20.10.
Nachdem die gestrige Osttour doch etwas bedrückend für mein Gemüt gewesen war, wollte ich heute wieder etwas Schönes haben. Was lag also näher, als noch einmal in das Leinebergland zu fahren! Diesmal an Orte, deren Namen mich irgendwie faszinierten: Lamspringe, Freden, Alfeld …
Nachdem die gestrige Osttour doch etwas bedrückend für mein Gemüt gewesen war, wollte ich heute wieder etwas Schönes haben. Was lag also näher, als noch einmal in das Leinebergland zu fahren! Diesmal an Orte, deren Namen mich irgendwie faszinierten: Lamspringe, Freden, Alfeld …
Ich packte schon routiniert meine Brotdose, die Ration Fertigcappugetränk, die passende Ausflugskarte und den ganzen anderen Kleinkram in die Soziustasche, sortierte auch die flachgematschte Schokolade mal aus (besser sind Müsliriegel, die können höhere Temperaturen besser vertragen :-D), bugsierte Ellie aus der Garage und stopfte mich in die Klamotten. Luft wie Seide, Sonne, laue Temperaturen – somit fuhr ich auch ohne warmes Unterhemd. Und ohne Stepp-Polster in der Motorradhose. Und OHNE Fleecekragen!
Sehr gute Wahl – ich fühlte mich vom Anfang bis zum Ende der
Tour richtig angezogen.
Los ging es wie immer über Wolfenbüttel, Liebenburg, Lutter am Barenberge. Es waren einige Motorradfahrer unterwegs, viele Chopper waren dabei. Die meisten grüßten mich, was ich immer wieder klasse finde. Klein-Heiki und die wilden Gesellen, per Handgruß in die Gemeinschaft aufgenommen. Wenn DIE wüßten, was sich da auf der roten ER5 für eine Person tummelt :-D.
Bei Bockenem verfuhr ich mich wieder einmal erfolgreich, landete dann doch in Rhüden, und fuhr ein Stück weit eine andere Route, die L466, in Richtung Lamspringe. War aber auch super dort! Vergessen wir mal geplante Wege – das Fahren ist doch die Hauptsache!
Diese hügelige Landschaft dort, die Waldgebiete, waren in der goldenen Oktobersonne wieder einmal ein absolut perfekter Heike-Traum! Dieses Licht, die Blätterfärbung – ich konnte mich gar nicht satt sehen, mußte mich dann immer wieder selber ermahnen, mehr auf die Straße zu achten. Fotografieren UND Motorradfahren ist nur bedingt möglich – nämlich entweder oder! Fotografieren BEIM Motorradfahren brauch ich gar nicht anzudenken …
Ab und an kamen nun von hinten wahre Kolonnen von anderen Motorradausflüglern angedüst, die ich dann vorbei winkte.
Los ging es wie immer über Wolfenbüttel, Liebenburg, Lutter am Barenberge. Es waren einige Motorradfahrer unterwegs, viele Chopper waren dabei. Die meisten grüßten mich, was ich immer wieder klasse finde. Klein-Heiki und die wilden Gesellen, per Handgruß in die Gemeinschaft aufgenommen. Wenn DIE wüßten, was sich da auf der roten ER5 für eine Person tummelt :-D.
Bei Bockenem verfuhr ich mich wieder einmal erfolgreich, landete dann doch in Rhüden, und fuhr ein Stück weit eine andere Route, die L466, in Richtung Lamspringe. War aber auch super dort! Vergessen wir mal geplante Wege – das Fahren ist doch die Hauptsache!
Diese hügelige Landschaft dort, die Waldgebiete, waren in der goldenen Oktobersonne wieder einmal ein absolut perfekter Heike-Traum! Dieses Licht, die Blätterfärbung – ich konnte mich gar nicht satt sehen, mußte mich dann immer wieder selber ermahnen, mehr auf die Straße zu achten. Fotografieren UND Motorradfahren ist nur bedingt möglich – nämlich entweder oder! Fotografieren BEIM Motorradfahren brauch ich gar nicht anzudenken …
Ab und an kamen nun von hinten wahre Kolonnen von anderen Motorradausflüglern angedüst, die ich dann vorbei winkte.
