zu erleben! Das machen wir auf jeden Fall wieder!
    Ich bin gut und heil wieder zu Hause angelangt und auch schon wieder im Alltag versunken...
    Ganz viele ganz herzlich liebe Grüße und es war so toll, Dich kennen zu lernen!
    Minya

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    1. Huhu Minya - schön zu hören, dass Du wieder gut gelandet bist! Der Alltag ist doof. Der soll mal schön gepflegt im Hintergrund bleiben ... Ich bin gespannt auf Deine Fotos!
      Liebe Grüße - auch vom Zett-Fahrer - und erstmal wieder gutes "Eingewöhnen" in den Alltag!!!

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