Ellie und ich

Ellie und ich

Montag, 17. Dezember 2012

11. Oktober 2012 - Mal mit dem Motorrad zur Arbeit fahren

11.10.

Nun wollte ich es wissen: wie fühlt sich das an, wenn ich mit Ellie zur Arbeit fahre?

Ich packte am Abend vorher meine Helmtasche auf den Sozia-Platz, stopfte Ersatzklamotten und ein Paar Büroschuhe hinein, mein Mittagessen in Tupperdosen und klipste den winzigen Tankrucksack per Magnet an den Tank ran.
Morgens um 6:30 Uhr stampfte ich dann die Treppe runter bis in die Garage, öffnete das sperrige Garagentor (sorry, Frau P., leiser ging es wirklich nicht!) und schwang mich mit weit ausholendem rechten Bein auf Ellie.
Die Helmtasche war höher als mein kleiner Soziusrucksack, dementsprechend schwierig war das Rüberwuchten meines Beines. Zumal Ellie auch noch auf dem Hauptständer stand, also noch höher war als sonst.

Wie das wohl zu packen ist, wenn ich mit großer Backtasche auf Reisen gehe? Da muß ich wohl von rechts aufsteigen, indem ich das linke Bein über den Sitz schiebe - während Ellie auf dem Seitenständer parkt.
Von rechts nach links deshalb, falls ich so ungeschickt bin und gegen Ellie trete - dann fängt der Seitenständer das ab.
Andersrum würde ich sie nämlich zum Umkippen treten. Grauenvolle Vorstellung! Das werde ich im Winter mal üben!
Trockenübung: Auf- und Absteigen bei Heckgepäck.

Drauf sitzend, wuchtete ich Ellie vom Hauptständer, und tippelte uns rückwärts aus der Garage. Tor zugemacht, Helm und Handschuhe an.
Erst jetzt startete ich den Motor.

Die Garagen liegen direkt über der Wohnung einer Mieterin. Das unnötige Laufenlassen des Motors muss ja nun nicht sein. Vor allem nicht um halb sieben Uhr morgens!

Der Himmel war sternenklar, und bis auf die Straßenbeleuchtung war alles zappenduster. So fuhr ich also mit offenem Visier (so konnte ich einfach besser gucken!) durch den Ort, und dann auf altbekannter Strecke zur Firma. Was für ein Erlebnis.

Am Werkstor zuppelte ich den Ausweis aus der Brusttasche der Jacke, wurde aber ohne Verzögerung durchgewunken.
Klasse, Jungs!

Stolz wie dreimal Oskar parkte ich Ellie neben dem Gebäude, Helm ab und über den Arm gezogen, holte das Gepäck aus der Tasche, und trampelte als Motorradsekretärin ins Gebäude rein.

Im Büro umgezogen, saß ich wenig später mit rotem Gesicht (vom kalten Fahrtwind) und kreisgrinsend da. Bei den täglichen Postgängen wurde ich von Kollegen angesprochen, die Ellie vor dem Gebäude gesehen hatten. Zwei ließen sich Ellie auch genauer zeigen. Erzählten von ihren Maschinen (die sie jetzt doch mal wieder flott machen wollten, neu aktivieren und so weiter).




Besucherstuhl mit Moppedklamotten - vernünftige Besetzung also ;-)


Fazit : das könnte ich öfter machen. Wenn ich Routine habe, dann ist das bestimmt mal eine angenehme Abwechslung! Und günstiger vom Spritverbrauch her ist es auch auf der kurzen Strecke von 9 km.

3 Kommentare:

  1. Uhhh...lieber nicht. Bei 9 km wird der Mopedmotor gar nicht richtig warm, und der Verschleiß nimmt im Verhältnis Überhand. Ich hatte früher auch nur 6 km, das hat die Tengai mit Leistungsverlust und verrußtem Auspuff quittiert.
    Solltest aber nach der Arbeit noch eine längere Feierabendrunde drehen, dann sei es Dir gegönnt...und Deiner Ellie auch....
    Gruß
    Marcus

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  2. Hei Marcus - deshalb ja auch "mal" mit dem Motorrad zur Arbeit ... und ja, nach der Arbeit wird selbstverständlich noch getourt. Bei 9 km ist das kein Kick :-). Da quäle ich lieber mein Auto!
    Schöne Grüße von der Vielfahrerin

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  3. Ach, man kann ja einfach den Heimweg länger gestalten ... so 1-200 km ...

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