9.9.
Ellie ist seit einigen Tage in der Werkstatt - ein Problem mit so
einem Teil in der Wasserpumpe. Ellie hatte schon länger ein wenig Öl und Kühlflüssigkeit verloren, was mir beim Putzen aufgefallen war. Ein Hoch auf meine Akribie!
Fritz beruhigte mich - er wird den Fehler finden. Das kostet halt aber Zeit.
Nix schlimmes, aber bis das Teil da ist, und alles repariert - kein
Motorradfahren ???
Eine verzweifelte Anfrage brachte mich Gott sei Dank in das
"Moppedtadon-Selbsthilfeprogramm von FUS-Pharm" ;-)
Sonntag ging es um 11 Uhr also los. Auf altbekannter
Fahrschul-Maschine. Lang, lang war es her!
Wirklich? Grade mal seit 16.7. !
Wow - da wurden mir die Unterschiede zwischen den beiden Kawasaki's erst bewußt. Die
Lehrmaschine geht viel hibbeliger am Gas. Eine Bodenwelle, und bruuuummm,
jaulte das Gas auf. Also "mit weicher rechter Hand" angasen.
Außerdem ist sie kopflastiger, durch die Sturzbügel. Aber viel
besserer Anzug beim Hochdrehen ... Kurvenverhalten durch andere Reifen auch
anders. Es war eine echt interessante Erfahrung! Meine frisch erworbenen
Fähigkeiten - fast 4000 km auf Ellie - wurden neu sortiert. Was ich gut fand
!!!
Einmal ging mir in einer Abbiegung Richtung Dettum auf kaum
merkbarem Rollsplit das Hinterteil weg. Aber außer "Huch ..." und
ruhigem Körpergegenhalten mit leichtem Bauchkribbeln kam da nichts weiter an
Reaktion bei mir.
Ja, da machte sich dann die Fahrpraxis der letzten Wochen
deutlich bemerkbar.
Alles in allem kamen an diesem Sonntag 235 km dazu, bei 7
Stunden Tour.
Altbekannte Wege, Asse, dann Richtung Helmstedt,
Mittagspause im Schatten, dann über B79 zurück, dann weiter Richtung
Hornburg, und weil das Wetter so schön war, zur Eisdiele nach Vienenburg.
Die "Dunkle" war brav mit mir, ihr Verbrauch auch
ungefähr das gleiche wie bei Ellie. Ich hatte die höhere Sitzbank gewählt, und saß auch
gut darauf (in den Fahrstunden hatte ich die niedrige - wäre mir jetzt ZU
babymäßig gewesen;-) .
Gleichgewicht paßte auch, beim Rückwärtsschieben vom
Sitz aus (Parkplatz Vienenburg, Eisdiele) kam ich nahezu perfekt vom Hof.
Die Gefühle aus den Fahrstunden waren noch da,
aber bei dieser Fahrt ging das Handling der "altbekannten" Maschine
irgendwie sicherer ab.
Fazit: Knapp 4000 km Fahrerfahrung machen dann doch viel
aus. Ich bin sicherer geworden, Wind ängstigt mich nicht mehr so, Spurrillen
genauso wenig. Und das Abstellen oder das Anfahren am Hang ist jetzt auch kein
Geheimnis mehr. Der Vergleich war - wie oben erwähnt - eine wertvolle Zusatzerfahrung,
die ich nicht missen möchte !!!
Trotzem hoffe ich, dass Ellie recht bald wieder fahrbereit
ist ...
Rast im Schatten - Hausberg bei Seinstedt
Es herbstelt!
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