Ab und an bedankte
sich sogar einer ;-). Sowas ist einfach schön – wenn die sich nicht ärgern,
weil andere langsamer sind als sie – und sich auch noch für die „freie Fahrt“
bedanken !!!
Sowas ist ECHT schön. Könnte ich gerne häufiger haben, ihr lieben „alten Hasen“ … ein Handwedler von euch kann soviel Freude machen, wie ihr euch das wohl nicht denken könnt.
In Lamspringe angekommen, bogen die meisten Moppedfahrer links ab. Hm. Die Fahrt bis dahin war nicht so larifari gewesen, durch die Kurven, die lange Anfahrt – was also tun? Ich wollte ja noch weiterfahren, bloß nicht um jeden Preis! Es war schon über Mittag hinaus. Noch eine Pause?
Sowas ist ECHT schön. Könnte ich gerne häufiger haben, ihr lieben „alten Hasen“ … ein Handwedler von euch kann soviel Freude machen, wie ihr euch das wohl nicht denken könnt.
In Lamspringe angekommen, bogen die meisten Moppedfahrer links ab. Hm. Die Fahrt bis dahin war nicht so larifari gewesen, durch die Kurven, die lange Anfahrt – was also tun? Ich wollte ja noch weiterfahren, bloß nicht um jeden Preis! Es war schon über Mittag hinaus. Noch eine Pause?
Rechts sah ich ein hohes Gebäude, und einen Weghinweis:
Kloster und Rathaus. Ich fuhr also rechts rum. Eine gute Entscheidung!
Das Klostergelände hatte einen wunderschönen Park, wo ich dann Mittagspause einlegte. An einem Teich, und mein Tisch war ein Mühlrad. Es war sowas von idyllisch und kitschig, dass es schon wieder Stil hatte !!!
Das Klostergelände hatte einen wunderschönen Park, wo ich dann Mittagspause einlegte. An einem Teich, und mein Tisch war ein Mühlrad. Es war sowas von idyllisch und kitschig, dass es schon wieder Stil hatte !!!
Mein Mittagsrastplatz: das Mühlrad unter der Weide
Blick auf das Kloster - heute leider geschlossen
Ellie's Parkplatz im Schatten am Haus mit der Wassermühle
Auf einer Bank saß eine psychisch verstörte Frau, die sich mit einem Buggy und den Einkaufstaschen unterhielt. Als ich nach dem Mittagbrot an ihr vorbeischlenderte, bekam ich auch mein Gespräch. Ich konnte kaum verstehen, was sie sagte, aber darum ging es wohl auch nicht. Ein freundliches Lächeln, und einige freundliche Worte an sie, und sie lachte und freute sich weiterhin – über was auch immer.
Frisch gestärkt ging es eine halbe Stunde später weiter. Geradeaus durch Lampringe durch. Richtung Freden. Durch kurviges Waldgebiet. Einige sehr enge Kurven ließen mich mal wieder schwitzen. Da war nix mit Landschaft gucken, Heike, da hieß es aufpassen!
Auf der Karte lockte der Name „Burgruine Winzenburg“, aber das war nix. Die Ruine war wohl irgendwo im Wald versteckt, und die Fischerhütte Winzenburg war eine Touristelle. Fischräucherei, Angelteiche – nee, da hatte ich keinen Bock drauf. Außerdem kein einziges Motorrad auf dem Schotterparkplatz. Schotter ist schon mal mistig, und somit hakte ich diesen Platz ab.
So ging es also weiter, nach Freden. Rechts von der Straße gingen die Hügel meterhoch in den Himmel, Schafe weideten dort, und ich fühle mich an Österreich erinnert (da war ich als Kind mal). Völlig neue Ausblicke! Auch die kleinen Täler dort – was ganz anderes. Ich war begeistert. Wieder einmal. Wie so häufig auf dieser Tour.
Dann kam Freden an der Leine. Durchgangsort, recht nett zurechtgemacht. Sicher netter, als man vermutet, wenn man dadurch fährt. Gruß an die Fredener, die sicherlich ab und an etwas frustriert sind, weil kaum einer der Motorradfahrer anhält – außer mir, weil ich mal wieder in die Karte gucken mußte :-D.
