Ellie und ich

Ellie und ich

Mittwoch, 12. Dezember 2012

23. August 2012 - Ein Beinah-Unfall und klösterlich Freudiges



23.8.2012

Letzter Urlaubstag ...

Tour de "Kreuz-und-quer", Richtung Nordharz. Mal wieder bis Hornburg (EDEKA), und dann weiter - irgendwann landete ich dann in Ilsenburg am Harz. Riesenschrei in den Helm - wegen Harzpanorama, und Straße, die nach vorne tief wegkippte, als ich nach Ilsenburg rein fuhr.

Geil! Mein Bauch zog sich zusammen und das Atmen hörte auf. Kopfüber in den Schlund der Hölle?
Ausgepustet - und es ging weiter. Heike lernt Gefälle kennen. In der Fahrschule liest sich das Schild Achtung, Gefälle 15% so harmlos ...

Dann folgte: Heike mitten im Touristenverkehr, am Harzrand längs. Irre viele Motorradfahrer unterwegs, Holländer waren auch dabei. Im Pulk, dicht auf dicht (is' doch gefährlich, Jungs, wißt ihr denn nicht, wie man Kolonne fährt???).

Meine neu erworbene Karte war zwar ebenfalls dabei, aber Karte gucken heißt, Straße aus den Augen verlieren. Nix gute Idee, Heike.

Irgendwann fuhr ich halt einfach drauf los - Richtung Wernigerode. Ich wollte da rein, aber ... die Baustellen ließen mich nicht. Irgendwann war ich dran vorbei, und hatte kaum was gemerkt davon. Also retour. Irgendwann war ich genau da, wo ich vorher falsch abgebogen war.
Irgendwie, irgendwo, irgendwann, fing das Generve an ... *träller*

Und diesesmal, bei nicht angepaßter Geschwindigkeit (und das MIR!), geriet ich, die ich eigentlich nach rechts abbiegen wollte, in der Kurve nach links, auf die Linksabbiegerspur ....
Es waren Spurrillen quer rüber, ich hatte irgendwas falsch gemacht (gebremst? Gas gegeben? zu doll nach dem Schloß auf der Anhöhe geschielt?). Ich weiß nicht mehr. Auf jeden Fall ging mir der Hintern echt heftigst auf Grundeis. Gott sei's gedankt war kein PKW oder LKW auf der Linksabbiegerspur gewesen. Obwohl der Verkehr mittlerweile sehr hektisch wurde (Feierabend).

Kurz hinter Wernigerode, nach diversen Kreiseln (das können die da im Osten - Kreisel bauen) wieder die Richtung zurück nach Ilsenburg, pausierte ich dann "rechts rein" beim Kloster Drübeck.
Richtung Klosterschenke gefahren, durch ein kleines Gässchen gehoppelt, da war ein Miniparkstreifen an der Klostermauer. Genau Platz für eine Ellie.

Abgestellt, und dann erstmal mit Obst, Wasser und Brot ins Gras gesetzt - und durchgeatmet. Das war ja nochmal gut gegangen da eben in Wernigerode. Ich streckte die Beine von mir, und dankte mit einem stillen Gebet. Der Ort lud geradezu dazu ein!

Nach der Stärkung stapfte ich mit Fotoapparat durch das Gelände. Die Atmosphäre dort tat gut.



Freundliche Schwestern getroffen (die Haubenlerchen kenne ich aus meiner Jugend, ich mag die, sie lächeln immer so nett - R.i.p. Schwester Sigrid, unsere Gemeindeschwester, die wie eine Kanonenkugel Fußball spielen konnte ...). Dann war in einem der Gärten eine geschlossene Gesellschaft angekündigt, und eine Sängerin probte schonmal. Sie sang das "Halleluja", was ihr sicher aus dem Film "Shrek" kennt.

Mir ging eine Gänsehaut den Rücken runter. Ja, echt ey, Halleluja, und danke für die Bewahrung da eben in Wernigerode ...


 Einer der kleinen Innenhof-Gärten - eine Ruheoase mit Musikbegleitung und Gänsehautfeeling; hinter der Mauer parkte Ellie


Das Kloster-Café besuchte ich nur kurz, mir war nicht nach Kuchen, oder dem Gelaber der dort anwesenden Rentnerfraktion.
Das Kloster hatte irgendwas Feines und Beruhigendes, ablenkendes Gesabbel paßte mir da grad nicht zu ...



Nach einer guten Stunde fuhr ich dann wieder Richtung Heimat.

Langeln, Wasserleben, Berßel - diese Dörfer kannte ich ja schon von der anderen Tour. Gestern!

Ohne besondere Vorkommnisse (keine Hühner, und die Obstallee mit ihrem Fallobst auf der Straße schreckte mich nun auch nicht mehr) trudelte ich gegen Spätnachmittag zuhause ein.

 Der letzte Urlaubstag hatte seine Tücken gehabt, aber auch seine Feinheiten - und sein Strahlen.
 Halleluja, Drübeck - wir werden uns wiedersehen !!!

Sahen wir uns dann auch - im Oktober beim Betriebsausflug :-)

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