Ellie und ich

Ellie und ich

Mittwoch, 2. Januar 2013

28. November 2012 - Wintertagebuch - Kettenreinigung


28.11.
 
Heute war Kettenreinigung auf dem Plan.

Ich packte Einmalhandschuhe (vom Haarefärben waren noch genug übrig), Zahnbürste, zwei alte T-Shirts, einen alten Handtuchlappen, meine Stirnlampe, das Körnerkissen und meine Digicam und natürlich die Dose Kettenreiniger (von POLO) in einen Korb und trug das ganze runter in die Garage.

Schön den Teppich ausgelegt, damit ich es auch bequem hatte. Ellie abgedeckt – boah, sah sie klebrig aus. Aber das ist halt das Konservierspray. Kommt ja wieder runter, tröstete ich mich.

Stirnlampe angelegt, eingeschaltet – bestes Licht für Detailarbeit! Es konnte losgehen. 

Auf geht's - Material liegt schon bereit

Beide Handschuhe angezogen, und dann mit der linken Hand den Handtuchfetzen hinten an die Kette gehalten (Reifenschutz, Kleckerschutz) und mit der rechten Hand die Kette mit dem Reiniger angesprüht. 
Hui – das Zeug war ja wie Wasser. Schnell einen der Putzlappen untergelegt, weil es schon tropfte. Und die Dämpfe waren nicht ohne. Ich hätte mir wohl doch besser den Mund- und Nasenschutz mitnehmen sollen, dachte ich mir. Aber dann war ich zu faul, nochmal hochzugehen. So sprühte ich also vorsichtig einen erreichbaren Teil der Kette ein, wartete kurz, und rieb dann mit einem alten T-Shirt nach.

Für’s Foto nahm ich die Stirnlampe mal ab; ansonsten arbeitete ich die ganze Zeit MIT.

 Also einen großartigen Unterschied zu vorher konnte ich so erst mal nicht feststellen. Vielleicht war die Kette vorher schon sauber genug gewesen? Sandig war sie jedenfalls nicht!

Ich verballerte eine halbe Dose Kettenreiniger, und säuberte dabei akribisch auch die äußeren Zwischenflächen der Kette. Wie gut, das ich so kleine Finger habe. Die Handschuhe (Latex) waren auch klasse – gefühlsecht! ;-) Auch das Zahnrad, was die Kette transportiert, wurde abgewischt. Die Ritzel sahen alle noch fein intakt aus, und nicht zu spitz abgenutzt. Gut!

Dann schnappte ich mir die alte Zahnbürste (für sensible Zahnhälse – aha!) , und versprühte noch einmal eine Viertelflasche des Kettenreinigers, währenddessen ich mit der Bürste vorsichtig auch die erreichbaren engeren Flächen bearbeitete.
Diese Dosiernase der Sprühflasche ist übrigens wirklich klasse konzipiert, da kann man sehr gut mit agieren und vernünftig dosieren!

Die Kettenglieder von hinten abzuwischen, erforderte nochmaliges Fingerspitzengefühl. Da eignete sich das alte Unterhemd, denn die Schulterträger-Nähte waren genau richtig proportioniert, um zwischen die engen Räume zu kommen. 

Fotos mit Selbstauslöser – Körnerkissen auf dem Auto des Garagennachbarn - den linken Handschuh hatte ich nur für die Fotos ausgezogen, um die Cam richtig einstellen zu können!
  
Meine Nachbarin kam zwischendurch mal in die Garage und meinte, ich sollte mal lüften – die Dämpfe waren wohl gut riechbar. Da aber beide Klappfenster geöffnet waren, und es auch durch das Garagentor unten durch zog, machte ich mir keine Sorgen.

Hei, ich bin eine 64-er Generation – ich hatte in meiner Schulzeit an den Fotokopien geschnüffelt, die damals noch durch Alkohol gezogen waren, als sie verfielfältigt wurden :-D. Seelige Schulzeit :-D

Ich putzte die Kette dann mit dem sauberen Teil des alten Unterhemdes so gut es ging trocken. Da kam auch nochmal eine Menge Dreck mit runter.
Zahnbürste schwarz! Aber nicht nur die! Das Hemd und das T-Shirt sahen nun tatsächlich so aus, als hätte sich die Aktion wirklich gelohnt … schwarze Schmiere auf weißem Stoff – dramatisch :-D

Beweise – Hemd, T-Shirt, Zahnbürste weisen deutliche Gebrauchsspuren auf !


Die Kette – einige Stellen waren noch altfettig, aber besser bekam ich es mit meiner Ausrüstung nicht hin.


Hier nochmal eine Makroaufnahme – man sieht deutlich, dass da noch Stellen zwischen den Gliedern sind, die nicht sauber wurden. Und ein, zwei kleine „rostige“ Stellen. Aber vielleicht bin ich einfach zu pingelig?
  
Dann kam Stück für Stück, kettengliedweise, neues sauberes Kettenfett drauf. Auch hier hielt ich wieder einen Lappen von hinten gegen die Kette. Fett auf den Reifen aufsprühen, das muß nun nicht sein! 

Fertig.   

Die ganze Aktion hatte ungefähr 1 ½ Stunden gedauert. Ich hoffe, ich habe es richtig gemacht. Mit einem Profi-Kettenreiniger-Gerät, wie es bei POLO zu kaufen ist, wäre es vielleicht noch sauberer geworden? Auch in den Zwischenräumen?

In den Foren las ich immer von „sauber wie geleckt geworden“ – hm … noch sauberer wäre es vielleicht geworden, wenn ich mit einer Art nicht-fusselndem Wattestäbchen zwischengegangen wäre? So ganz zufrieden war ich mit meiner Arbeit nicht. Ich habe ja keinen gehabt, der mir hätte sagen können: „reicht hin bzw. geht noch besser“. Nun muß das so reichen …

Wenn ich als Vergleich dazu allerdings meine Fahrradkette nehme, schäme ich mich – die Fahrradkette ist so siffig, da könnte ich glatt den halben Kontinent mit verseuchen, sollte da was ins Grundwasser laufen … ;-). Mal gucken, wann die Fahrradkette dran ist!

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