Und weiter ging es, in Richtung Alfeld. Der Blick in das Leinetal hatte mich wirklich umgehauen, ich mußte tatsächlich anhalten, weil ich so von den Socken war. Was für ein Ausblick !!! Und diese Herbstsonne. Der Oberhammer.
Auf der Alfelder Straße – L486 – waren einige sehr rasante Motorräder unterwegs. Meist hörte ich sie schon von hinten, blieb bei meinen 80 km/h, und winkte sie linkshändig vorbei. Einer, mit einer großen und lauten Maschine und fettem Hinterrad, aus Hannover, winkte zurück. Lustigerweise begegnete ich ihm noch einmal, am 21.10. :-D, als ich noch einmal dort fuhr! Zur gleichen Uhrzeit! 15.30 Uhr!
Gruß also an den unbekannten Hannoveraner, der auf der großen und lauten Maschine, mit dem fetten Hinterreifen, der von hinten echt lecker ausschaute in seiner hautengen Lederkombi :-D. Das ich das zweimal erleben durfte … mhm, klasse! Das Leben meint es gut mit mir :-D. Kopfkinooo!
In Alfeld in der Fußgängerzone machte ich eine Pause. Warum? Klar – weil da drei Motorräder auf dem Parkstreifen standen ;-). Gruppenzug! Die Eisdielen waren aber leider schon zu – wie dämlich kann man sein! Bei DEM Wetter! Und in das Café setzen, wo die Motorradfahrer grad rauskamen, wollte ich nicht. Zu schönes Wetter! Außerdem hatte ich genug Bordverpflegung mit. Also Kamera in die Hand genommen, und ein wenig herumgestromert.
In klobigen Stiefeln auf dem Buckelpflaster. Sehr schöne Altstadt. Die markante evangelische Kirche war zu – wie konnte es auch anders sein. Da lob ich mir Dänemark!
Alfeld Fußgängerzone
Alfeld - altes Schulgebäude (?)
Alfeld - evangelische Kirche in der Fußgängerzone
Gegenüber der evang. Kirche - Gasse mit krummen Häuslein
Alfeld; gegenüber der evang. Kirche - Deko vor einem der Häuser
Ich beobachtete eine Hundetrainerin und ihre Schützlinge in der
Fußgängerzone (9 Hunde, 11 ½ Frauen, wenn es nach Gewichtsklasse geht …). Sehr
hektische Angelegenheit, wobei die Hunde noch am ruhigsten waren. Also schnell
geflüchtet. Sowas wollte ich nicht haben!
Wieder zurück zu Ellie. Gemütlich eingeplünnt (boah, bis das Halstuch so gut sitzt, da vergehen schon mal 5 Minuten! Ich kann es nicht leiden, wenn es am Hals reinzieht!). Und los – abkühlen beim Fahren! War nämlich wirklich warm geworden …
In Gronau entschloß ich mich, noch einen Abstecher in Richtung Salzhemmendorf zu machen. Station auf einen Cappu und Besuch bei der Familie meiner Freundin dort.
Alle freuten sich über diesen Überraschungsbesuch, ich bekam meinen gewohnten Caramel-Cappucino, und frisch gestärkt mit leerer Blase fuhr ich dann in den Abend, auf der B1, zurück nach Hause. Lief hervorragend. Ich war gut eingefahren, und durch die ganzen Geschwindigkeitsbegrenzungen und Blitzeranlagen war das Fahren auch entspannt. Hatte ich jemals Schiss gehabt vor der B1? Ich doch nicht!
Ab Hildesheim tat mir mein Hintern weh, von meinen Händen (Kupplungshand!) mal ganz abgesehen. Aber da ich ja nun drei Tage am Stück jeweils 200 bis 250 km unterwegs gewesen war, sieben bis acht Stunden lang, durfte das auch so sein. Die doch etwas verdrehte Fußhaltung nervte dann auch irgendwann. So oft ich konnte, streckte ich also meine Stelzen zur Seite weg. Früher, als ich reine Autofahrerin war, hatte ich mich immer über diese Aktion bei den Motorradfahrern gewundert. Jetzt konnte ich sehr gut nachfühlen, warum sie das taten ;-).
Kurz vor dem Dunkelwerden kam ich zuhause an. Ellie schnell in die Garage gefahren, mit warmem Wasser die ganzen Fliegenleichen vom Licht und dem Rahmen abgewaschen, und mit letzter Kraft dann nur noch hoch in die Wohnung, duschen, was futtern, und chillen. Ich war kreuzkaputt, plante aber schon die nächste Tour für morgen! ;-)
Wieder zurück zu Ellie. Gemütlich eingeplünnt (boah, bis das Halstuch so gut sitzt, da vergehen schon mal 5 Minuten! Ich kann es nicht leiden, wenn es am Hals reinzieht!). Und los – abkühlen beim Fahren! War nämlich wirklich warm geworden …
In Gronau entschloß ich mich, noch einen Abstecher in Richtung Salzhemmendorf zu machen. Station auf einen Cappu und Besuch bei der Familie meiner Freundin dort.
Alle freuten sich über diesen Überraschungsbesuch, ich bekam meinen gewohnten Caramel-Cappucino, und frisch gestärkt mit leerer Blase fuhr ich dann in den Abend, auf der B1, zurück nach Hause. Lief hervorragend. Ich war gut eingefahren, und durch die ganzen Geschwindigkeitsbegrenzungen und Blitzeranlagen war das Fahren auch entspannt. Hatte ich jemals Schiss gehabt vor der B1? Ich doch nicht!
Ab Hildesheim tat mir mein Hintern weh, von meinen Händen (Kupplungshand!) mal ganz abgesehen. Aber da ich ja nun drei Tage am Stück jeweils 200 bis 250 km unterwegs gewesen war, sieben bis acht Stunden lang, durfte das auch so sein. Die doch etwas verdrehte Fußhaltung nervte dann auch irgendwann. So oft ich konnte, streckte ich also meine Stelzen zur Seite weg. Früher, als ich reine Autofahrerin war, hatte ich mich immer über diese Aktion bei den Motorradfahrern gewundert. Jetzt konnte ich sehr gut nachfühlen, warum sie das taten ;-).
Kurz vor dem Dunkelwerden kam ich zuhause an. Ellie schnell in die Garage gefahren, mit warmem Wasser die ganzen Fliegenleichen vom Licht und dem Rahmen abgewaschen, und mit letzter Kraft dann nur noch hoch in die Wohnung, duschen, was futtern, und chillen. Ich war kreuzkaputt, plante aber schon die nächste Tour für morgen! ;-)
Fazit: ich war wieder einmal den ganzen Tag unterwegs
gewesen. Losgefahren gegen 10 Uhr, Ankunft zuhause 18.30 Uhr. Ich werde
lässiger, bin weniger verkrampft, und die Handhabung der Maschine und die
Fahrpraxis sind durch die ständige Übung einen großen Schritt vorwärts
gegangen. Die Welt vom Motorrad aus zu entdecken ist viel, sehr viel schöner,
und man ist viel dichter am Geschehen als mit dem PKW. Die Begegnungen auf den
Touren sind einmalig – das kriegt kein Autofahrer so hin! Manchmal bin ich ein
wenig neidisch geworden, wenn ich die „alten Hasen“ mit ihren fetten Maschinen
sehe – so sicher und so gewandt sausen sie an mir vorbei durch die Gegend, so
gekonnt in den Kurven.
Aber wenn ich jetzt mal wieder mein Moppedtagebuch „Wie
alles anfing“ so durchlese, dann muß ich doch schmunzeln. Ich bin auf dem
besten Wege, auch so ein „alter Hase“ zu werden !!! In meinem Tempo. Mit meinen
ganz speziellen Talenten. Und das ist gut so.
Und das zu entdecken, das ist ein saugeiles Gefühl, kann ich
euch sagen :-D.
Klickt auf die Karte, dann wird sie größer angezeigt und man kann besser erkennen, wo wir heute, am 20.10. - rumgetuckert sind.
Achtung! Die Tour vom 21.10. ist rosa, die Tour von heute in himmelblau eingezeichnet ;-)

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